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Vom Ironman zum Xterra‑Meister: Wie Günther Rampitsch die Cross‑Triathlon‑Szene dominiertAusgabe 38 | Mittwoch, 16. September 2026

Günther Rampitsch (54) hat das Asphalt‑Triathlonkapitel abgeschlossen und seine Leidenschaft im Cross‑Triathlon gefunden. Mit Schwimmen im See, harten MTB‑Passagen und Geländeläufen sammelte der Lavanttaler nationale Titel und konstante Podestplätzen.

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Unterkärntner Nachrichten Redakteur Michael Swersina Von Michael Swersina m.swersinano@spamunterkaerntner.at
Links: Günther Rampitsch (2. v. l.) holte sich heuer zum zweiten Mal den österreichischen Meistertitel im Xterra-Triathlon in seiner Altersklasse. Rechts: Ein Teil des Xterra-Triathlons ist das Mountainbike. Eine Strecke von bis zu rund 35 Kilometern im Gelände mit rund 1.000 bis 1.300 Höhenmetern ist dabei zu bewältigen. KK (1), Zosportu (1)

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Prebl. Günther Rampitsch ist kein Typ für Asphalt‑Triathlon. Der 54‑jährige Prebler hat seine Leidenschaft im Gelände gefunden: Xterra‑Cross‑Triathlons mit Schwimmen im See oder Meer, harten Mountainbike‑Passagen und Geländeläufen.

»Ich war schon als Kind sportlich sehr aktiv«, sagt Rampitsch. Laufen und Radfahren begleiteten ihn früh; mit 26 Jahren begann er Marathons zu laufen, zweimal war er beim Graz‑Marathon am Start. Der Reiz des Triathlons war immer da, doch das Schwimmen war lange ein Hindernis. 2008 holte er sich einen Schwimmtrainer, und 2010 stand er beim Ironman in Klagenfurt am Start – mit dem Ziel, die Distanz in unter zehn Stunden zu schaffen. Er erreichte es. Für Rampitsch war das Häkchen gesetzt: »Damit war für mich das Thema auch schon wieder erledigt.« Der Wechsel zum Cross‑Triathlon folgte aus Liebe zum Gelände. Bereits 2009 nahm er am Cross‑Triathlon am Klopeiner See teil. Rampitsch erklärt: »Ich war immer gerne im Gelände.  Die Kombination aus Mountainbike‑Passagen mit vielen Höhenmetern und anspruchsvollen Geländeläufen entspricht meinem Naturell mehr als monotone Straßenrennen.«

 Natur, Technik, Taktik

Xterra‑Rennen sind keine Standard‑Triathlons: 1.500 Meter Schwimmen, 30 bis 35 Kilometer Mountainbike mit 1.000 bis 1.300 Höhenmetern und bis zu zehn  Kilometer Geländelauf mit rund 300 Höhenmetern. Rampitsch beschreibt das Schwimmen: »Zu 90 Prozent hat man einen sogenannten Australian Exit – man schwimmt 750 Meter, läuft zehn Meter an Land, springt wieder ins Wasser und absolviert die restlichen 750 Meter. Die Bewerbe finden in Seen oder am Meer statt. Die Natur ist Teil des Wettkampfs.«

Seine Bilanz ist beeindruckend: Mit Triathlons nahm Rampitsch an 25 Bewerben teil, davon elf Xterra‑Starts. Bei den österreichischen Meisterschaften in Altaussee am 29. August stand er erneut auf dem Podest und holte sich den österreichischen Meistertitel im Xterra – zum zweiten Mal.

Auch sein Resümee in der Altersklasse 50 bis 54 Jahre kann sich sehen lassen: Österreichischer Meister 2024 und 2026, Vizemeister 2022 und 2025 sowie Dritter im Jahr 2023. Rampitsch sagt mit einem Lächeln: »Ich war jedes Jahr am Stockerl. Der Titel heuer war ein schöner Abschluss für die Altersklasse 50 bis 54 Jahre. Ab dem nächsten Jahr muss ich in der Klasse 55 bis 59 Jahre an den Start gehen.« 

Training, Material und Alltag

Er trainiert diszipliniert: neun bis 14 Stunden pro Woche, aufgeteilt in zwei Schwimmeinheiten, drei Radeinheiten (Freiluft und Ergometer), drei Laufeinheiten, zwei Kraft‑ und Stabilisationseinheiten sowie eine Kombi‑Session (Rad und Lauf hintereinander). Technik ist für ihn ein Schlüssel: »Da ich erst spät mit dem Schwimmen begann, kompensiere ich die körperlichen Verluste durch das Älterwerden mit besserer Technik. Das ist der Grund, warum sich meine Schwimmzeiten in den vergangenen Jahren verbessert haben.«

Finanziell stemmt er das alles privat. Cross‑Triathlons bedeuten Reisekosten, Übernachtungen und Materialverschleiß. »Man muss die Strecke immer vorher anschauen, ablaufen und abfahren. Materialdefekte können ein Rennen beenden – wie in Kroatien dieses Jahr, wo ich wegen eines Defekts aufgeben musste. Pro Rennen muss man immer ein paar Tage vor Ort einkalkulieren – und das kostet natürlich«, erzählt der österreichische Meister.

In der laufenden Saison bestritt Rampitsch drei Bewerbe, wurde in der Slowakei Vierter, musste in Kroatien aufgeben und stand in Altaussee ganz oben auf dem Podest. Für das kommende Jahr plant er drei Bewerbe. Nach einer kurzen Erholungsphase will er Ende September wieder mit einem strukturierten Trainingsplan starten. Sein Credo: »Konsequentes, regelmäßiges Training bringt mehr als exotische Einheiten.« Diese Bodenständigkeit, kombiniert mit Liebe zur Natur und technischer Finesse, machen ihn zu einem Vorbild in der Xterra‑Szene.

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