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Schneeschaufel-Affäre: Staatsanwalt lässt jetzt Anzeige gegen Politikerin prüfenAusgabe 26 | Mittwoch, 24. Juni 2026

Laut Staatsanwaltschaft werden Ermittlungen gegen die Mandatarin geprüft. Ein Gutachten soll jetzt die Schwere der Verletzungen der Frau festzustellen.

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Kärnten. Der Glaube ihres Anwalts Alexander Todor-Kostic an einen Abschluss der Ermittlungen noch im April (wir berichteten) hat sich als zu optimistisch erwiesen: Im Fall jener Kärntner Politikerin, die im Feber bei einer Auseinandersetzung mit der Ehefrau ihres Ex-Freunds von einer Schneeschaufel schwer verletzt worden sein soll, sind die Erhebungen noch nicht abgeschlossen. Im Gegenteil.

Die Staatsanwaltschaft Klagenfurt in der Vorwoche: »Es gibt eine Gegenanzeige gegen die Politikerin. Es wird geprüft, ob auch gegen sie ermittelt wird.« Sollte es dazu kommen, müsste erst eine »Hürde« genommen werden: Die Aufhebung der Immunität, ohne die Ermittlungen nicht möglich sind.

»Jetzt wird geprüft, ob auch gegen die Kärntner Politikerin ermittelt wird«
Staatsanwaltschaft Klagenfurt, zu den Unterkärntner Nachrichten

Doch so weit ist es noch nicht. Stattdessen wurde ein medizinisches Gutachten in Auftrag gegeben, um die Schwere der Verletzungen der Politikerin festzustellen. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft und meinte: »Wir gehen davon aus, dass das Gutachten in etwa einem Monat fertig sein wird.«

Es soll Licht in die Frage bringen, was sich am Donnerstag, 12. Feber, wirklich abspielte. Denn dazu gibt  es unterschiedliche Versionen. Wie berichtet hatte die Politikerin etwa ein Jahr lang eine außereheliche Beziehung mit einem Polizisten geführt. Nachdem sie vom Beamten beendet worden war, fuhr die nunmehrige Ex-Freundin zum Privathaus des Mannes, um persönliche Dinge zurückzubringen. Dort traf sie auf die Ehefrau, worauf es zu einer tätlichen Auseinandersetzung gekommen sein soll. Todor-Kostic, der Anwalt der Politikerin, sagte im Feber, seine Mandatin sei von der Frau ihres Ex beschimpft und mit einer Schneeschaufel attackiert worden, was schwere Verletzungen zur Folge hatte. Außerdem soll sie mit dem Umbringen bedroht worden sein. Als die Volksvertreterin flüchten wollte, soll die Angreiferin auch auf das Fahrzeug der Kärntnerin eingeschlagen haben.

Eine zweite Version

Kolportiert wird aber auch die Version, nicht die Politikerin selbst, sondern nur ihr Auto sei mit besagter Schneeschaufel angegriffen worden. Die Mandatarin sei »lediglich« geohrfeigt worden. Ob sie auch selbst handgemein gegen die Ex-Frau wurde, wird nun vom Landeskriminalamt (LKA) geprüft.

Die Politikerin befand sich danach wochenlang in stationärer medizinischer Behandlung, auch auf der neurologischen Abteilung eines Spitals. Ihr Hörvermögen und ihr Geschmackssinn sollen eingeschränkt sein. Für alle Beteiligten gilt die Unschuldsvermutung.

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