Die »sanfte Riesin« und die »treue Gefährtin«: Beate Muggi singt über die Schönheit ihrer HeimatAusgabe 22 | Mittwoch, 2. Juni 2021

In jungen Jahren verließ die St. Andräerin Beate Muggi ihre Heimat. Als sie nach Wolfsberg zurückkehrte, fiel ihr auf, wie viel sich verändert hatte und fing an, ihre Eindrücke in Form von Liedern zu verarbeiten, die sie allesamt selber textet, komponiert und singt.

E-Mail

0 Kommentare

Meist gelesen

Unterkärntner Nachrichten Redakteur Philipp Tripolt Von Philipp Tripolt tripoltno@spamunterkaerntner.at
Beate Muggi hat mit »Es ist das Lavanttal« bereits ihr achtes Lied veröffentlicht. Ihr ist es wichtig, nicht als Sängerin bezeichnet zu werden, denn: »Die Stimme ist nur mein Werkzeug.« Geboren wurde Muggi in St. Andrä. Nachdem sie viel unterwegs war und 25 Jahre in Wien gelebt hat, hat es sie vor Jahren nach Wolfsberg zurückgezogen. Foto: KK/privat

Artikel

Wolfsberg. Mit »Es ist das Lavanttal« hat die Wolfsbergerin Beate Muggi (58) kürzlich ihr achtes Lied veröffentlicht. Text und Musik stammen auch bei dieser Komposition, wie schon bei den Stücken davor, wieder von ihr. Wie schon der Titel verrät, handelt das Lied vom Lavanttal. Es ist auf dem Videoportal »YouTube« kostenlos anzuhören und anzusehen. Zu sehen sind im Video Bilder der verschiedensten Schauplätze des Lavanttals: Angefangen beim Schloss und dem Stadtpark Wolfsberg über das Stift St. Paul bis hin zur Kapelle Reideben und der Burg Stein ist alles vertreten.

Zur Musik gefunden hat Muggi durch einen »Entstehungsprozess«, wie sie erklärt: »In jungen Jahren war ich viel unterwegs. Ich habe kurzzeitig gedacht, dass ich in Kanada bleibe, dann wollte ich in Tirol bleiben, und schließlich wurde ich für 25 Jahre in Wien sesshaft, wo ich auch meine Familie gegründet habe.« Verheiratet ist Beate Muggi mit ihrem Mann Egon, Polizeihundeführer und Landesausbildungsleiter für Polizeihundewesen in Kärnten. Zusammen haben die beiden eine Tochter.

Rückkehr ins Lavanttal
In ihre Heimat zurückgekehrt ist die gebürtige St. Andräerin dann vor über zehn Jahren. Ihre Rückkehr war schließlich auch der Startschuss für das Texten und Komponieren der Lieder. Muggi: »Ich gehe sehr gerne spazieren und bin viel mit dem Rad unterwegs, und dabei ist mir damals viel aufgefallen, was sich in der Zeit, in der ich weg war, verändert hatte. Die jüngere Generation hat alles weitergeführt, es wurde gebaut, Parks und Gärten sind entstanden. Das ist mir dann erst richtig bewusst geworden, und zu diesem Zeitpunkt habe ich auch beschlossen, mit dem Machen von Liedern zu beginnen.«

»Mir ist aufgefallen, was sich in der Zeit, in der ich weg war, alles verändert hat«
Beate Muggi schreibt Lieder über die Heimat

Ihre erste Eigenkomposition behandelte ihre Heimatstadt St. Andrä. »Ich mag meine Heimatstadt immer noch sehr und deshalb habe ich ihr ein Lied gewidmet«, erklärt Muggi. Die Saualpe, die sie als »treue Gefährtin« bezeichnet, und die Koralpe als »sanfte Riesin« waren die zentralen Elemente der nächsten beiden Lieder.

Beate Muggi, die hauptberuflich selbstständig ein Kleingewerbe betreibt, hat auch dem Land Kärnten ein eigenes Lied gewidmet. Mit Beginn der Coronakrise hat sie mit »Rot Weiß Rot« auch ein Komposition für ihr Heimatland produziert. »Alle waren von der Pandemie schwer getroffen, aber ich habe einfach die Zuversicht bei den Menschen gespürt und die wollte ich mit dem Lied zum Ausdruck bringen.« Eine »Liedhommage«, wie Muggi es nennt, ging auch an die Exekutive.

Ihr neuestes Werk, »Es ist das Lavanttal«, ist relativ schnell entstanden, wie die 58-Jährige verrät: »Bis alles fertig war, hat es ungefähr ein Dreivierteljahr gedauert.«

Muggi: »Für mich ist es wichtig, dass die Menschen es sich auf der Plattform YouTube gratis ansehen können. Die Lieder sind für die Leute, die dadurch bemerken sollen, wie schön es bei uns eigentlich ist.«

Bilder und Worte passen
Das Video ist in Zusammenarbeit mit »lenART Media« entstanden. »Ich versuche immer, dass die Fotos im Video den Text begleiten. So ist beim Wort Zuversicht beispielsweise eine Kirche zu sehen, oder ein Vogelnest, wenn es um Wärme und Heimat geht.«

Für sie selber ist es wichtig, nicht als Sängerin bezeichnet zu werden: »Die Stimme ist nur mein Werkzeug, damit etwas entstehen kann. Ich bin gerne in der Natur unterwegs und sehr bodenständig. Ich brauche nicht viel, um glücklich zu sein.«

0 Kommentare Kommentieren

Keine Kommentare gefunden!

Liebe Leserinnen und Leser, in diesem Kommentarbereich prüfen wir alle Beiträge, bevor sie veröffentlicht werden. Ihr Kommentar erscheint, sobald er gesichtet wurde.

Bitte melden Sie sich an, um die Beiträge zu lesen oder zu kommentieren.AnmeldenHier Registrieren