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Polizeieinsatz wegen Polterrunde am Flughafen Klagenfurt: Ein Wolfsberger Fotograf war live dabei Ausgabe 35 | Mittwoch, 26. August 2026

Georg Bachhiesl wollte nach Mallorca – und war beim Wirbel am Flughafen mittendrin. Der Pilot verweigerte zwei Betrunkenen den Einstieg ins Flugzeug, die Lage eskalierte: Sieben Personen landeten auf der Inspektion. Bachhiesl erzählt, wie er das »Theater« erlebte.

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Unterkärntner Nachrichten Redakteur Horst Kakl Von Horst Kakl kaklno@spamunterkaerntner.at
Links: Die Sicherheitskontrolle am Flughafen Klagenfurt. Zwei Mitglieder der Polterrunde scheiterten beim Versuch, das Flugzeug (Bild Mitte) zu besteigen: Sie hatten im Flughafen-Restaurant zu tief ins Glas geschaut. Danach ging es erst richtig los. Rechts: Pressefotograf Bachhiesl schaffte es schließlich doch nach Mallorca – mit Verspätung. Bachhiesl (2), UN (1)

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Wolfsberg, Klagenfurt, Mallorca. Gehörigen Wirbel gab es am Freitag, 14. August, am Flughafen Klagenfurt. Ein Pilot verweigerte zwei Männern einer Polterrunde den Mitflug auf die spanische Ferieninsel Mallorca. Die Lage eskalierte, die Polizei musste einschreiten. Ein Wolfsberger war mittendrin: der Pressefotograf Georg Bachhiesl. Er sagt: »Das Ganze war gut für die Gastronomie am Flughafen – aber nicht für uns Passagiere.«

»Schon im Restaurant am Flughafen war es sehr laut, es wurde viel Bier und anderes getrunken«
Georg Bachhiesl, Fotograf und Mallorca-Reisender

Bachhiesl wollte für einige Tage nach Mallorca fliegen: »Am Freitag um 22.10 Uhr war der Abflug geplant. Schon im Flughafen-Restaurant war es sehr laut, es wurde viel Bier und anderes getrunken, die Stimmung war aber lustig.« Das sollte sich ändern. »Später in der Halle versuchte das Flughafen-Personal, die Leute ein wenig zu bremsen. Das gelang aber nicht so richtig«, berichtet der Fotograf. Die Emotionen heizten sich auf, ein Polizeibeamter kam dazu. Bachhiesl: »Der hat gesehen, was los war – und hat wohl Verstärkung angefordert.«

Zwei Mann abgeführt

Die Folgen sind im Polizeibericht nachzulesen: Nachdem der Pilot beschlossen hatte, die beiden Männer der Polterrunde wegen ihres hohen Alkoholspiegels nicht im Jet zu befördern, »kam es zu heftigen Diskussionen, was schließlich auch den Einsatz der Polizei erforderte. Die beiden Männer beschimpften die einschreitenden Beamten und mussten zur Klärung ihrer Identität auf die Polizeiinspektion gebracht werden«, steht im Bericht.

Bachhiesl: »Ich bin ins Flugzeug gestiegen, die Leute setzten sich auf ihre Plätze. Es war nur ein Teil der Polterrunde an Bord (Anm.: laut Polizei bestand sie aus acht Personen), der Bräutigam war auch dabei. Er gehörte also nicht zu denen, die vorher das Theater veranstaltet hatten.« 

Ruhe kehrte aber nicht ein, denn jetzt begannen im Flugzeug »Diskussionen mit den Stewardessen«, erzählt Bachhiesl. Das ging so lange, bis auch der Rest der »Polterer« wieder ausstieg. Danach schaukelte sich die Situation im Flughafen erneut auf. Nach Angaben der Polizei waren vier Personen »äußerst aggressiv, es kam zu Handgreiflichkeiten mit den einschreitenden Beamten«. Also wurden das Quartett wegen versuchten Widerstands gegen die Staatsgewalt und eine weitere Person wegen einer Verwaltungsübertretung vorläufig festgenommen. Ein Polizist erlitt bei der Amtshandlung leichte Verletzungen.

Bachhiesl: »Ich war im Flieger und habe die Eskalation draußen nicht mehr mitbekommen. Uns wurde mitgeteilt, dass wir eine Stunde Verspätung haben werden, um etwa 23.15 Uhr hob die Maschine ab. Um 1.15 Uhr waren wir in Palma«, der Hauptstadt von Mallorca. Dort verbrachte Bachhiesl einige lustige Tage, wie die Bilder und Videos auf seiner Facebook-Seite beweisen.

Ob die – mittlerweile wohl wieder nüchternen – Mitglieder der Polterrunde die Ereignisse heute amüsant finden, ist nicht bekannt. Sie müssen mit Anzeigen und Konsequenzen rechnen: Bei Widerstand gegen die Staatsgewalt drohen mehrere Jahre Haft. Dazu wird jede Verletzung eines Polizeibeamten als schwere Körperverletzung eingestuft – auch darauf steht Gefängnis.

Polizei ist nicht böse

Die Kärntner Polizei scheint der Hochzeitsgesellschaft aber nicht böse zu sein. Sie machte daraus auf Facebook den »Einsatz des Tages« und kommentierte: »Ausnüchtern in Annabichl (Anm.: hier liegen der Flughafen und die Inspektion) statt Ballern auf den Balearen.« Und: »Man ist dann glücklich verheiratet, wenn man lieber heimkommt als fortfährt. Wir passen auf euch auf, in guten wie in schlechten Zeiten« – versehen mit einem Emoji-Brautpaar. 

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