Mayerhofer erreichte sein Ziel nicht – tritt aber trotzdem anAusgabe 5 | Mittwoch, 3. Februar 2021

Wer auch immer das Rennen um den Bürgermeister-Sessel in St. Andrägewinnt: Sein Job wird nicht einfacher.

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Da St. Andrä mit dem Stichtag 31. Oktober 2019 unter 10.000 Einwohner gefallen ist, müssen nun kleinere Brötchen gebacken werden: Statt 31 Mandataren sitzen nach der Wahl am 28. Februar nur noch 27 im Gemeinderat. Dazu verringern sich die Ertragsanteile um etwa 400.000 Euro. Dazu wird der neu gewählte Bürgermeister/die neu gewählte Bürgermeisterin nicht mehr hauptamtlich tätig sein und etwa 1.500 Euro weniger verdienen.

Davon lässt sich aber kein Kandidat beeindrucken: Drei Parteien und zwei Listen kämpfen um Sitze im Gemeinderat und den Bürgermeisterposten. Die regierende Bürgermeisterin Maria Knauder tritt für die SPÖ an. Ihr Vorgänger Peter Stauber gewann 2015 erdrutschartig mit 63,65 Prozent – einem Plus von 13,54 Prozent gegenüber 2009. Gerald Edler trat bereits 2015 für die FPÖ an und versucht  jetzt wieder sein Glück. Vor sechs Jahren erhielt er 23,03 Prozent. Statt Stadtrat Heinz Schlatte will nun Maximilian Peter für die ÖVP Bürgermeister werden. Schlatte verbuchte bei der vergangenen Wahl 10,11 Prozent für sich. Nach seiner Abkehr von den Grünen geht Gemeinderat Günther Drescher heuer mit eigener Liste ins Rennen. 2015 wollten ihn 3,22 Prozent als Bürgermeister.

Ebenfalls mit eigener Liste startet Martin Mayerhofer, bis Mai des Vorjahrs Stadtrat der FPÖ. Dann steckte er seine Hand in die Hose, um den »Baby Elefant« zu persiflieren – und trat zurück. Im Dezember kündigte er an, nur dann mit seiner Liste »Team M3« kandidieren zu wollen, wenn mindestens 300 Bürger Unterstützungserklärungen am Gemeindeamt für ihn unterzeichnen. »Diese Mindestanforderung habe ich nicht erreicht«, gesteht er jetzt ein. Stattdessen sammelte er Unterschriften von drei Gemeinderäten, holte sich so die Zulassung zur Wahl und tritt trotzdem an.

Die einzelnen Parteien schnitten 2015 so ab: SPÖ 50,11 Prozent (+ 9,68 Prozent), ÖVP 15,25 Prozent (+ 0,71 Prozent). Einen Sonderfall bildet die FPÖ: Sie erhielt 2015 30,11 Prozent, während sie 2009 von 2,67 Prozent gewählt worden war. Damals stand aber auch das BZÖ am Start und erreichte 38,94 Prozent.

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