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Bad St. Leonhard. Mit dem neuen Leitspruch »Echt. Nah. Weil Gemeinde persönlich ist« geht Bürgermeister Dieter Dohr mit seiner Namensliste in die bevorstehende Gemeinderatswahl in Bad St. Leonhard. Nach sechs Jahren an der Spitze der Stadtgemeinde kandidiert der 54-Jährige für eine weitere Amtsperiode.
Für Dohr stand die erneute Kandidatur von Beginn an außer Frage. »Ich habe ein Programm, das auf zwölf Jahre ausgerichtet ist. Jetzt sind wir erst bei der Halbzeit«, sagt er. Viele Projekte seien bereits umgesetzt worden, zahlreiche weitere stünden noch bevor.
Mit der bisherigen Bilanz zeigt sich Dohr zufrieden. »Wir haben unsere Ziele sogar übertroffen«, betont er. Zu den größten Vorhaben der vergangenen Jahre zählt er die Sanierung der Volksschule, den Ausbau des Kindergartens sowie die Sanierung der Feuerwehr-Rüsthäuser in Wisperndorf, Kliening und Schiefling. Außerdem wurde in Schiefling ein Multifunktionsraum geschaffen und sechs von insgesamt elf gemeindeeigenen Wohnhäusern saniert.
Auch der Breitbandausbau sei konsequent vorangetrieben worden. Im Jubiläumsjahr der Stadt fanden im Vorjahr rund 150 Veranstaltungen statt. Darüber hinaus wurde die obere Kalchbergstraße um rund 1,4 Millionen Euro saniert sowie kürzlich eine Straßenoffensive mit einem Investitionsvolumen von 700.000 Euro beschlossen. Weitere Projekte waren die Schlossbergsanierung mit Leader-Fördermitteln in Höhe von rund 230.000 Euro sowie die Anschaffung eines neuen Feuerwehrfahrzeugs für die FF Bad St. Leonhard um rund 650.000 Euro.
Dabei stellt Dohr klar, dass diese Erfolge nicht auf seine Person allein zurückzuführen seien: »Das waren gemeinsame Leistungen des gesamten Gemeinderats.« In der letzten Gemeindezeitung des Jahres soll zudem detailliert aufgezeigt werden, welche Projekte mit welchen Kosten umgesetzt wurden.
Die zweite Halbzeit
»Alles, was war, ist Geschichte. Jetzt richten wir den Blick nach vorne. Wir wollen uns gemeinsam neuen Projekten widmen«, sagt Dohr. Im Mittelpunkt der nächsten Periode steht für Dohr die Sanierung der Mittelschule. Gleichzeitig soll der bestehende Turnsaal umgebaut und zukünftig auch als Festsaal genutzt werden können. Zwischen Volks- und Mittelschule ist außerdem die Errichtung eines neuen Festplatzes vorgesehen.
Ein weiteres Großprojekt ist der Neubau des Feuerwehr-Rüsthauses der FF Bad St. Leonhard am südlichen Stadtrand. Auch im Wohnbau sieht der Bürgermeister noch Handlungsbedarf. Die Sanierung der verbleibenden fünf gemeindeeigenen Wohnhäuser soll abgeschlossen werden.
»Alles, was war, ist Geschichte. Jetzt richten wir den Blick nach vorne«
Dieter Dohr, Bürgermeister
Zusätzlich setzt sich die Liste Dohr für die Errichtung eines sozialen Wohnprojekts des Landes mit betreutem Wohnen ein. Ein persönlicher Wunsch des Bürgermeisters bleibt die Errichtung eines Pflegeheims in der ehemaligen Volksschule in Schiefling.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Ausbau der Gemeindestraßen. Parallel dazu möchte die Liste Dohr den Hauptplatz stärker beleben. Vorgesehen sind regelmäßige Bauern-, Kunst- und Weihnachtsmärkte sowie weitere Veranstaltungen, die von Vereinen organisiert werden könnten. »Der Hauptplatz war eines der wichtigsten Themen bei unserer Versammlung«, so Dohr.
Auch innerhalb der Fraktion gibt es neue Impulse. Gemeinderat Tobias Kopp fordert, künftig jährlich 150.000 Euro in erneuerbare Energien zu investieren. Zudem soll das Kulturprogramm erweitert werden. Geplant ist außerdem die Sanierung des Amtshauses.
Personelle Änderung
Personell setzt die Liste Dohr auf Kontinuität. Die einzige Änderung betrifft Thomas Probst, der unter anderem als Betreiber des »Leonharder Blogspot« bekannt ist. Er hat die Liste Dohr verlassen. Wie zu hören ist, soll er für die Freiheitlichen bei den kommenden Gemeinderatswahlen kandidieren. Seinen bisherigen Listenplatz übernimmt Julia Joham. Neu auf der Liste ist Erich Scholler, der auf Platz elf gereiht wird.
Vizebürgermeister Heinz Joham sieht keinen Anlass für größere Veränderungen: »Angesichts der herausfordernden Zeiten braucht es erfahrene Persönlichkeiten.« Er selbst tritt im Frühjahr 2027 bereits seine sechste Gemeinderatsperiode an. Für Bürgermeister Dieter Dohr wird es die vierte Periode in der Gemeindepolitik sein.
Zur Person
Dieter Dohr ist 54 Jahre alt und seit 2009 in der Gemeindepolitik aktiv. Seine politische Laufbahn begann als Stadtrat, eine Funktion, die er bis 2015 ausübte. Anschließend war er Vizebürgermeister, bevor er das Amt des Bürgermeisters übernahm. Mit seiner neuerlichen Kandidatur möchte er den eingeschlagenen Kurs fortsetzen und die begonnenen Projekte in den kommenden sechs Jahren abschließen.
Dohr trat nach der Knittelfelder FPÖ-Versammlung 2002 aus der FPÖ aus. Von 2009 bis zum Ausscheiden der Partei aus dem Nationalrat 2013 war Dohr Mitglied des BZÖ. 2015 trat er erstmals mit seiner Bürgerliste bei den Gemeinderatswahlen an und erreichte auf Anhieb 27 Prozent. Zunächst hatte die Liste Dohr noch die Unterstützung der FPÖ, seit der Ibiza-Affäre im Jahr 2019 tritt die Namensliste ohne Kooperationspartner auf.
2021 erreichte Dohr bei der Bürgermeisterwahl im ersten Wahlgang mit 50,53 Prozent die absolute Mehrheit. Bei der Gemeinderatswahl 2021 erhielt die Liste Dohr 42 Prozent aller Stimmen.

Von Philipp Tripolt
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