Biohof Hainzl: Auf 800 Metern Seehöhe wachsen jährlich 300 Gänse heranAusgabe 46 | Mittwoch, 13. November 2019

Im Rahmen seiner Ausbildung war Josef Hainzl auf der Suche nach einem zweiten wirtschaftlichen Standbein. Mit 50 Gänsen hat er angefangen, seit drei Jahren tummeln sich jährlich 300 Stück am Hof.

E-Mail

0 Kommentare

Meist gelesen

Unterkärntner Nachrichten Redakteur Philipp Tripolt Von Philipp Tripolt tripoltno@spamunterkaerntner.at
Josef Hainzl führt mit seiner Freundin Jacqueline Perl den Biohof Hainzl vlg. Krampl in Gräbern. Jedes Jahr im Mai werden 300 Gössel eingestellt. Aktuell schnattern noch 70 Gänse auf der Freilauffläche und im Stall herum. Foto: Tripolt

Artikel

Prebl. Schon von weitem hört man das Schnattern der Gänse am Biohof Hainzl. Ein Rückblick auf das Jahr 2013: Josef Hainzl befand sich in der Ausbildung zum landwirtschaftlichen Meister. Im Zuge dieser Ausbildung war er auf der Suche nach einem Projekt, das gleichzeitig ein zweites wirtschaftliches Standbein werden sollte. Seine Wahl fiel auf Gänse. Das Wissen über die Tiere hat er sich über einen »Bio Austria«-Kurs und Bücher selbst angeeignet. Mit 50 Stück hat er damals gestartet. Seit drei Jahren kauft er jedes Jahr im Mai 300 Stück der jungen Küken – bei Gänsen spricht man von Gössel – ein. »Eingestellt werden sie Ende Mai. Danach folgt die Aufzucht, die rund vier Wochen dauert. Nach dieser Zeit fängt das Gefieder an, weiß zu werden. Wenn die Temperaturen passen, dürfen sie mit diesem Alter bereits täglich raus auf die Weide«, gibt Josef Hainzl Einblick. Der 28-Jährige führt den heimischen Hof gemeinsam mit seiner Freundin Jacqueline Perl (27).

»Gänse sind das einzige Geflügel, das Gras als Futter verwerten kann«
Josef Hainzl, Biohof Hainzl

Mit ein Grund, warum er sich für Gänse entschieden hat, ist die Tatsache, dass sie Gras fressen: »Gänse sind das einzige Geflügel, das Gras als Futter verwertet und wie Kühe grasen kann.  Zuerst erhalten die Tiere Aufzuchtfutter, dann zusätzlich ein wenig Getreide, das von unserem eigenen Hof kommt. Wenn die Temperaturen kälter werden, bekommen sie mehr Getreide, weil das Gras weniger Nährstoffe enthält.« Pro 100 Gänsen ist eine Freilauffläche von rund einem Hektar erforderlich.

Große Nachfrage
Die Schlachtsaison geht von Mitte Oktober bis Ende November. Von den 300 Gänsen, die es jedes Jahr am Biohof Hainzl gibt, gehen rund zwei Drittel in die Gastronomie und ein Drittel an Private – der Privatverkauf erfolgt ausschließlich nach Vorbestellung ab Hof. Von der heimischen Gastronomie bieten aktuell noch das Gasthaus Hirschenwirt in Reichenfels, der Gasthof Deixelberger in Gräbern und das Gasthaus Weberwirt in Prebl Gansl-Gerichte mit Fleisch vom Biohof Hainzl an. Geschlachtet werden die Tiere am Biohof Hafner. Die drei Biogansl-Bauern, die es aktuell im Tal gibt, pflegen laut Josef Hainzl eine enge Zusammenarbeit: »Der Biohof Hafner, der Biohof Puck und wir arbeiten gut zusammen. Es ist wichtig, jemanden mit Erfahrung zu haben, der einem in bestimmten Situationen weiterhelfen kann. Bei uns gibt es kein Konkurrenzdenken, nur einen großen Zusammenhalt.« Aktuell sind am Hof in Gräbern noch 70 Gänse unterwegs, ab Mai 2020 werden es wieder 300 Stück sein.

// INFO
Biohof Hainzl vlg. Krampl
Josef Hainzl
Gräbern 11
9461 Prebl
Tel.: 0650/7979852
Mail: josefhainzl@gmail.com
Web: www.biohofhainzl.com

0 Kommentare Kommentieren

Keine Kommentare gefunden!

Liebe Leserinnen und Leser, in diesem Kommentarbereich prüfen wir alle Beiträge, bevor sie veröffentlicht werden. Ihr Kommentar erscheint, sobald er gesichtet wurde.

Bitte melden Sie sich an, um die Beiträge zu lesen oder zu kommentieren.AnmeldenHier Registrieren