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Dominik Tomschy kocht sich mit viel Leidenschaft und einem Taubenherz‑Dessert ins Rampenlicht Ausgabe 25 | Mittwoch, 17. Juni 2026

Dominik Tomschy aus Bad St. Leonhard hat es geschafft: Der 26‑Jährige Souschef des »Roots« in Wolfsberg wurde kürzlich zum diesjährigen »Jungen Wilden« gekürt. Mit einem mutigen Taubenherz‑Dessert und viel Leidenschaft kochte er sich an die Spitze.

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Bad St. Leonhard. Der 26‑Jährige Dominik Tomschy aus Bad St. Leonhard steht im »Roots« in Wolfsberg am Herd – und seit Kurzem auch im Rampenlicht der europäischen Kochszene. Denn Dominik ist der neue »Junge Wilde 2026«, ein prestigeträchtiger  Award, der nur an Köche unter 30 Jahren geht, »die Mut statt Muster servieren«, wie der Bewerb beworben wird.  

Doch bevor er Teller mit Taubenherz-Desserts baute, begann seine Geschichte ganz anders: Nach der Hauptschule in Bad St. Leonhard in einer Phase, in der er noch nicht wusste, wohin es ihn ziehen würde. Zwei Jahre Hotelfachschule in Bad Gleichenberg folgten – »war nicht so meins«, sagt er heute. Also brach er ab, begann im Parkhotel in Pörtschach eine Kochlehre, zog weiter in die »Schneggerei« am Arlberg, dann heuerte er für Saisonjobs am Ossiacher See, am Wörthersee, in der Steiermark an.  »Ich wollte alles sehen«, sagt er. 

Mit 21 übernahm er im »Badido« in Bad St. Leonhard bereits die Küchenleitung. Ein Jahr später kochte er mit Ralph Kollnitzer am Reiterhof Stückler – heute sein Küchenchef und wichtigster Unterstützer. Seit zwei Jahren stehen die beiden im »Roots« in Wolfsberg Seite an Seite.  

Dominik ist dort Souschef – die rechte Hand des Küchenchefs, der Mann, der kontrolliert, korrigiert, organisiert. Wenn Ralph nicht da ist, führt er die Küche allein.  

Und doch: Der Wettbewerb, die Bühne, der Druck – das ist eigentlich nicht seine Welt.  »Wettbewerbe sind nicht so meins. Aber die Teilnahme bei ›Junge Wilde‹ war eine super Erfahrung«, sagt er.  

Der Traum vom Cover

Vor fünf Jahren besuchte Dominik die »Rolling Pin Convention« in Graz. Er sah die Bühne, die Show, die Energie – und das Cover des Magazins.  Das »Rolling Pin Magazin« ist eines der führenden Fachmagazine und Jobportale für die Gastronomie, Hotellerie und den Tourismus im deutschsprachigen Raum. Und nach der Convention sagte Tomschy: »Auf das Cover dieses Magazins will ich drauf.« 

2024 war er erstmals bei »Die jungen Wilden« dabei, schaffte es aber nicht unter die besten Sechs für das Finale. 2026 versuchte es Tomschy erneut. Und diesmal mit Erfolg. 2.000 Bewerber stellten sich heuer der Herausforderung in der Messe Graz, sechs davon kamen ins Semifinale, drei ins Finale, wo sie sich einer hochkarätigen Jury stellen mussten. Und Tomschy sicherte sich den Titel.

Sowohl im Finale als auch im Semifinale mussten die Köche vier Gänge auf die Teller zaubern.  »Man bekommt Zutaten, die man verarbeiten muss, vorgegeben, auch ein paar Techniken werden vorgegeben. Aber der Rest bleibt einem selbst überlassen«, erzählt Tomschy. Im Finale kam noch eine Mystery-Zutat hinzu, die eingebaut werden musste. Diesmal war es ein Taubenherz, ein echtes.

Nach einer Vorspeise, einem Pastagang und dem Hauptgang, nutzte Tomschy das Taubenherz für das Dessert. Der Lavanttaler machte daraus ein Tartar mit Kirschen, viel Salz, Amalfi-Zitrone und Crème brûlée. »Ich denke, das war das ausschlaggebende für den Sieg. Es war sehr wild, aber genau das wollte die Jury ja«, lacht Tomschy, der weiter meint: »Der Sieg ist für mich noch immer nicht greifbar, aber es hat sich ein Traum erfüllt.«

Der Preis: Tomschy kommt auf das Cover der nächsten »Rolling Pin«-Ausgabe und darf zehn Tage bei einem Koch seiner Wahl mitarbeiten. »Ich denke, ich werde diese zehn Tage im Restaurant ›Alchemist‹ in Kopenhagen nutzen. Dort wird kreativ gekocht, unter anderem auch mit Ameisen. Das Restaurant ist ein Vorreiter, das reizt mich«, sagt Tomschy.

Malen und Fußball

Wenn der 26-Jährige nicht kocht, malt er oder spielt Fußball – früher beim SV Bad St. Leonhard und in  Reichenfels, heute beim FC Macchiato in der Lavanttaler Hobbyliga. Und wie kocht er zuhause? »Zuhause kocht meine Freundin, die eine sehr gute Köchin ist. Am liebsten mag ich ihren Flammkuchen und Nudelsalat«, erzählt er. 

Im »Roots« in Wolfsberg, das im Herbst des Vorjahrs eröffnete, fühlt sich Tomschy wohl. »Wir sind auf einem guten Weg, wir haben schon ein paar Auszeichnungen bekommen. Ich möchte mich auch bei Chefkoch Ralph Kollnitzer bedanken, der mich zur Teilnahme bei den ›jungen Wilden‹  überredet und dabei auch sehr unterstützt hat. Ohne ihn wäre das alles nicht gegangen«, zeigt sich der junge wilde Koch dankbar.

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