Das Kraftwerk Köppelmühle in Bad St. Leonhard wird um 1,3 Millionen Euro von Grund auf erneuertAusgabe 36 | Mittwoch, 8. September 2021

Das 1926 errichtete Kraftwerk in Bad St. Leonhard ist in die Jahre gekommen. Die letzten größeren Instandhaltungsarbeiten fanden vor rund 27 Jahren statt. Nun investiert die Kiendler GmbH aus Ragnitz in der Steiermark rund 1,3 Millionen Euro in den Standort.

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Unterkärntner Nachrichten Redakteur Philipp Tripolt Von Philipp Tripolt tripoltno@spamunterkaerntner.at
Die Bauarbeiten beim Wasserkraftwerk Köppelmühle im Süden von Bad St. Leonhard schreiten voran. Die Fertigstellung soll noch in diesem Herbst erfolgen. Das steirische Familienunternehmen Kiendler GmbH, die Eigentümer des Kraftwerks ist, will mit der Investition einen Betrag zur Bereitstellung erneuerbarer Energien leisten. Foto: Kiendler GmbH

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Bad St. Leonhard, Ragnitz. Das Wasserkraftwerk Köppelmühle im Süden von Bad St. Leonhard ist in die Jahre gekommen und wird nun schon seit einigen Monaten erneuert.

Errichtet im Jahr 1926, wurde das Kraftwerk 1993 von der Kiendler GmbH mit Sitz in Ragnitz in der Steiermark erworben. Ein Jahr nach dem Kauf entschied sich das Unternehmen, die Wehranlage und ihre Steuerung zu erneuern. Bestehen blieb damals die alte Turbine. Seit den Arbeiten vor rund 27 Jahren wurden am Kraftwerk keine größeren Umbautätigkeiten durchgeführt – bis zum heurigen April. Denn seit dem Frühjahr wird das Kraftwerk Köppelmühle umgebaut und praktisch von Grund auf neu errichtet. »Das Kraftwerk ist in die Jahre gekommen. Eigentlich ist es ein kompletter Neubau. Nur ein Teil der Druckrohrleitung bleibt bestehen«, erklärt Projektleiter Reimar Zrinski.

Der Fertigstellungstermin ist laut dem Unternehmen für Oktober oder November dieses Jahres anvisiert. Die gesamte Investitionssumme für die Errichtung des neuen Wasserkraftwerks beträgt rund 1,3 Millionen Euro.

Gesteigerte Leistung
»Durch effizientere Technik und eine Restwasserturbine steigert sich die Nennleistung des Kraftwerks von ca. 110  Kilowatt auf 200 Kilowatt«, heißt es von Unternehmensseite. Der gewonnene Strom  soll laut derzeitiger Planung in das öffentliche Netz eingespeist und über die ÖMAG, die Abwicklungsstelle für Ökostrom, als Ökostrom verteilt werden.

»Wir produzieren Strom mit der Natur und nicht gegen die Natur«
Paul Kiendler, Geschäftsführer

Für die Umsetzung der aktuellen Bautätigkeiten gab es für das steirische Familienunternehmen eine Reihe von Auflagen zu beachten. Neben den baulichen Vorgaben, wie beispielsweise die Erhaltung des alten Mühlgangs, waren vor allem die Fischaufstiegshilfe und die Restwasserabgabe Bereiche, die es umzusetzen galt. »Unser Betrieb produziert nun schon seit über 100 Jahren Strom im Einklang mit der Natur. In Zusammenarbeit mit Ökologen versuchen wir ständig, unsere Wasserkraftwerke auf den neuesten Umweltschutzstandards zu betreiben«, erklärt Geschäftsführer Paul Kiendler.

Das Unternehmen erwartet sich, durch die Investition einen Beitrag zur erneuerbaren Energie zu leisten – unter Einhaltung aller ökologischer Vorgaben. »Wir produzieren Strom mit der Natur und nicht gegen die Natur«, so Paul Kiendler weiter.

Über die Kiendler GmbH
Zu den Leistungen der Kiendler-Firmengruppe gehören unter anderem Elektroinstallationen und Anlagenbau, der Elektrohandel samt Servicewerkstätten, das Betrieben einer Getreidemühle und die Erzeugung von Kürbiskernöl sowie die Energieerzeugung und -gewinnung durch E-Werke.

Das Familienunternehmen ist im Besitz von insgesamt sechs Wasserkraftwerken. Vier davon befinden sich im steirischen Ragnitz und Umgebung, eines, seit 1993, in Bad St. Leonhard. Im selben Jahr wurde auch das Wasserkraftwerk Sabathy bei Obdach erworben.

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