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Ende der Abkürzung über den Hohen Platz: Im Allgäu regt sich Widerstand gegen NeuregelungAusgabe 19 | Mittwoch, 13. Mai 2026

Wolfsberg will den Hohen Platz mit Abbiegeverboten vom Verkehr entlasten. Wird für die Burgergasse und den Allgäu eine Einbahn verordnet, müssten die Bewohner Umwege in Kauf nehmen – was sie nicht wollen. Laut der Stadt wird an Regelung noch getüftelt.

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Wolfsberg. Der Teufel steckt im Detail. So ist es auch bei den beiden Abbiegeverboten, die die Stadt Wolfsberg einführen will, um den Hohen Platz als »Schleichweg« für Autofahrer unattraktiv zu machen. Jetzt machen sich allerdings Anwohner des Allgäu Sorgen, dass sie dadurch zum Handkuss kommen könnten. Denn wird eine Einbahn verordnet, müssen sie künftig ums »Karree« fahren – ein ordentlicher Umweg.

Wie berichtet hat sich bei der »Ideenwerkstatt« am 19. März, bei der über die Zukunft der oberen Stadt und des Hohen Platzes im Speziellen diskutiert wurde, die Mehrheit der Anwesenden für ein Rechtsabbiegeverbot vom Hohen Platz in Richtung Rathausplatz ausgesprochen. Damit soll verhindert werden, dass über den Hohen Platz und die Schwemmtrattenstraße in Richtung Frantschach-St. Gertraud gefahren und die Benutzung der – oft verstopften – Spanheimer Straße (B70) vermieden wird. 

»Man würde uns
 im Kreis herumschicken. Das ist ja wohl
ein Witz«
Ein Bewohner des Allgäu

Damit das gelingt, ist aber eine weitere Maßnahme notwendig: Es braucht auch ein Rechtsabbiegeverbot in die Burgergasse nach der Fleischbrücke. Denn sonst könnten Findige über den Hohen Platz, die Burgergasse und ihre Fortsetzung, den teils schmalen Allgäu, ebenfalls die Spanheimer Straße umfahren. 

Der Beschluss der Gemeinde

Also hat der Wolfsberger Gemeinderat am 23. April beschlossen, bei der Bezirkshauptmannschaft Wolfsberg eine Änderung der Verkehrsführung zu beantragen: Rechtsabbiegeverbote beim Rathaus in den Rathausplatz sowie von der Bamberger Straße in die Burgergasse. Wie Bürgermeister Alexander Radl (SPÖ) in der Sitzung des Gemeinderats sagte, gab es schon im Vorfeld Gespräche mit Bezirkshauptmann Georg Fejan, was darauf hinweist, dass sich Behörde dem Wunsch nicht widersetzen wird.

Über die kommende Neuregelung sind aber nicht alle Bewohner des Allgäu begeistert. Ein Betroffener: »Wenn eine Einbahnregelung über den ganzen Straßenzug – also Burgergasse und Allgäu – verhängt wird, bedeutet das für die Bewohner große Umwege. Sollte beispielsweise ein Anwohner, der schwer geht, zum Billa in der Stadthammerstraße wollen, dürfte er nicht Richtung gelbe Brücke fahren, sondern müsste um den ganzen Block herumkurven: erst zur Bamberger Straße, dann zur Spanheimer Straße und beim Kreisverkehr wieder in die Stadthammerstraße. Man würde uns im Kreis herumschicken. Das ist ja wohl ein Witz.«

Starkes oder schwaches Mittel?

Es kommt allerdings darauf an, was verordnet wird: Eine Einbahn wäre ein starkes Mittel, gegen das wohl nur wenige Autofahrer verstoßen würden. Ein Abbiegeverbot, die deutlich schwächere Variante, mit der im Allgäu weiter in beide Richtungen gefahren werden dürfte, könnte von dreisten Autofahrern ignoriert werden.

»Welche Regelung in der Burgergasse kommen wird, steht derzeit noch nicht fest«
Pressestelle der Stadt Wolfsberg

Frage an die Stadt Wolfsberg: Wie soll das Rechtsabbiegen verhindert werden? Die Pressestelle antwortete: »Welche Regelung in der Straße kommen wird, steht derzeit noch nicht fest. Wir sind in Abstimmung mit den Sachverständigen des Landes Kärnten, um hier die sinnvollste Lösung zu finden.« Der Anrainer: »Ich hoffe, es wird die richtige Wahl getroffen und wir im Allgäu kommen nicht zum Handkuss.«

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