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St. Paul. Mit dem neuen Format »Musik im Stift« soll das traditionsreiche Benediktinerstift St. Paul zu einem lebendigen Treffpunkt für Musikliebhaber, Chorsänger und junge Künstler werden. Initiator des Projekts ist Stjepan Molnar, Stiftskapellmeister des Benediktinerstifts, der dem kulturellen Leben im Lavanttal neue Impulse verleihen möchte.
Das Stift St. Paul gilt seit jeher als bedeutender kultureller Ort in Kärnten. Doch während der Kultursommer bereits seit Jahren zahlreiche Besucher anzieht, soll nun auch der restliche Jahresverlauf von musikalischen Veranstaltungen geprägt werden. Die Idee dahinter ist einfach und zugleich ambitioniert: Die einzigartigen Räume des Stiftes sollen regelmäßig mit Leben, Begegnung und Klang erfüllt werden.
Den Auftakt bilden monatliche Kammermusikkonzerte, die in den historischen Räumlichkeiten des Stiftes stattfinden werden. Die ersten Termine stehen bereits fest: Am 22. Oktober, 12. November und 10. Dezember 2026 können Besucher musikalische Abende in besonderer Atmosphäre erleben. Dabei soll nicht nur etablierte Kunst präsentiert werden. Ein Anliegen des Projekts ist es, jungen Künstlern eine Bühne zu geben und ihnen wertvolle Auftrittsmöglichkeiten zu eröffnen.
Doch »Musik im Stift« geht weit über einzelne Konzerte hinaus. Geplant ist ein vielfältiges Programm, das auch die liturgische Musik stärker in den Mittelpunkt rückt. Der Stiftschor wird dabei gemeinsam mit Gastmusikern die Gottesdienste musikalisch gestalten und damit eine lange Tradition weiterführen. Gleichzeitig soll St. Paul zu einem musikalischen Knotenpunkt zwischen Graz und Klagenfurt werden, an dem sich Künstler, Musikschaffende und Publikum begegnen können.
Singtage im Stift
Ein besonderes Highlight des neuen Programms sind die erstmals ausgeschriebenen »Singtage im Stift«, die von 13. bis 15. November stattfinden. Sängerinnen, Sänger und Chorleiter aus der gesamten Region sind eingeladen, gemeinsam abwechslungsreiche Chorliteratur zu erarbeiten. Der musikalische Höhepunkt wartet am Sonntag, wenn die einstudierten Werke im Rahmen der Heiligen Messe aufgeführt werden. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, professionelle Einzelstimmbildung in Anspruch zu nehmen.
Die Ausschreibung richtet sich ausdrücklich an erfahrene Chorsänger ebenso wie an engagierte Chorleiter. Das Benediktinerstift setzt damit auf gemeinsames Lernen, musikalischen Austausch und das verbindende Erlebnis des Singens. Gerade in einer Zeit, in der viele Vereine um Nachwuchs und aktive Mitglieder kämpfen, könnte dieses Angebot weit über die Grenzen des Lavanttals hinaus Interesse wecken.
Das Benediktinerstift St. Paul setzt damit ein wichtiges Zeichen für kulturelle Vielfalt, regionale Vernetzung und die Förderung junger Talente.

Von Michael Swersina
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