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Zehn Jahre »Haus der Region« in Wolfsberg: Auslage regionaler Produkte und Stütze für die Menschen Ausgabe 39 | Mittwoch, 23. September 2026

2016 wurde die Einrichtung am Getreidemarkt eröffnet. Heute werden Waren von 125 regionalen Produzenten zum Kauf angeboten, 90 Personen fanden bisher Arbeit. Bei der Feier blickte LBI-Leiter Bachmann auf die Geschichte zurück, die Politik war voll des Lobes.

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Unterkärntner Nachrichten Redakteur Horst Kakl Von Horst Kakl kaklno@spamunterkaerntner.at
Vizebürgermeister Jürgen Jöbstl, Bundesrätin Claudia Arpa, LH-Stv. Gaby Schaunig, LBI-Geschäftsführer Roland Bachmann, Leiterin des Hauses der Region Barbara Scheiber und Bachmanns Nachfolgerin Elisabeth Hübler (v. l.) bei der Jubiläumsfeier in der Vorwoche. Pulsinger

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Wolfsberg. Der Bambergsaal im Haus der Region in Wolfsberg war gerammelt voll, als am Mittwoch der Vorwoche zum Jubiläum geladen wurde: Vor zehn Jahren, am 31. Mai 2016, fand der erste Verkaufstag regionaler Produkte im Bamberghaus am Getreidemarkt statt. Auch wenn das denkwürdige Datum bereits einige Monate liegt, tat das der festlichen Stimmung keinen Abbruch.

Roland Bachmann (siehe auch S. 6), Geschäftsführer der Lavanttaler Beschäftigungsinitiative LBI, die hinter der Verkaufsplattform steht, zählte bei der Feier vor prominentem Publikum auf: »Wir hatten beim Start 70 Lieferanten, heute sind es 125. In den vergangenen zehn Jahren haben wir von ihnen Waren im Wert von 1,8 Millionen Euro eingekauft. Wir haben 1,1 Millionen an Löhnen und Lohnnebenkosten bezahlt und mehr als 300.000 Euro Miete und Betriebskosten an den Eigentümer des Hauses (Anm.: die Wolfsberger Stadtwerke) überwiesen.« Heute werden rund 1.800 hochwertige bäuerliche Produkte, Lavanttaler Weine und Kunsthandwerk aus der Region zum Kauf angeboten.

»In zehn Jahren haben wir Waren im Wert von 1,8 Millionen Euro eingekauft«
Roland Bachmann, Geschäftsfüher LBI

Doch der Beginn des Hauses der Region war nicht einfach. 2015 hatte das Benediktinerstift St. Paul die Idee geboren, im ehemaligen Kapuzinerkloster in Wolfsberg, das damals bereits dem Stift gehörte, einen Klosterverkaufsladen zu betreiben. Das Projekt stand, »dann lehnte der Konvent des Stifts ab«, so Bachmann.

Kurze Zeit später meldete sich der damalige Bürgermeister Hans-Peter Schlagholz – auch er war unter den Festgästen – bei Bachmann und fragte, ob sich das Konzept für das leerstehende Bamberghaus anpassen ließe. Es war möglich.

Mit Geld der Stadt und aus dem EU-Leader-Projekt wurde das als Bürohaus genutzte Gebäude in drei Monaten umgebaut und 2016 als Haus der Region eröffnet. Seither wird es als gemeinnütziges Beschäftigungsprojekt mit Unterstützung des AMS Kärnten und des Landes Kärnten betrieben. 90 Personen wurden über das Projekt angestellt, insbesondere Frauen und Wiedereinsteiger, 50 Prozent fassten auf diese Weise wieder Fuß am Arbeitsmarkt. Mittlerweile gibt es auch ein eigenes Gartenprojekt.

Doch die Zeiten waren nicht immer einfach. Wurde die Corona-Pandemie dank der Hilfe des AMS noch gut überwunden, folgte danach der Umbau des Getreidemarkts. Bachmann: »Er traf uns schwer, rund sechs Monate lang gab es für Lieferanten und Kunden keinen Zugang zum Haus der Region.« Doch auch diese »Nagelprobe« stand die Einrichtung durch.

Bachmanns Ausblick in die Zukunft fiel rosiger aus: »Wir haben mit dem Land und dem AMS starke Partner, die uns helfen. Und seit heuer unterstützt auch der Europäische Sozialfonds ESF das Projekt.« Danach kündigte er seinen Rückzug in den Ruhestand mit Ende des Jahres an und stellte seine Nachfolgerin vor: Elisabeth Hübler wird als neue LBI-Geschäftsführerin an seine Stelle treten.

»Ein super Projekt!«

LHStv. Gaby Schaunig war die erste Festrednerin. Ihr Einleitungssatz drückte ihre Wertschätzung aus: »Das ist einfach ein super Projekt!«  Es schaffe für Menschen neue berufliche Perspektiven, »dafür danke ich dem gesamten Team«. 

Peter Wedenig, Leiter des AMS Kärnten, betonte die 50-prozentige Vermittlungsquote der Mitarbeiter des Beschäftigungsprojekts: »Das ist eine tolle Leistung!« Und: »Hier werden Menschen in die erste Beschäftigung oder aus einer Krise heraus begleitet. Und es wird etwas für das Lavanttal bewegt.«

Der Wolfsberger Bürgermeister Alexander Radl hob das Team hervor: »Was bringt ein Haus, wenn nicht die Menschen wären, darunter Roland Bachmann und Elisabeth Hübler. Das Lavanttal hat kulinarisch viel zu bieten, hier wird Qualität geboten.« Radl dankte Schlagholz für sein einstiges Engagement und Johann »Casti« Schober, dem Initiator der Lavanttaler Beschäftigungsinitiative. Und in Richtung Bachmann fügte er hinzu: »Die Unterstützung der Stadt ist euch – im Rahmen der Möglichkeiten – gewiss.« 

Ehe zum Büffet mit Lavanttaler Spezialitäten geladen wurde, spielte die kleine Lena Raffling von der Musikschule Wolfsberg noch einmal auf ihrer Harmonika auf.

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