Marvin Kejzar fungiert seit Oktober beim WAC als das Bindeglied zwischen den Fans und dem VereinAusgabe 45 | Mittwoch, 10. November 2021

Seit Oktober ist Marvin Kejzar (21) der neue Fankoordinator des WAC. Seine Leidenschaft für Fußball entfachte die Weltmeisterschaft 2006. Gut erinnern kann er sich an sein erstes WAC-Spiel in der Lavanttal-Arena. Für die Wolfsberger Fans ist er als Ansprechperson da.

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Unterkärntner Nachrichten Redakteur Philipp Tripolt Von Philipp Tripolt tripoltno@spamunterkaerntner.at
Als Fankoordinator hat Kejzar zahlreiche Aufgaben – unter anderem die Organisation von Veranstaltungen aber auch für die Fans als Bindeglied zum Verein da zu sein. Foto: Pulsinger

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Wolfsberg. Vor neun Jahren war der heute 21-jährige Marvin Kejzar das erste Mal live im Stadion bei einem Spiel des RZ Pellets WAC mit dabei. »Es war ein Heimspiel gegen die Admira im November 2012«, erinnert sich Marvin. »Es war die erste Saison des WAC in der Bundesliga, ich habe alle Spiele mitverfolgt und meinen Papa immer wieder gefragt, ob wir nach Wolfsberg fahren und uns ein Spiel ansehen«, blickt Kejzar zurück, der aus der Nähe von Kraig im Bezirk St. Veit stammt. Das Spiel selbst war kein fußballerischer Leckerbissen, aber »mir hat die Atmosphäre gefallen«. Mit diesem Spiel war das Fanfeuer von Marvin endgültig entzündet.

Sein Interesse für den Fußball selbst entdeckte er während der Weltmeisterschaft 2006, wie er erklärt: »Das war das erste große Turnier, das ich mitverfolgt habe. Italien wurde damals Weltmeister und seit damals hege ich Sympathien für sie.«

Kejzar, der an der HTL Lastenstraße in Klagenfurt maturiert und aktuell an der TU Graz Wirtschaftsingenieurwesen studiert, fing in Kraig schließlich selbst an, aktiv Fußball zu spielen. Wenig später wechselte er in den WAC-Nachwuchs. 2018 machte Marvin seine Führerscheinprüfung und musste von da an nicht mehr seiner Vater überreden, um die Spiele des WAC besuchen zu können. Im selben Jahr wurde er Mitglied beim WAC-Fanclub Wolfsfront.

Fankoordinator gesucht
»Heuer im Sommer wollte ich bei der Wolfsfront mehr Verantwortung übernehmen. Der Verein ist ein schönes Hobby, deshalb wollte ich mich mehr einbringen. So ist es zu einem glücklichen Zufall gekommen, denn der WAC hat zur selben Zeit einen neuen Fankoordinator gesucht. Nach Gesprächen mit Vereinsverantwortlichen war schnell klar, dass ich die Funktion ausüben möchte«, blickt der neue Fankoordinator auf den Sommer zurück.

Marvin Kejzar ist Christian Thomas als Fankoordinator nachgefolgt. Seinen Aufgabenbereich beschreibt er wie folgt: »Ein großer Brocken ist sicher, die Ansprechperson, ein Bindeglied zwischen  Fans und Verein, zu sein. Außerdem kümmere ich mich um die Koordination von Choreographien. Hier gilt es viele Anrufe zu tätigen und abzuklären, was möglich und erlaubt ist. Ebenso zählt die Organisation von Veranstaltungen zu meinen Aufgaben.«

Unterschiedliche Aktionen fallen ebenfalls in seinen Bereich. So wurden gegen den SK Rapid Wien beispielsweise Schüler der Wolfsberger Schulen zum Spiel eingeladen. »Corona stellt uns allerdings vor große Herausforderungen. Das betrifft unter anderem die kurzfristige Umstellung von 3G auf 2G. Eine Autogrammstunde musste zum Beispiel abgesagt werden. Momentan ist es sehr schwer etwas zu planen, aber die Stimmung ist trotzdem immer wieder gut, vor allem wenn die Ergebnisse so ausfallen, wie zuletzt«, lacht Kejzar. Veranstaltungen, die in Planung sind, sind beispielsweise der »Tag des WAC«. »Es ist praktisch ein Tag der offenen Tür, bei dem es ein öffentliches Training und ein Hobbyturnier geben soll. Anvisiert ist dafür Anfang Mai. Ende Juni soll es wieder ein Fanopening geben, das noch größer und umfangreicher gestaltet wird.

»Lege einige Meter zurück«
Die Spiele des WAC verfolgt Marvin praktisch überall: »Ich bin im Spielertunnel dabei, wenn die Spieler auf das Feld kommen, bei einer Choreo stehe ich mitten in der Wolfsfront, bei einem Halbzeit-Programm bin ich am Feld. Ich lege schon den einen oder anderen Meter zurück«, lacht der Fankoordinator.
Mit seinem Fanatismus für den Verein hat Marvin mittlerweile nicht nur seinen Vater Anton, sondern bereits auch seine beiden Schwestern Emma (11) und Raphaela (16) angesteckt: »Vorher waren sie ab und an dabei aber jetzt haben sie gesehen, dass es wirklich lustig ist im Stadion.

Sein Wunschgegner für den WAC in naher Zukunft liegt übrigens nicht direkt auf der Hand: »Mir würde es gefallen, wenn der WAC gegen 1860 München spielt, was aber wohl leider nicht so schnell passieren wird. Ich habe ein Praktikum in München gemacht, wo mich ein Kollege zu einem Spiel von 1860 mitgenommen hat. Die Stimmung und die deutsche Mentalität im Stadion haben mir sofort gefallen«.

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