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Wolfsberg. Im März 2025 ging in St. Marein der Spatenstich über die Bühne. Nicht einmal anderthalb Jahre später hat die FES Elektrotechnik GmbH bereits ihren neuen Standort bezogen. Die offizielle Eröffnung des neuen Firmenhauptsitzes folgt allerdings erst im ersten Quartal 2027. Der Grund: Drei innovative Maschinen werden erst im November geliefert. Erst wenn sie vollständig in Betrieb sind, möchte FES den neuen Standort mit einer großen Eröffnungsfeier der Öffentlichkeit präsentieren. »Wir wollen unseren neuen Standort erst dann offiziell eröffnen, wenn alles fertig ist. Das wird im ersten Quartal im kommenden Jahr sein«, erklärt Geschäftsführer Robert Tatschl (42).
»Unser Ziel ist es, möglichst unabhängig und nachhaltig zu wirtschaften«
Robert Tatschl, Geschäftsführer
Auf rund 3.600 Quadratmetern entstand nördlich der Firma Cancola ein moderner Firmenstandort mit 2.600 Quadratmetern Fertigungsfläche und 1.000 Quadratmetern Büroflächen. Das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt rund zehn Millionen Euro, mitfinanziert wurde der Neubau mit Förderungen des Kärntner Wirtschaftsförderungs Fonds (KWF).
Aktuell werden die abschließenden Arbeiten an den Außenanlagen durchgeführt. Besonders großen Wert legte man bei der Errichtung auf eine nachhaltige Bauweise. Herzstück der Energieversorgung ist eine 400-kWp-Photovoltaikanlage, die mit einer Wärmepumpe den Betrieb der klimatisierten Fertigungshalle nahezu klimaneutral ermöglicht. »Nachhaltigkeit war für uns von Anfang an ein zentrales Thema. Wir wollten nicht nur ein modernes Firmengebäude errichten, sondern einen Standort schaffen, der energieeffizient arbeitet und gleichzeitig unseren Mitarbeitern ein angenehmes Arbeitsumfeld bietet«, sagt Geschäftsführer Alois Buchsbaum (38).
Großspeicher-Kraftwerk geplant
Bereits jetzt denken Tatschl und Buchsbaum an den nächsten Schritt. Geplant ist die Errichtung eines Zehn-Megawatt-Großspeicherkraftwerks am Gelände in St. Marein, um künftig selbst erzeugte Energie noch effizienter nutzen zu können. »Unser Ziel ist es, möglichst unabhängig und nachhaltig zu wirtschaften. Mit einem Großspeicher könnten wir die Energie unserer Photovoltaikanlage optimal nutzen«, so Tatschl.
Derzeit beschäftigt die FES rund 90 Mitarbeiter in Fixanstellung. Bis Ende 2027 soll die Belegschaft auf rund 150 Beschäftigte anwachsen.
»Nachhaltigkeit war für uns von Anfang an ein zentrales Thema«
Alois Buchsbaum, Geschäftsführer
Das Unternehmen bildet heuer auch vier Lehrlinge in den Berufens Bürokauffrau, Elektrotechniker für Betriebs- und Anlagentechnik sowie in der Mechatronik mit Schwerpunkt Automatisierungstechnik aus.
Revitalisierung des Streckerwirts
Neben der Finalisierung des neuen Firmenhauptsitz arbeitet die FES auch weiterhin an der Revitalisierung des ehemaligen Streckerwirts, der sich ebenfalls in St. Marein befindet. Das Gebäude wurde bereits vollständig entkernt, auch die neuen Raumaufteilungen im Inneren sind abgeschlossen. »Sobald unser neuer Firmensitz offiziell eröffnet ist, werden wir uns wieder intensiv dem Projekt Streckerwirt widmen«, erklärt Tatschl.
Mit der Gründung der FES Personalservice GmbH erweitert das Unternehmen zudem sein Geschäftsfeld. Unter der Leitung von Geschäftsführer Bernhard Starz wird qualifiziertes Personal für unterschiedlichste Branchen vermittelt – allerdings nicht nur für den Bereich der Elektrotechnik. Ziel ist es, flexibler agieren und rascher auf Veränderungen reagieren zu können. Buchsbaum sagt: »Der Fachkräftemangel beschäftigt nahezu alle Branchen. Mit der FES Personalservice schaffen wir die Möglichkeit, unseren Kunden noch flexibler Lösungen anzubieten und gleichzeitig unser eigenes Unternehmen für die Zukunft noch breiter aufzustellen.«

Von Philipp Tripolt
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