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EM-Gold in Spanien als Sprungbrett: Der Eitweger Triathlet Elias Mauz (21) träumt von Olympia-StartAusgabe 26 | Mittwoch, 24. Juni 2026

Mit großen Erwartungen reiste Elias Mauz nicht nach Tarragona. Zurück kam der 21-Jährige als Europameister seiner Altersklasse. Der Eitweger gewann bei seinem ersten internationalen Rennen Gold. Ende September steht die Weltmeisterschaft am Programm.

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Unterkärntner Nachrichten Redakteur Philipp Tripolt Von Philipp Tripolt tripoltno@spamunterkaerntner.at
Elias Mauz kürte sich im spanischen Tarragona zum Triathlon-Europameister seiner Altersklasse. Beim Radfahren übernahm der Eitweger die Führung, auf den abschließenden zehn Kilometern, die es zu laufen galt, gab er sie nicht mehr aus der Hand. Fotos: Finisherpix

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Graz, Tarragona (ESP). Als Elias Mauz über die Ziellinie läuft, steht längst fest, dass ihm bei seinem ersten internationalen Triathlon ein besonderer Erfolg gelungen ist. Im spanischen Tarragona gewinnt der 21-Jährige aus Eitweg in der Altersklasse 20 bis 24 Jahre vor wenigen Tagen die Goldmedaille der Triathlon-Europameisterschaft 2026. Ein Titel, mit dem er selbst nicht gerechnet hatte. »Ich bin ohne große Erwartungen zur EM gefahren, ich wollte einfach sehen, wo ich im Vergleich zur Konkurrenz stehe. Nach etwa zehn Minuten auf dem Rad war ich vorne und habe die Führung dann bis ins Ziel nicht mehr hergegeben«, blickt Mauz auf seinen Erfolg zurück.

»Olympia ist für viele Sportler ein großes Ziel. Es ist eine Vision, die ich im Hinterkopf habe« 
Elias Mauz, Triathlet

Die Europameisterschaft wurde über die olympische Distanz ausgetragen – 1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und zehn Kilometer Laufen. Nach dem Schwimmen lag Mauz noch auf Rang zwei, ehe er auf seiner Paradedisziplin das Rennen an sich riss: »Meine größte Stärke ist das Radfahren, vor allem in Kombination mit dem Laufen.« Entsprechend stellte er sowohl auf dem Rad als auch beim abschließenden Lauf die Bestzeit des gesamten Felds auf.

Der Europameistertitel ist der bisher größte Erfolg seiner noch jungen Triathlon-Karriere. Denn eigentlich begann die sportliche Laufbahn des Lavanttalers auf dem Fußballplatz. Geboren in Wolfsberg und aufgewachsen in Eitweg, spielte Mauz rund 15 Jahre lang Fußball. Er besuchte die Akademie des Kapfenberger SV und schaffte schließlich den Sprung zu den Amateuren der Steirer. »Ich war immer sehr leistungsbezogen und hatte den Profifußball im Hinterkopf«, erinnert sich der Eitweger.

Gleichzeitig gab es aber schon früh eine andere Idee. »Als ich zehn Jahre alt war, habe ich beschlossen, dass ich irgendwann einmal einen Ironman machen möchte. Jahre später bei einem Familienessen haben wir gewettet: Wenn ich irgendwann einen Ironman mache, wird mir das Startgeld bezahlt«, lacht Mauz, der über seinen Onkel mit dem Sport in Berührung kam. Zunächst versuchte er, Triathlon und Fußball miteinander zu kombinieren. Doch bei Leistungstests zeigte sich schnell sein hohes Potenzial für den Triathlon-Sport, wie er sagt: »Ich habe gesehen, dass ich Talent habe. Irgendwann musste ich mich entscheiden und habe den Fokus komplett auf den Triathlon gelegt.«

Heute lebt der 21-Jährige in Graz und studiert an der Pädagogischen Hochschule. Die Verbindung von Leistungssport und Studium verlangt ein hohes Maß an Organisation, wie er sagt: »Wir planen jede Woche sehr genau. Gemeinsam mit meiner Trainerin schaue ich, wann ich auf der Uni Zeit habe, und danach richten wir die Trainingsblöcke aus.«

Seine Trainerin ist die ehemalige Weltmeisterin und Olympiateilnehmerin Sara Vilic. Nach den Leistungstests fragte Mauz nach Trainerempfehlungen. »Ihr Name ist sehr schnell gefallen. Sie war selbst extrem erfolgreich und bringt viel Erfahrung mit«, erklärt der 21-Jährige. Die Trainingsumfänge können sich sehen lassen. Während des Semesters absolviert Mauz zwischen 16 und 19 Stunden Training pro Woche, im Sommer steigt das Pensum auf bis zu 23 Stunden. »Ich trainiere sieben Tage die Woche, meistens zwei Mal, manchmal drei Mal täglich«, sagt Mauz. Selbst an Ruhetagen steht zumindest eine lockere Einheit auf dem Programm.

