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Wolfsberg. Jetzt ist auch das Lavanttal von der wirtschaftlich schwierigen Lage betroffen: Die deutsche Monforts Textilmaschinen GmbH & Co. KG gab in der Vorwoche bekannt, dass sie ihre Produktionsstätte Montex in St. Stefan bis spätestens Ende März 2027 aufgeben und nach Mönchengladbach verlagern werde. In dieser Stadt in Nordrhein-Westfalen ist Monforts angesiedelt. 35 Mitarbeiter verlieren damit in St. Stefan ihre Arbeit. Montex produziert Textilveredelungsanlagen für den internationalen Markt.
Die Mitteilung kam vom Wolfsberger Rechtsanwalt Christian Ragger, dem Vertreter Monforts im Tal. Er sagte zu den Unterkärntner Nachrichten: »Es ist noch nicht klar, ob alle 35 Mitarbeiter betroffen sein werden. Vielleicht gehen einige mit nach Deutschland.« Für jene, die bald ohne Job dastehen werden, kündigte Ragger einen Sozialplan an: »Wir haben dafür die Zustimmung des Konzerns. Das heißt, wer gekündigt wird, soll neben der Abfertigung einen weiteren Geldbetrag erhalten.«
»Es ist noch nicht klar, ob alle betroffen sein werden. Vielleicht gehen einige mit nach Deutschland«
Christian Ragger, Monforts-Anwalt
Im Schreiben weist Ragger auf die problematische Lage des Mutterkonzerns hin: »Der Maschinenbau in Deutschland ist erneut mit einem Dämpfer ins neue Jahr gestartet: Der Auftragseingang lag im Januar 2026 real sechs Prozent unter dem Vorjahreswert – ein schlechtes Signal, das weiterhin Inland wie Ausland gleichermaßen trifft.« Auch die inländische und internationale Nachfrage brachen demnach weiter ein.
Eine Liste der Gründe
Die geopolitische Unsicherheit – »noch verstärkt durch globalen Protektionismus und schwelende Handelskonflikte«, wie es in der Mitteilung heißt – nehme zu und belaste das Investitionsklima. Explizit angeführt werden der Ukraine-Krieg, die Ungewissheit der weiteren Zollpolitik der USA, die Kosten für Gas, die in den vergangenen fünf Jahren um etwa 90 Prozent gestiegen seien, sowie die Auswirkungen des Konflikts im Mittleren Osten. Und: »Die Maschinenbau-Exporte sind 2025 auf knapp 200 Milliarden Euro gesunken, und für 2026 zeichnet sich keine nachhaltige Erholung ab.«
Aufgrund der anhaltend schwachen Nachfrage im Textilmaschinenbau, auch im Bereich der Ausrüstungsmaschinen, »sieht sich das Unternehmen A. Monforts Textilmaschinen GmbH & Co. KG mit Hauptsitz in Mönchengladbach mit der aktuellen Struktur nicht mehr profitabel«. Daher sehe sich das Management gezwungen, Montex aufzugeben.
Zuletzt heißt es in Raggers Schreiben, die Geschäftsführung leite die erforderlichen arbeitsrechtlichen Schritte, »insbesondere die Verhandlung mit dem Betriebsrat über einen Interessenausgleich und Sozialplan und alle weiteren arbeitsrechtlichen Maßnahmen«, ein.
Man sei sicher, mit dieser Maßnahme Monforts »für die Zukunft besser aufstellen zu können«.
Die Mitarbeiter und das AMS wurden am Mittwoch, 22. Juli, über die geplanten Schritte informiert. Vorhandene Aufträge werden noch abgearbeitet, die Produktion soll schrittweise nach Mönchengladbach verlagert werden. Der Standort in St. Stefan ist von Gutsche Technik angemietet, der Vertrag wird aufgelöst.
Arbeiterkammer schaltet sich ein
In der Vorwoche meldete sich die Kärntner Arbeiterkammer zu Wort. Präsident Günther Goach wandte sich mit dem Appell an alle betroffenen Beschäftigten: »Unterschreiben Sie nichts vorschnell, lassen Sie Vereinbarungen von uns überprüfen und sich nicht unter Druck setzen.«
Die AK Kärnten stehe den Montex-Beschäftigten mit Beratung und Unterstützung zur Seite – ob bei Fragen zur Abrechnung von Löhnen und Gehältern, zu Resturlaubsansprüchen, Überstundenvergütungen oder Sonderzahlungen. Max Turrini, Leiter der Abteilung Sozialpolitik und Recht, betonte: »Alle Betroffenen können sich mit ihren Unterlagen an uns wenden – telefonisch, persönlich oder digital.« Goach meinte auch: »Nun ist es vor allem wichtig, einen Sozialplan zu erstellen, der die Folgen für die Betroffenen mildert. Des Weiteren gilt: Werden ausstehende Ansprüche nicht beglichen, sollte unverzüglich ein Termin in der Arbeiterkammer Kärnten oder bei der Gewerkschaft vereinbart werden.«
Seit 1968 wurden in St. Stefan Textilmaschinen hergestellt, seit 1982 unter dem Namen Montex-Maschinenfabrik. Gab es früher bis zu 180 Mitarbeiter, sank ihre Zahl immer weiter ab. Jetzt steht das Ende vor der Tür.
