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Triest, Wolfsberg. Seit Samstag, 29. August, liegt die »Diwa II«, die Yacht des WAC-Präsidenten Dietmar Riegler und seiner Frau Waltraud, bereits in 15 Metern Tiefe vor der italienischen Hafenstadt Triest. Seither wird daran gearbeitet, das Motorboot wieder an die Oberfläche zu bringen. Kein einfaches Unterfangen, wie sich zeigt.
Vor Ort hat der Wolfsberger Anwalt Christian Ragger die Koordination der Bergung übernommen. Er sagte am Dienstag, 15. September, zu den Unterkärntner Nahrichten: »Nein, das Boot ist noch nicht an der Oberfläche. Ich denke, wir werden es in den nächsten Tagen heben können.« Am Dienstag war eine Unterwasser-Untersuchung der »Diwa II« angesetzt, um den Zustand zu erkunden.
»Danach wird das Boot entleert und zur Untersuchung nach Muggia geschleppt«
Christian Ragger koordiniert die Bergung
Denn bei der Bergung darf nichts danebengehen. Ragger: »Es liegt in der Haupteinfahrt des Hafens, der auch von großen Frachtschiffen genutzt wird.« Sollte bei der Hebung etwas passieren, wäre die Schneise blockiert – und der daraus entstehende Schaden »riesengroß«, so der Anwalt.
Mittlerweile sei mit der Capitaneria, der Hafenbehörde von Triest, alles geregelt. Jetzt ist geplant, ein Ponton, also eine schwimmende Plattform, zur »Diwa II« zu schleppen und sie damit zu heben.
Ragger: »Danach wird das Boot entleert und nach Muggia geschleppt, wo ein Sachverständiger die genaue Ursache des Untergangs klären muss.« Die derzeitige Vermutung: technisches Versagen. Die Wasseransaugung der Kühlanlage des Motors habe versagt und das Wasser ins Innere der Yacht gepumpt. Ragger: »Das würde die Schnelligkeit des Sinkens erklären.«
Fest steht bereits: Es war kein Alkohol im Spiel, dazu sind aus der »Diwa II« keine umweltgefährdenden Betriebsmittel ausgetreten.
Doch warum kümmert sich jetzt Ragger um die Bergung? »Meine Kanzlei hat einen Standort in Italien. Dietmar Riegler hat mich daher um Unterstützung ersucht«, so der Anwalt. Laut ihm wird die Yacht nach der Hebung nicht mehr zu gebrauchen sein: »Die Elektrik, die Einrichtung ‑ alles ist zerstört.«
Ereignisse überschlugen sich
Wie berichtet war das Ehepaar Riegler mit acht Freunden an jenem Samstagvormittag mit dem Boot von der Bucht von Sistiana, rund 20 Autominuten nordwestlich von Triest, aus gestartet, um nach Izola in Slowenien zu fahren. Vor Triest, etwa 300 Meter vom Festland entfernt, überschlugen sich die Ereignisse an Bord der 14 Meter langen »Diwa II«, die nach den Vornamen der Rieglers, Dietmar und Waltraud, benannt ist: Der Motor verlor an Leistung und setzte aus, Wasser drang ins Innere ein. Ein Notruf wurde abgesetzt, die »Diwa II« bekam Schlagseite und sank rasch. Andere Boote kamen der Besatzung zu Hilfe, Skipper Dietmar Riegler ging als Letzter von Bord. Verletzt wurde niemand.

Von Horst Kakl
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