Christian Timmerer: »Der Emmy Award ist eine schöne und besondere Auszeichnung für uns«Ausgabe 7 | Mittwoch, 17. Februar 2021

Der Lavanttaler Christian Timmerer, CIO von »bitmovin«, kann sich über eine sehr prestigeträchtige Auszeichnung freuen. »bitmovin« erhielt kürzlich den »Technology & Engineering Emmy Award« für deren Technologien zum Streaming von Inhalten im Internet.

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Wolfsberg. Das erste Mal hatte Christian Timmerer eigentlich recht spät mit Computern zu tun. Es begann während seiner Schulzeit in der HTL in der er so richtig damit in Berührung kam. Zu dieser Zeit wurde im Hause Timmerer auch erstmals ein PC angeschafft, zum Zocken nutzte Timmerer den legendären Commodore C64. In dieser Zeit wurde durch einen Professor an der HTL sein Interesse für Informatik geweckt, und so entschied sich Timmerer nach der Matura für ein Informatikstudium in Klagenfurt. 

Auch nach dem Studienabschluss blieb er der Universität treu, ab 2006 war er Assistenzprofessor an der Alpen Adria Universität in Klagenfurt, wo er 2014 auch  habilitierte. Seitdem arbeitet er am Institut für Informationstechnologie in der Forschung und der Lehre und ist stellvertretender Institutsvorstand. Außerdem ist Timmer Geschäftsführer des Fördervereins der Technischen Fakultät an der Universität Klagenfurt. 

»Es ist eine wirklich besondere und schöne Auszeichnung für ›bitmovin‹«
Christian  Timmerer, CIO bitmovin

2002 begann der Lavanttaler an einer Standardisierung von Videocodes zu arbeiten. 2013 gründete er gemeinsam mit zwei ehemaligen Diplomanden die »bitmovin«-GmbH, bei der er bis heute als CIO – Chief Innovation Officer – fungiert. Mittlerweile ist »bitmovin« mit Streaming-Software weltweit tätig und auch sehr erfolgreich. Der Firmensitz des Kärntner Unternehmens liegt im amerikanischen San Francisco. 

Christian Timmerer erklärt: »Wenn man in den USA nach dortigem Recht Geschäfte machen will, muss man eine Firma in den USA haben. Außerdem war es eine Auflage eines US-amerikanisches Gründerzentrum, mit dem wir zusammenarbeiteten.« Abgesehen vom Headquarter in den Vereinigten Staaten verfügt »bitmovin« über zahlreiche Büros weltweit, darunter in New York, Chicago, Wien, London, Hong Kong, Sao Paulo und Klagenfurt. Über 400 Kunden weltweit werden von dem Unternehmen bedient. 2020 wurde das Christian Doppler-Labor in Klagenfurt eröffnet, wo bitmovin  an neuen Methoden für das Videostreaming forscht. 

Emmy-Award gewonnen

Im Jänner wurde das Unternehmen mit dem »Technology & Engineering Emmy Award by the National Academy of Television Arts and Sciences (NATAS)« ausgezeichnet. Die Auszeichnung erhielt »bitmovin« für eine Technologie, bei der es um die Videoaufbereitung von Streaming-Videos im Internet geht. 

»Dabei wird die Qualität maximiert und die Ressourcen werden optimal eingesetzt. Damit werden die Prozesse schneller und dadurch auch günstiger«, erzählt Timmerer. Große Unternehmen oder Franchises wie BBC, die australische National Rugby League und Globo Brazil nutzen bereits die Technologie von »bitmovin« für deren Übertragungen.

Positiv für die Auftragslage 

Für Timmerer ist es aber nicht der erste Emmy-Award, den er gewonnen hat. Er arbeitet bereits seit 20 Jahren an der Standardisierung von Streaming und ist Teil der »Moving Picture Expert Group«, mit der er den begehrten Preis bereits sechs Mal gewinnen konnte. »Es ist eine besondere Auszeichnung für ›bitmovin‹. Besonders in den USA ist der Medienrummel um die Preisverleihung sehr groß. Der Preis hat aber auch positive Auswirkungen auf die zukünftige Auftragslage«, sagt Timmerer.

Normalerweise wird der Preis im Rahmen einer großen Messe der National Association of Broad-Casting im März in Las Vegas vergeben. Aufgrund der aktuellen Situation durch die Corona-Pandemie wurde die Preisverleihung auf Oktober verlegt. 

Der Award

Der »Technology and Engineering Emmy Award« wird für außerordentliche Leistungen im technischen Bereich vergeben. Der Award geht an Einzelpersonen, Unternehmen oder wissenschaftliche Organisationen aus den Bereichen Standardisierung, Verbesserung bestehender oder Entwicklung neuer Technologien im Film- und Fernsehbereich. Die Jury setzt sich aus hoch qualifizierten Ingenieuren der Filmindustrie zusammen. 

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