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Kein Zutritt: Unbefugte werden aus den Wolfsberger Volksschulen ausgesperrtAusgabe 30 | Mittwoch, 22. Juli 2026

Die Stadt hat 33.500 Euro für den Einbau von elektronischen Schließmechanismen reserviert. Wer hinein will, dem muss die Türe geöffnet werden. Die Maßnahme soll in allen sechs Wolfsberger Volksschulen umgesetzt werden, die Vorbereitungen laufen bereits.

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Unterkärntner Nachrichten Redakteur Horst Kakl Von Horst Kakl kaklno@spamunterkaerntner.at
Auch die Volksschule Wolfsberg wird mit elektronischen Türschlössern ausgestattet. Künftig wird kontrolliert, wer eine der sechs Volksschulen der Stadt betritt, die Schüler sollen geschützt werden. Bürgermeister Alexander Radl sagt: »Es geht nicht darum, auf eine konkrete Gefahr zu reagieren, sondern darum, präventiv zu handeln.« UN

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Wolfsberg. Eine Ankündigung, die aufhorchen ließ, machte Bürgermeister Alexander Radl in der Gemeinderatssitzung am 2. Juli. In der Debatte über den ersten Nachtragsvoranschlag wies er auf die geplanten Maßnahmen der Stadt hin und berichtete von einem »Beitrag zur Sicherheit«: Künftig soll es in den Wolfsberger Volksschulen keinen freien Zutritt mehr geben. Es werden elektronische Schließmechanismen eingebaut, die Unbefugte am Betreten hindern sollen.

Die Unterkärntner Nachrichten fragten bei der Stadt nach: Wie sehen die Pläne genau aus? Die Antwort der Pressestelle: »An den Haupteingängen der Volksschulen sollen elektronische Türschlösser – sogenannte E-Schlösser – in Verbindung mit modernen Sprechanlagen installiert werden. Besucher müssen sich künftig am Haupteingang anmelden, bevor ein Zutritt freigegeben werden kann.« Ziel ist es, alle Wolfsberger Volksschulen mit solchen Schlössern auszustatten, die Reihenfolge werde derzeit noch abgestimmt. Und: »Der genaue Umsetzungszeitraum wird nach Abschluss der technischen Abklärungen und der Detailplanung festgelegt«, so die Stadtpresse.

»Die Sicherheit unserer jüngsten Bürger hat für mich höchste Priorität« 
Alexander Radl, Bürgermeister

Auf die Frage, wann mit dem Einbau der Schlösser begonnen werden soll, heißt es: »Derzeit laufen die technischen Vorbereitungen. Die erforderlichen Angebote werden derzeit eingeholt. Die konkrete Terminplanung erfolgt nach Abschluss der internen Abstimmungen und Budgetfreigaben.« Für die Sicherheitsmaßnahmen an den sechs Volksschulen sind im ersten Nachtragsvoranschlag aber schon 33.500 Euro vorgesehen.

Das System wird so funktionieren: Die Türen sind immer versperrt, wer hinein will, muss läuten. Es wird Sprechanlagen geben, die über eine Netzwerk- bzw. LAN-Verbindung betrieben und auf mobile Endgeräte angebunden werden können.

»Dadurch kann die Zutrittsfreigabe nicht nur von einem einzelnen Büro aus erfolgen, sondern durch mehrere berechtigte Personen, beispielsweise in der Schulverwaltung oder Schulleitung. Dies gewährleistet eine flexible und zuverlässige Bedienung auch bei kurzfristigen Abwesenheiten«, beschreibt die Pressestelle die geplanten Einrichtungen. 

Der Hintergrund ist klar: Am 10. Juli 2025 kam es am BORG Dreierschützengasse in Graz zu einem Amoklauf eines 21-jährigen früheren Schülers. Neun Schüler und eine Lehrerin wurden getötet, elf Menschen verletzt. Das soll sich nicht wiederholen. 

Schulfremde bleiben draußen

Die Stadt begründet das Vorhaben so: »Die Maßnahme dient der Erhöhung der Sicherheit in den Schulgebäuden. Durch die kontrollierte Zutrittsmöglichkeit soll verhindert werden, dass sich schulfremde oder unbefugte Personen ungehindert im Schulgebäude bewegen können.« Zugleich werde der Zugang für Eltern, Erziehungsberechtigte, Besucher sowie externe Dienstleister weiterhin möglich bleiben, »allerdings über einen geregelten und nachvollziehbaren Zutrittsprozess«, schreibt die Pressestelle. 

Bürgermeister Radl sagt: »Es geht nicht darum, auf eine konkrete Gefahr zu reagieren, sondern darum, Verantwortung zu übernehmen und präventiv zu handeln. Die Sicherheit unserer jüngsten Bürger hat für mich höchste Priorität.« Als langjähriger Lehrer wisse er aus eigener Erfahrung, wie wichtig ein geschütztes und geordnetes Schulumfeld für Kinder, Lehrkräfte und Eltern sei. »Ich möchte nicht, dass jede Person beliebig ein- und ausgehen kann, wo die jüngsten Wolfsberger täglich zur Schule gehen. Deshalb setzen wir mit den elektronischen Zutrittssystemen eine vorbeugende Maßnahme, die den Schutz an unseren Schulstandorten erhöht«, so Radl.

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