Wolfsberg. Jetzt ist auch das Lavanttal von der wirtschaftlich schwierigen Lage betroffen: Die deutsche Monforts Textilmaschinen GmbH & Co. KG gab in der Vorwoche bekannt, dass sie ihre Produktionsstätte Montex in St. Stefan bis spätestens Ende März 2027 aufgeben und nach Mönchengladbach verlagern werde. In dieser Stadt in Nordrhein-Westfalen ist Monforts angesiedelt. 35 Mitarbeiter verlieren damit in St. Stefan ihre Arbeit. Montex produziert Textilveredelungsanlagen für den internationalen Markt.
Die Mitteilung kam vom Wolfsberger Rechtsanwalt Christian Ragger, dem Vertreter Monforts im Tal. Er sagte zu den Unterkärntner Nachrichten: »Es ist noch nicht klar, ob alle 35 Mitarbeiter betroffen sein werden. Vielleicht gehen einige mit nach Deutschland.« Für jene, die bald ohne Job dastehen werden, kündigte Ragger einen Sozialplan an: »Wir haben dafür die Zustimmung des Konzerns. Das heißt, wer gekündigt wird, soll neben der Abfertigung einen weiteren Geldbetrag erhalten.«
»Es ist noch nicht klar, ob alle betroffen sein werden. Vielleicht gehen einige mit nach Deutschland«
Christian Ragger, Monforts-Anwalt
Im Schreiben weist Ragger auf die problematische Lage des Mutterkonzerns hin: »Der Maschinenbau in Deutschland ist erneut mit einem Dämpfer ins neue Jahr gestartet: Der Auftragseingang lag im Januar 2026 real sechs Prozent unter dem Vorjahreswert – ein schlechtes Signal, das weiterhin Inland wie Ausland gleichermaßen trifft.« Auch die inländische und internationale Nachfrage brachen demnach weiter ein.
Eine Liste der Gründe
Die geopolitische Unsicherheit – »noch verstärkt durch globalen Protektionismus und schwelende Handelskonflikte«, wie es in der Mitteilung heißt – nehme zu und belaste das Investitionsklima. Explizit angeführt werden der Ukraine-Krieg, die Ungewissheit der weiteren Zollpolitik der USA, die Kosten für Gas, die in den vergangenen fünf Jahren um etwa 90 Prozent gestiegen seien, sowie die Auswirkungen des Konflikts im Mittleren Osten. Und: »Die Maschinenbau-Exporte sind 2025 auf knapp 200 Milliarden Euro gesunken, und für 2026 zeichnet sich keine nachhaltige Erholung ab.«
Aufgrund der anhaltend schwachen Nachfrage im Textilmaschinenbau, auch im Bereich der Ausrüstungsmaschinen, »sieht sich das Unternehmen A. Monforts Textilmaschinen GmbH & Co. KG mit Hauptsitz in Mönchengladbach mit der aktuellen Struktur nicht mehr profitabel«. Daher sehe sich das Management gezwungen, Montex aufzugeben.
Zuletzt heißt es in Raggers Schreiben, die Geschäftsführung leite die erforderlichen arbeitsrechtlichen Schritte, »insbesondere die Verhandlung mit dem Betriebsrat über einen Interessenausgleich und Sozialplan und alle weiteren arbeitsrechtlichen Maßnahmen«, ein.
Man sei sicher, mit dieser Maßnahme Monforts »für die Zukunft besser aufstellen zu können«.
Die Mitarbeiter und das AMS wurden am Mittwoch, 22. Juli, über die geplanten Schritte informiert. Vorhandene Aufträge werden noch abgearbeitet, die Produktion soll schrittweise nach Mönchengladbach verlagert werden. Der Standort in St. Stefan ist von Gutsche Technik angemietet, der Vertrag wird aufgelöst.
Arbeiterkammer schaltet sich ein
In der Vorwoche meldete sich die Kärntner Arbeiterkammer zu Wort. Präsident Günther Goach wandte sich mit dem Appell an alle betroffenen Beschäftigten: »Unterschreiben Sie nichts vorschnell, lassen Sie Vereinbarungen von uns überprüfen und sich nicht unter Druck setzen.«
Die AK Kärnten stehe den Montex-Beschäftigten mit Beratung und Unterstützung zur Seite – ob bei Fragen zur Abrechnung von Löhnen und Gehältern, zu Resturlaubsansprüchen, Überstundenvergütungen oder Sonderzahlungen. Max Turrini, Leiter der Abteilung Sozialpolitik und Recht, betonte: »Alle Betroffenen können sich mit ihren Unterlagen an uns wenden – telefonisch, persönlich oder digital.« Goach meinte auch: »Nun ist es vor allem wichtig, einen Sozialplan zu erstellen, der die Folgen für die Betroffenen mildert. Des Weiteren gilt: Werden ausstehende Ansprüche nicht beglichen, sollte unverzüglich ein Termin in der Arbeiterkammer Kärnten oder bei der Gewerkschaft vereinbart werden.«
Seit 1968 wurden in St. Stefan Textilmaschinen hergestellt, seit 1982 unter dem Namen Montex-Maschinenfabrik. Gab es früher bis zu 180 Mitarbeiter, sank ihre Zahl immer weiter ab. Jetzt steht das Ende vor der Tür.

Von Horst Kakl
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