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Wolfsberg. Es begann mit acht Leuten, manchmal waren es zehn. Drei Bläser, ein Sänger, vier Leute in der Rhythmusgruppe – ein wilder, liebevoll-chaotischer Haufen, der ab dem Jahr 2000 die Bühnen von Wolfsberg bis Weiz, vom Seefest Soboth bis zu Maturabällen zum Beben brachte. Der »Börnstn‘s Roadhouse Club« war keine Band, er war ein Zustand: laut, funky, verschwitzt, glücklich.
Der Name? Ein Wortspiel, geboren aus der Verehrung für den »Hot Pants Road Club« – und veredelt durch den Spitznamen »Börnstn« des Gründungsmitglieds Bernie Schatz. So wurde aus einer Funk‑Laune ein Bandname, der im Lavanttal bis heute ein kleines Grinsen auslöst.
Zehn Jahre lang spielte sich der »Börnstn‘s Roadhouse Club« durch Stadtfeste, Hallen, Wiesen und Festzelte. Dann trennten sich die Wege. Beruf, Familie, Leben – 2010 war Schluss. Vier Jahre später gab es ein kurzes Aufflackern bei der »Summer Music Night« in St. Paul, ein Revival, das zeigte: Die Energie war nie weg, nur gut verstaut.
Und jetzt? Jetzt passiert etwas, das niemand mehr erwartet hat. Mario Woltsche, einer der Sänger der Gruppe, und Rudi Pittino haben es wieder angestoßen – die verrückte Idee, alle, die jemals auf der Bühne standen, wieder zusammenzubringen. Und tatsächlich: Nadine Dohr – sie war eine Zeit lang Sängerin – ist dabei. Günther Dohr ist dabei. Edgar Unterkirchner ist dabei. Sogar Schmid Tommy, der einst kurz bei der Band war. Dazu die alten Funk‑Veteranen, die Rhythmusfraktion, die Bläser – und neue Freunde.
Und diesmal wird es groß. Bis zu 15 Leute gleichzeitig auf der Bühne – ein musikalischer Familienauflauf. Gespielt wird, was die Band damals ausgemacht hat: Blues Brothers, James Brown, Rock, Blues, Klassiker, die nach Schweiß, Soul und guter Laune riechen. Dazu zwei, drei neue Titel – frisch arrangiert von Günther Dohr, der alle Bläsersätze neu geschrieben hat. Ein Mann, der weiß, wie man einer Reunion den richtigen Sound gibt.
Die zwei großen Auftritte
Zwei Mal wird die Partie zu sehen und hören sein. Am 1. August bei der »Music Summer Night« (siehe auch Seite 18) in St. Paul. Dort treten vier Band auf, »Börnstn‘s Roadhouse Club« wird rund eine Stunde auf der Bühne stehen.
Der Auftritt ist das perfekte Warm‑up für das große Konzert am 14. August beim Gackern in St. Andrä (siehe auch S. 11). Ab ca. 21 Uhr wird die volle Besetzung auf der Bühne stehen und ein zweieinhalb stündiges Programm voller Energie und Nostalgie abliefern. Max Theiss, Trompeter der Band: »Es ist noch immer gleich lustig mit der Truppe zu proben und zusammen zu sitzen. Auch wenn alle inzwischen alte Herren sind.«
Im Jänner startete die Rhythmusgruppe mit den ersten Proben, im Mai kamen die Bläser dazu. Am Mikrofon bei den beiden Auftritten sollen alle vier stehe, die jemals für die Band gesungen haben: Mario Woltsche, Nadine Dohr, Christoph Murke und Tommy Schmid.
Wird es nach den beiden Auftritten im Lavanttal noch weitere Gigs gegen? »Das steht in den Sternen. Aber ausschließen möchten wir es nicht«, sagt Theiss.

Von Michael Swersina
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