Konstanz als Schlüssel

Sein Erfolgsrezept beschreibt er mit einem einfachen Satz: »Ich gehe nicht über Motivation, sondern über Disziplin. Wenn um halb sechs der Wecker klingelt und man vier Kilometer im Becken schwimmen muss, dann ist man meistens nicht besonders motiviert.« Entscheidend sei laut ihm etwas anderes: »Konstanz ist der Schlüssel zum Erfolg.« 

Neben Training und Regeneration spielt für Mauz aber auch die Ernährung eine zentrale Rolle. Allerdings weniger im Sinne strenger Diäten, sondern vielmehr als notwendiger Treibstoff für die hohen Belastungen. »Viele denken bei gesunder Ernährung zuerst an Salat und Gemüse. Für uns Ausdauersportler geht es vor allem darum, die Energiespeicher ständig wieder aufzufüllen«, sagt Mauz. Durch die zahlreichen Trainingsstunden verbrennt der 21-Jährige täglich enorme Mengen an Energie: »Ich komme im Schnitt auf 4.000 bis 6.000 Kalorien pro Tag. Die muss man erst einmal wieder hineinbekommen.« Gemeinsam mit seiner Freundin kocht er deshalb möglichst oft selbst. Auf dem Speiseplan stehen ausgewogene Mahlzeiten mit vielen Kohlenhydraten, Ballaststoffen und hochwertigen Eiweißquellen. Nudeln, Reis, Süßkartoffeln oder Huhn stehen regelmäßig am Essensplan. Fixer Bestandteil seines Tages sind drei Hauptmahlzeiten. Besonders wichtig ist das Frühstück. »Ich bin absoluter Frühstücker. Ich esse oft ein Erdnussbutterbrot mit Banane und Honig. Das gibt gleich einen kleinen Energiekick für den Start in den Tag«, gewährt der Sportler Einblick. 

Während Mauz auf dem Rad und beim Laufen bereits zur Spitze gehört, arbeitet er weiterhin intensiv an seiner Schwimmleistung. »Schwimmen ist aktuell noch meine Schwäche, obwohl ich mich schon stark verbessert habe. Schwimmen ist extrem technisch. Die Anforderungen sind sehr hoch«, sagt Mauz, der jede Woche viele Meter im Wasser zurücklegt. Rund 15 bis 17 Kilometer schwimmt er pro Woche.

Die harte Trainingsarbeit soll sich bereits bei der nächsten großen Herausforderung auszahlen: Im September steht im spanischen Pontevedra die Weltmeisterschaft auf dem Programm. Nach dem Triumph von Tarragona reist Mauz diesmal mit anderen Erwartungen an. Sein Ziel formuliert er klar: »Ich würde gerne mit einer Medaille von der Weltmeisterschaft heimfliegen.«

Die mentale Stärke

Wer einen Triathlon über die olympische Distanz absolviert, muss nicht nur körperlich stark sein. Für Mauz spielt vor allem die mentale Komponente eine zentrale Rolle. »Mentale Stärke macht für mich 60 bis 70 Prozent aus«, sagt er. Besonders in schwierigen Rennphasen entscheide oft der Kopf. »Beim Laufen beginnt es nach zwei oder drei Kilometern oft zu zwicken. Dann kommen Seitenstechen, Krämpfe oder Müdigkeit dazu. Genau dann muss man durchbeißen«, weiß der Lavanttaler.

Trotz des Erfolgs in Spanien bleibt Mauz realistisch: »Mir fehlt aktuell vor allem im Schwimmen noch etwas auf die Spitze, aber ich möchte mich national so gut positionieren, dass ich in den nächsten Jahren auch bei den Profis mitmischen kann.« Langfristig denkt er noch größer: »Olympia ist natürlich für viele Sportler ein großes Ziel. 2032 würde zeitlich sehr gut passen. Das ist definitiv eine Vision, die ich im Hinterkopf habe.«

Sein Weg ist allerdings nicht nur sportlich herausfordernd, sondern auch finanziell. »Im Prinzip müssen wir fast alles selbst bezahlen«, sagt Mauz. »Deshalb habe ich für Sponsoren und Unterstützer immer ein offenes Ohr. Ich bin für jede Hilfe dankbar.«

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