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St. Paul, Wolfsberg. Die Suche nach der neuen Wolfsberger Marktprinzessin, und damit der Nachfolgerin von Lisa Vallant, ist beendet. Miriam Findenig (29) aus St. Paul konnte die Wahl für sich entscheiden und wird nun für eine Periode von zwei Jahren als sympathische Botschafterin für den Schönsonntag- und Kolomonimarkt tätig sein.
Geboren in Wolfsberg, lebt die bald 30-Jährige – »am 18. April ist es soweit«, sagt sie lachend – in St. Paul und ist Mutter eines 17 Monate alten Sohns, Mattheo, der in ihrem Leben eine zentrale Rolle spielt. »Die Familie ist mir sehr wichtig«, betont sie. Neben ihrem Sohn gehören auch ihre Mutter und ihre beiden jüngeren Zwillingsschwestern zu ihrem engsten Kreis. Beruflich hat Miriam Findenig einen Weg eingeschlagen, der ihre Freude am Umgang mit Menschen widerspiegelt. Ursprünglich als Fußpflegerin und Kosmetikerin ausgebildet, zwang sie eine Allergie zu einer Neuorientierung. »Ich habe dann eine dreijährige Ausbildung gemacht und bin jetzt seit acht Jahren als Diplom-Sozialbetreuerin im Bereich Behindertenbegleitung tätig«, erzählt sie. Heute arbeitet sie in der psychosozialen Wohnbetreuung Gabrielhof in Moosburg. »Ich wollte immer mit Menschen arbeiten. Das macht mir große Freude«, sagt sie.
Dass sie nun Marktprinzessin ist, verdankt sie auch einem kleinen Anstoß von außen. »Ich wurde von einer Freundin etwas ›hingedrängt‹, gibt sie schmunzelnd zu und sagt: »Ich habe dann länger darüber nachgedacht, mich zu bewerben und wer ist nicht gerne Prinzessin?« Der Bewerbungsprozess verlief unkompliziert: »Ich habe eine Bewerbung geschrieben, ein paar Tage später wurde ich zum Gespräch vor einer Jury eingeladen und kurz darauf habe ich auch schon die Zusage erhalten. Ich habe mich natürlich sehr darüber gefreut, dass ich die neue Marktprinzessin sein darf.«
Anprobe und Fotoshooting
Unmittelbar nach der Wahl standen und stehen für die St. Paulerin Termine am Programm. Die Dirndl-Anprobe für das Wolfsberger Dirndl, das sie bei den Märkten tragen wird, ist bereits abgeschlossen, das Fotoshooting steht demnächst bevor.
»Das Essen am Markt ist besonders, aber auch die Unterhaltung und das Stöbern bei den Ständen«
Miriam Findenig, neue Marktprinzessin
Ihren offiziellen ersten Auftritt als Prinzessin wird Findenig Anfang Juni haben, wenn von 5. bis 7. Juni der Schönsonntagmarkt in der Wolfsberger Innenstadt über die Bühne geht. Da darf auch die Frage an die neue Prinzessin gestattet sein: Markt in der Stadt oder am Marktgelände? »Ich finde der Schönsonntagmarkt gehört in die Stadt, man kann durch die Altstadt flanieren. Das hat einfach mehr Charme. Am Marktgelände geht im Herbst der Kolomonimarkt über die Bühne und so gibt es eine schöne Abwechslung«, sagt sie.
Über Wolfsberg hinaus
Was sie an ihrer neuen Aufgabe besonders reizt, ist klar: »Ich freue mich darauf, neue Leute kennenzulernen und die Wolfsberger Märkte mit meiner offenen Art zu vertreten.« Auch über Wolfsberg hinaus wird sie als Repräsentantin tätig sein. Geplant sind unter anderem Besuche beim St. Veiter Wiesenmarkt, beim Villacher Kirchtag, beim Josefimarkt in Eberndorf sowie beim Bleiburger Wiesenmarkt. Das Amt der Wolfsberger Marktprinzessin wird sie für zwei Jahre bekleiden.
Als regelmäßige Marktbesucherin sagt sie: »Das Essen am Markt ist etwas Besonderes, aber auch die Unterhaltung und das Stöbern bei den Ständen. Seit ich Mutter bin, haben auch die Fahrgeschäfte eine neue Bedeutung bekommen.« Besonders schätzt sie die Vielfalt und das gelebte Brauchtum: »Die verschiedenen Angebote machen die Märkte aus.«
Mit ihrer offenen Art und ihrer Begeisterung für Menschen bringt Miriam Findenig beste Voraussetzungen für ihre Rolle als Marktprinzessin mit. »Ich freue mich auf eine schöne Zeit«, sagt sie.

Von Philipp Tripolt
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