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St. Andrä. Es galt, den »Rückstau« vergangener Jahre aufzuarbeiten: St. Andrä führte am Mittwoch, 27. Mai, mehr als 50 Ehrungen verdienter Bürger aus den Bereichen Politik, Kultur, Wirtschaft, Bildung und Sport an einem Tag durch. Sie reichten von der Sportehrennadel in Bronze bis zum Ehrenring der Stadtgemeinde St. Andrä, der höchsten Auszeichnung der Bischofsstadt, die zuvor erst zweimal verliehen worden war.
Dem Ehrungsreigen ging eine Sitzung des Gemeinderats voraus, die bereits um 15 Uhr begann (siehe Artikel unten). Darin wurden die Namen all jener, die für eine Auszeichnung vorgesehen waren, samt ihrer Leistungen verlesen. Danach stimmten die Mandatare über jeden Einzelnen ab, ob ihm die Ehrung zuerkannt wird: Bei keinem einzigen gab es eine Gegenstimme.
Es folgte eine Sitzungsunterbrechung bis 17 Uhr: Um diese Zeit waren all jene eingeladen, die ausgezeichnet werden sollten. Nicht alle wussten, was auf sie zukam. So ahnte Roland Wiedl, der musikalische Leiter der Stadtkapelle St. Andrä, nicht, dass er zum Stadtkapellmeister ernannt werden sollte.
Auch Landeshauptmann Daniel Fellner, der später zur Veranstaltung stieß, wurde mit dem Ehrenring seiner Heimatstadt überrascht. Vor ihm wurde er nur zwei Personen angesteckt: 2017 dem damaligen Bürgermeister Peter Stauber anlässlich seines 20-jährigen Amtsjubiläums. 1997 erhielt ihn der 2024 verstorbene Egon Petschar, der erste direkt von der Bevölkerung gewählte Bürgermeister der fusionierten Stadtgemeinde St. Andrä.
Die Auszeichnungen und Urkunden wurden von Bürgermeisterin Maria Knauder und den beiden Vizebürgermeistern Andreas Fleck und Maximilian Peter überreicht. Peter war es auch, der die jeweiligen Kurzbiografien der Geehrten präsentierte.
Die Auszeichnungen
- Ehrenring der Stadtgemeinde St. Andrä für LH Daniel Fellner.
- Ehrenplakette: Pater Gerfried Sitar und Veronika Schatte.
- Ehrennadel in Gold: Mathilde Friesacher, Rosemarie Gabriel, Bernhard Wasserbacher, Maria Elisabeth Kopp, Siegfied Juri, Faschingsgilde St. Andrä/KiSTa, Heinz Schlatte, Erwin Raffer, Adolf Kranewitter, Maria Elisabeth Pongratz, Maria Planka, Maria Guntschnig, Johann Muggi, Monika Wiedemann, Margit Obrietan, Erich Graf, Gerhard Hanschitz, Schwester Daniela Scharf, Josef Darmann, Renate Pilz, Peter Pilz, Hermann Staudacher, Reinhard Ganster, Franz Grassler, Franz Schober, Marianne Kaplaner, Anton Lukic jun., Klaus Paier, Gerhard Pettauer, Peter Morianz und Herbert Rami.
- Ehrennadel in Silber: Rosemarie Kainz, Günther Stippich, Alexander Schwab, Joachim Liebhart, Anton Meyer jun., Josef Rass, Christian Hafner, Walter Schildberger und »Die Neffen von Tante Eleonor«.
- Ehrennadel in Bronze: Dominik Brei, Chantal Bamgbala, Astrid Stippich, Alois Scharf und Herbert Maier.
- Sportehrennadel in Gold: Bernd Ceplak, Günther Grubelnig, Julia Adlbrecht und Edwin Themel.
- Sportehrennadel in Silber: Dietmar Wutscher.
- Sportehrennadel in Bronze: Phillip Repnik und Elias Mauz.
- Das Recht zur Führung des Stadtwappens wurde der Ortsgruppe St. Andrä des Kärntner Abwehrkämpferbunds verliehen. Außerdem wurde Roland Wiedl zum Stadtkapellmeister ernannt.
- Wiedl musste danach gleich seinem neuen Titel gerecht werden, denn die Stadtkapelle St. Andrä sorgte für die musikalische Umrahmung der Feier.

Von Horst Kakl
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