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Daniel Oberländer: »Menschen zu helfen, wenn sie Unterstützung brauchen, motiviert mich jeden Tag«Ausgabe 29 | Mittwoch, 15. Juli 2026

Ende Juni übernahm der 38-Jährige das Präsidentenamt des Round Table 38 von Bernd Steinlechner. Mit Veranstaltungen lukriert der Verein Geld, um bedürftigen Familien zu helfen. Oberländer ist auch Geschäftsführer von »Das Rad« und dreifacher Familienvater.

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Unterkärntner Nachrichten Redakteur Philipp Tripolt Von Philipp Tripolt tripoltno@spamunterkaerntner.at
Rechts: Daniel Oberländer (l.) folgte Bernd Steinlechner (r.) als Präsident des Round Table 38 nach. Der 38-Jährige und seine Frau Lisa sind die Geschäftsführer von »Das Rad«. Links: Daniel und Lisa mit den drei Söhnen Leano (12), Nevio (6) und Romeo (15) (v. l.). Fotos: Tribondeau (1), KK (1)

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Wolfsberg. Daniel Oberländer ist Geschäftsführer des Fahrradfachgeschäfts »Das Rad Oberländer«, Familienvater – und seit Ende Juni Präsident des Round Table 38 Wolfsberg. »Eigentlich war mein Traum immer, Profifußballer zu werden. Später wollte ich unbedingt mit Kindern arbeiten und Lehrer werden. Das habe ich dann auch gemacht, und der Beruf hat mir wirklich sehr gut gefallen. Irgendwann habe ich aber gemerkt, dass ich noch eine zusätzliche Herausforderung brauche. Ich bin einfach ein umtriebiger Mensch, möchte etwas bewegen und Dinge weiterentwickeln«, erzählt Oberländer.

Nach der Matura in Klagenfurt studierte er in Graz und unterrichtete mehrere Jahre lang, zuletzt in St. Stefan. Parallel dazu blieb das Fahrradgeschäft seines Vaters Karl stets Teil seines Lebens. »Ich bin praktisch im Betrieb aufgewachsen. Das Geschäft war im eigenen Haus und ich habe meinem Papa von klein auf geholfen. Er hat meinen Bruder Thomas und mich immer wieder gefragt, ob einer von uns den Betrieb einmal übernehmen möchte. Als meine Ausbildungen abgeschlossen waren, unsere ersten beiden Kinder größer wurden und mein Vater an die Pension dachte, hat sich diese Herausforderung dann ergeben«, sagt der heute 38-Jährige.

Im März 2023 übernahmen Daniel und seine Frau Lisa schließlich das Unternehmen. Heute blickt er mit großer Zufriedenheit auf diese Entscheidung zurück: »Rückblickend war das eine der besten Entscheidungen unseres Lebens. Meine Frau und ich können heute genau das machen, was wir uns immer gewünscht haben. Unser Antrieb ist es, Menschen mit einem coolen Produkt glücklich zu machen. Wir haben jeden Tag mit Menschen zu tun, auch mit Kindern und Jugendlichen, wenn auch auf eine andere Art als früher in der Schule. Dieses Gefühl, anderen Freude zu bereiten, ist geblieben.«

Der neue Standort
Mit der Übernahme des Betriebs verband Oberländer klare Vorstellungen. »Für mich war von Anfang an klar, dass wir den Standort wechseln müssen. Das Geschäft war im Elternhaus und ich wollte, dass mein Vater seine Pension wirklich genießen kann. Jetzt ist er noch im Betrieb tätig, beschäftigt sich aber nicht mehr mit Buchhaltung oder Büroarbeiten, sondern kann das machen, was ihm immer am meisten Freude bereitet hat – mit den Menschen zusammen sein. Gleichzeitig wollten Lisa und ich ein Geschäft schaffen, das nachhaltig, möglichst autark und vor allem ein Ort ist, an dem sich unsere Kunden vom ersten Moment an wohlfühlen«, blickt Daniel Oberländer zurück. Im Jahr 2022 begann der Neubau des im Jahr darauf eröffneten neuen Standorts im Grenzweg 11 in St. Stefan.

Dass dieses Konzept des Wohlfühlens funktioniert, führt er auf das gesamte Team zurück. Elf Personen arbeiten heute im Betrieb, darunter zwei Lehrlinge – im September kommt bereits der dritte dazu. Rund 1.000 Fahrräder stehen zu Saisonbeginn auf ebenso vielen Quadratmetern Verkaufsfläche bereit.

Präsidentschaft beim Round Table
Dass ihm das Wohl anderer Menschen besonders am Herzen liegt, zeigt sich auch in seinem Engagement beim Round Table 38 Wolfsberg. Vor zwei Jahren machte ihn sein langjähriger Freund Mario Ellersdorfer auf den Serviceclub aufmerksam. Oberländer sagt: »Mario hat mir erklärt, worum es beim Round Table geht, und ich habe sofort gespürt, dass das genau zu mir passt. Nach vielen Jahren im Fußballverein war das für mich der Verein, der mich wieder richtig erfüllt hat. Mittlerweile ist der Round Table eine absolute Herzensangelegenheit geworden. Wir wissen alle, dass nicht überall alles rosig aussieht. Wenn wir mit unserer Zeit und unserem Einsatz dazu beitragen können, dass es Familien oder einzelnen Menschen ein bisschen besser geht, dann ist das etwas unglaublich Wertvolles.«

»Wenn wir beitragen können, dass es Menschen besser geht, dann ist das etwas Wertvolles« 
Daniel Oberländer, Präsident Round Table 38

Alle zwei Wochen treffen sich die Mitglieder, beraten unter anderem über Hilfsfälle und planen Veranstaltungen. Seit Ende Juni steht Oberländer als Präsident an der Spitze des Clubs. »Als mich Bernd Steinlechner im Vorjahr gefragt hat, ob ich sein Vizepräsident werden möchte, musste ich nicht lange überlegen. Dass ich jetzt Präsident sein darf, ist für mich eine große Ehre. Mir war wichtig, dass Mario Ellersdorfer mein Vize wird, weil ich ihm wünsche, dass auch er diese Aufgabe einmal übernehmen kann«, sagt Daniel Oberländer. Beim Round Table ernennt der Präsident seinen Vize. Dieser ist der Wahlvorschlag für die Präsidentenwahl.

Für sein Präsidentenjahr hat Oberländer ein klares Ziel. »Wir wollen wieder Veranstaltungen organisieren, um Geld für bedürftige Familien zu sammeln. Das Schöne daran ist, dass eigentlich nicht nur wir helfen. Es helfen vor allem die Menschen, die unsere Veranstaltungen besuchen, Eintritt bezahlen, etwas konsumieren oder in die Spendenbox werfen. Jeder Euro kommt dort an, wo er gebraucht wird. Ohne diese Unterstützung könnten wir vieles gar nicht umsetzen. Am Ende zählt nur, dass den Menschen geholfen wird und ihr Alltag dadurch vielleicht ein Stück leichter wird.«

Mit dem Vortrag des Extremradfahrers Christoph Strasser am 2. Oktober in der Artbox, der »Nacht der Chöre«, dem »Hüpfburg Winter Paradies« im Dezember und nächstes Jahr im Feber wartet ein abwechslungsreiches Programm in den kommenden Monaten auf die Bevölkerung. Und so haben beruflicher Alltag und der Round Table eine große Gemeinsamkeit, wie der neue Präsident sagt: »Menschen glücklich zu machen und ihnen zu helfen, wenn sie Unterstützung brauchen. Genau das motiviert mich jeden Tag.«

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