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Um 1,5 Millionen Euro: Rüsthaus der FF Schiefling fertiggestellt, Umbau als »Meilenstein für den Ort«Ausgabe 31 | Mittwoch, 29. Juli 2026

In weniger als einem Jahr wurde der Zu- und Umbau des Rüsthauses in Schiefling abgeschlossen. Rund 1,5 Millionen Euro wurden von der Gemeinde in die Erweiterung investiert. Auch der Proberaum der Trachtenkapelle wurde im Zuge der Bauarbeiten erweitert.

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Unterkärntner Nachrichten Redakteur Philipp Tripolt Von Philipp Tripolt tripoltno@spamunterkaerntner.at
Bild oben: Die neue Außenstiege führt auf den Dachboden des Altbestands, der kaum noch zu erkennen ist. Im nördlichen Bereich wurde das Feuerwehrhaus deutlich erweitert und bietet nun unter anderem Platz für zwei Fahrzeuge. Bild unten: So präsentierte sich das Rüsthaus der FF Schiefling im Sommer des Vorjahrs. Fotos: Stadtgemeinde Bad St. Leonhard (1), Tripolt (1)

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Bad St. Leonhard. Nach jahrelanger Vorbereitung steht der Um- und Zubau des Rüsthauses der Freiwilligen Feuerwehr Schiefling kurz vor dem Abschluss. Mit einem Investitionsvolumen von rund 1,5 Millionen Euro wurde das Feuerwehrhaus umfassend erweitert und modernisiert. Die offizielle Schlüsselübergabe an Kommandant Franz Berger erfolgt am 15. August um 12 Uhr, die feierliche Rüsthaussegnung ist für das erste Juni-Wochenende im kommenden Jahr geplant.

Die Geschichte des Projekts reicht bereits mehr als ein Jahrzehnt zurück. Den ersten Antrag für einen Umbau brachte der heutige Vizebürgermeister und Feuerwehrreferent Heinz Joham (Liste Dohr) bereits im Jahr 2012 ein – damals noch als Kommandant der FF Schiefling. Geplant waren damals die Errichtung einer Außenstiege sowie der Ausbau des Dachbodens.

In den darauffolgenden Jahren wurde für das Vorhaben weitere schriftliche Anträge eingebracht. »Seit Beginn dieser Gemeinderatsperiode unter Bürgermeister Dieter Dohr ist das Projekt schließlich in die Umsetzung gegangen«, erklärt Joham.

Bildung hatte Vorrang
Dass die Arbeiten erst jetzt realisiert wurden, hatte laut Joham einen Grund: »Wir haben die finanziellen Rücklagen der Gemeinde gebündelt, um den Kindergarten sowie die Schule auszubauen beziehungsweise zu sanieren. Wir hätten die Rüsthäuser früher machen können, wollten aber zuerst den Bildungsbereich abschließen.«

Gleichzeitig sei es der Gemeinde wichtig gewesen, zunächst die drei Außenwehren in Wisperndorf, Kliening und Schiefling zu modernisieren, bevor man sich dem geplanten Neubau der Stützpunktfeuerwehr Bad St. Leonhard widmet. Für das neue Rüsthaus der FF Bad St. Leonhard nördlich der Billa-Filiale laufen laut Joham bereits erste Gespräche mit dem Land Kärnten sowie dem Grundeigentümer: »Wir hoffen, dass wir in den nächsten zwei bis drei Jahren starten können.«

Insgesamt investierte die Stadtgemeinde Bad St. Leonhard rund 2,5 Millionen Euro in die Modernisierung der Rüsthäuser in Wisperndorf, Kliening und Schiefling. Allein auf Schiefling entfielen rund 1,5 Millionen Euro. Etwa 600.000 Euro trägt die Gemeinde, rund 100.000 Euro stammen aus Mitteln der Orts- und Regionalentwicklung (ORE), weitere rund 800.000 Euro wurden vom Land Kärnten finanziert. »Wir sind bei allen drei Rüsthäusern mit den veranschlagten Kosten ausgekommen«, betont Joham.

»Wir sind bei allen drei Rüsthäusern mit den veranschlagten Kosten ausgekommen« 
Heinz Joham, Vizebürgermeister

In Schiefling entstand mit dem Ende September des Vorjahrs begonnenen Umbau eine Erweiterung des Gebäudes Richtung Norden. Hier wurde ein neuer Garagentrakt mit zwei Stellplätzen errichtet. Hinzu kommen moderne Umkleiden, Sanitäranlagen mit Dusche und WC für die Feuerwehr, ein öffentliches WC, ein Atemschutzraum, ein neuer Mannschaftsraum sowie ein Heizraum. Das Gebäude wird künftig mittels Luftwärmepumpe beheizt. Auf dem Dach wurde eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von zehn kWp samt 12,6-kWh-Stromspeicher installiert.

Neuer Multifunktionsraum
Auch die Trachtenkapelle profitiert vom Umbau. Im Keller wurde ihr Proberaum erweitert und die WC-Anlage saniert. Der neu gestaltete Multifunktionsraum erhielt variable Akustikelemente, die je nach Nutzung angepasst oder entfernt werden können. »Die Anforderungen einer Trachtenkapelle unterscheiden sich von jenen eines Chors. Deshalb haben wir eine flexible Lösung geschaffen. Gleichzeitig steht der Raum künftig allen Schieflinger Vereinen für Sitzungen und Veranstaltungen zur Verfügung«, erklärt Joham.

Unverändert erhalten geblieben sind der Spielplatz, der Eislaufplatz sowie die Eisstockbahn. Zusätzlich entstanden rund 20 neue Parkplätze.

Ort der Begegnung
Für Kommandant Franz Berger (37), der die Freiwillige Feuerwehr Schiefling seit 2015 führt, bedeutet das neue Rüsthaus weit mehr als eine funktionale Modernisierung. »Das Rüsthaus wird künftig auch ein Ort der Begegnung sein. Während der Fußball-Weltmeisterschaft haben wir hier bereits ein Public Viewing veranstaltet. Wir sind sehr froh, dass der Umbau nun abgeschlossen wurde.« Auch Joham spricht von einem wichtigen Schritt für den Ort: »Der Umbau ist ein Meilenstein für Schiefling.«

Die Freiwillige Feuerwehr Schiefling zählt derzeit 38 aktive Mitglieder. Durch die neuen Umkleide- und Sanitärbereiche sind nun auch die räumlichen Voraussetzungen geschaffen, um künftig auch Frauen in den Feuerwehrdienst aufzunehmen.

Die Feuerwehr verfügt bereits über ein Kleinlöschfahrzeug (KLFA) sowie einen mobilen Atemschutzkompressor. Zusätzlich wird noch ein neues Mannschaftstransportfahrzeug angeschafft, das rechtzeitig zur Schlüsselübergabe am 15. August eintreffen soll. 

Im Dachboden des Rüsthauses wird außerdem die Atemschutzübungsstrecke wieder aktiviert. »Sie soll im Herbst den Betrieb aufnehmen und steht dann wieder allen Feuerwehren des Bezirks zur Verfügung«, kündigt Kommandant Berger an.

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