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Bundesverwaltungsgericht gibt grünes Licht für den geplanten Windpark auf der Peterer AlpeAusgabe 25 | Mittwoch, 17. Juni 2026

Nach jahrelangen Verfahren und intensiven Diskussionen hat das Bundesverwaltungsgericht in Wien die UVP-Genehmigung für den Windpark auf der Peterer Alpe in Reichenfels mit Auflagen bestätigt. In Betrieb gehen werden die acht Anlagen im Herbst 2028.

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Unterkärntner Nachrichten Redakteur Philipp Tripolt Von Philipp Tripolt tripoltno@spamunterkaerntner.at
Die ursprüngliche Visualisierung der Kelag zeigt den Blick auf die Peterer Alpe vom Ortszentrum in Reichenfels aus. Deutlich zu sehen sind die Windkraftanlagen. Seit der erstmaligen Projektvorstellung vor einigen Jahren sind viele Diskussionen geführt worden. Im September 2022 stimmte sogar die Bevölkerung über das Projekt ab. Visualisierung: Kelag

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Reichenfels, Wien. Der geplante Windpark auf der Peterer Alpe hat eine entscheidende rechtliche Hürde genommen. Mit Erkenntnis vom 30. Mai 2026 bestätigte das Bundesverwaltungsgericht die bereits im Jahr 2024 durch das Land Kärnten erteilte Genehmigung im Rahmen der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP). Damit erhält das Projekt in Reichenfels (erneut) grünes Licht für die Umsetzung – wenn auch mit Auflagen.

So sind unter anderem während der Bauphase »die zur Gewährleistung des allgemeinen Grundwasserschutzes vorgesehenen Maßnahmen (...) zu überwachen und zu dokumentieren. Der hierüber zu erstellende Bericht ist der UVP-Behörde nach Abschluss der Bauarbeiten zu übermitteln.« Ebenso ist aufgrund der erhöhten Durchzugsraten von Groß- und Greifvögeln ein ornithologisches Begleitmonitoring einzuführen. Im Zeitraum des Herbstzugs sind die Auflagen auch mit Abschaltungen der acht geplanten Windkraftanlagen verbunden.

Bürgermeister Manfred Führer (ÖVP) sagt zum Erkenntnis: »In Wien ist eine Entscheidung gefallen, die Einsprüche sind vom Tisch. Es kann jetzt gebaut werden. Sechs Jahre sind seit der ersten Diskussion bereits vergangen.«

Das geplante Projekt
Geplant ist die Errichtung von acht Windkraftanlagen im Bereich der Peterer Alpe auf rund 1.700 Metern Seehöhe mit einer Gesamtleistung von 33 Megawatt. Das Projekt wird von den Unternehmen Kelag und ImWind entwickelt und nun umgesetzt. Nach Angaben der Projektwerber soll die Anlage künftig Strom für rund 20.000 Haushalte erzeugen und einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten. Die rund acht Kilometer lange Ableitung wird zum Umspannwerk nach Bad St. Leonhard führen.

Der Weg bis zur nunmehrigen Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts war lang. Bereits seit mehreren Jahren wird über das Vorhaben diskutiert. Umfangreiche Windmessungen, naturkundliche Erhebungen und technische Untersuchungen gingen dem Genehmigungsverfahren voraus. Nach dem positiven UVP-Bescheid des Landes Kärnten im Jahr 2024 wurden Beschwerden eingebracht, über die nun das Bundesverwaltungsgericht entschieden hat.

Im Mittelpunkt der Kritik standen vor allem mögliche Auswirkungen auf das Landschaftsbild, den Naturschutz und sensible alpine Lebensräume. Umweltorganisationen und Projektgegner warnten wiederholt vor Eingriffen in die Natur und forderten eine besonders strenge Prüfung der Umweltauswirkungen. Mit der aktuellen Entscheidung folgte das Gericht jedoch im Wesentlichen den Argumenten des Landes Kärnten und bestätigte die Zulässigkeit des Projekts unter den vorgeschriebenen Auflagen.

Christoph Bruny, Leiter der Projektentwicklung der ImWind GmbH, sagt zur Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts: »Uns freut es, dass wir nach so langer Zeit ein Ergebnis haben. Jetzt gehen wir in die Umsetzung.« Was den zeitlichen Ablauf betrifft, so sagt Bruny, dass man derzeit die Bestellung der Windräder beim Hersteller vorbereitet. Mit den Bauarbeiten möchte man im Frühjahr 2027 starten. »Wir haben immer gesagt, dass wir zwei Saisonen brauchen. Die Inbetriebnahme der Anlagen wird im Herbst 2028 erfolgen«, informiert Bruny. 

Die Bevölkerung von Reichenfels hatte sich bereits vor einigen Jahren mehrheitlich für das Projekt ausgesprochen. Bei einer Bürgerbefragung am 11. September 2022 votierten knapp 69 Prozent der Reichenfelser für die Errichtung des Windparks.

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