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Wolfsberg. Seit Anfang des Jahres ist Stephan Stückler, im Lavanttal als KEM- und KLAR!-Manager bekannt, offiziell für die MINT‑Region Lavanttal zuständig. Es ist ein Netzwerk, das Ende 2023 gegründet wurde und von der Regionalmanagement GmbH mitbetreut wird. MINT bedeutet Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Und genau diese Punkte soll Stückler mit der MINT-Region vom Kindergarten bis zur Erwachsenenbildung sichtbar machen und stärken.
Alle Gemeinden des Lavanttals sind mittlerweile Teil der MINT‑Region, Träger ist das Regionalmanagement Lavanttal. Die Schulen können sich über das MINT‑Gütesiegel zertifizieren lassen – Voraussetzung, um Teil des Netzwerks zu sein. Im Kindergarten wird gesägt, gebohrt und experimentiert, in den Volksschulen programmiert man bereits an Laptops, in den Mittelschulen stehen praktische Versuche im Mittelpunkt. In den höheren Schulen geht es um Robotik, KI und angewandte Technik.
Aktuell haben zwölf Bildungseinrichtungen das MINT-Gütesiegel – nun auch die Volksschule Bildungswelt Wolfsberg (siehe S. 8) – und sind gleichzeitig Teil der MINT-Region. Zusätzlich gibt es Partner aus der Wirtschaft, wie den Verein Lavanttaler Wirtschaft, Mondi, ASCO und PMS. Ein wichtiges Anliegen ist es, Mädchen für technische Berufe zu begeistern und MINT‑Aktivitäten sichtbar zu machen. »Das Praktische steht im Vordergrund. Im Lavanttal gibt es mit St. Marein und St. Paul bereits zwei MINT‑Mittelschulen«, sagt er. Auch das NAWI-Mobil, das von Armin Zraunig betreut wird, ist nach wie vor an den Schulen unterwegs.
KLAR! läuft im Herbst aus
Stückler ist auch Manager des Programms »Klimawandel-Anpassungsmodellregionen« (KLAR!) des Klima- und Energiefonds und des Ministeriums für Land- und Forstwirtschaft. Mit Ausnahme von Reichenfels und Lavamünd sind alle Lavanttaler Gemeinden Teil des Programms. Im Herbst läuft es allerdings aus. Ein Verlängerungsantrag wurde eingebracht, die Entscheidung, ob das Programm im Lavanttal verlängert wird, soll noch vor dem Sommer fallen. Im Rahmen des Programms wurden im Bezirk zahlreiche Projekte umgesetzt. Ein Vorzeigeprojekt ist das Klima-Arboretum an der LFS Buchhof, das heimische Forstgehölze und ausgewählte Exoten umfasst, um forstwirtschaftliche Nutzung und ökologische Anpassung praxisnah zu demonstrieren. Weitere Projekte sind der klimafitte Wald in St. Andrä oder Trinkwasserbrunnen in den Gemeinden. Der Lobisserplatz in St. Paul wurde klimafit gemacht und die Grünfläche vor dem Gemeindeamt in Frantschach-St. Gertraud neu gestaltet.
Ein weiteres Programm, dessen Manager Stückler ist, sind die Klima- und Energiemodellregionen (KEM). Dabei ist nun Halbzeit der Förderperiode, Ende ist Projekts ist im Jahr 2028. »Wie sich dieses Programm weiterentwickelt, ist derzeit noch offen«, sagt Stückler. Im Rahmen von KEM wurden zum Beispiel das Projekt »Fahrradies-Lavanttal« gestartet, mehrere öffentliche Rad-Service-Stationen installiert und die Online-Plattform »Biomasse Lavanttal« ins Leben gerufen, auf der das regionale Biomasse-Verkaufsangebot von land- und forstwirtschaftlichen Betrieben präsentiert wird.
Als Projektkoordinator betreut Stückler außerdem »Blühendes Unterkärnten«. Bis Ende nächsten Jahres stehen Nistkästen, Workshops und eine große Baumpflanzaktion am Programm. Im Stadtobstgarten soll im Herbst eine Trockensteinmauer entstehen – ein praktischer Workshop, der Biodiversität und Handwerk verbindet.

Von Michael Swersina
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