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So digital ist Wolfsberg heute: Moderne Amtswege, starke App‑Nutzung und ein massiver NetzausbauAusgabe 24 | Mittwoch, 10. Juni 2026

Wolfsberg treibt die Digitalisierung mit Glasfaserausbau, digitalen Amtsdiensten und einer Gemeinde‑App voran. Viele Amtswege sind bereits online möglich. Trotzdem können sämtliche Amtsgeschäfte auch klassisch, also persönlich im Rathaus erledigt werden.

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Wolfsberg. Die Stadtgemeinde Wolfsberg hat in den vergangenen Jahren systematisch digitale Angebote aufgebaut: elektronische Zustellung, Online‑Formulare und eine kommunale App – die Cities-App – sind Teil des Angebots, mit dem die Verwaltung Bürger schneller erreichen will. Die elektronische Zustellung ermöglicht es, dass Dokumente und amtliche Mitteilungen wie zum Beispiel Gebührenvorschreibungen und vieles mehr bequem per E-Mail erhalten werden. Für nachweisliche Sendungen (RSa- bzw. RSb-Briefe) muss man sich auf der Gemeinde extra freischalten lassen. Die Stadtgemeinde setzt im Bereich der Digitalisierung bewusst auf niederschwellige und bürgernahe Lösungen.

Vieles ist in der Bezirkshauptstadt schon digital möglich: So lassen sich etliche einfache Amtswege mittlerweile digital erledigen. Zahlreiche Formulare können bereits online ausgefüllt und entsprechende Dokumente hochgeladen werden. Online-Anträge gelten als formell richtig eingebracht, wenn sie mittels ID Austria – offizieller Nachfolger der klassischen Bürgerkarte und Handy-Signatur – erfolgen oder eine handschriftliche Unterschrift im Rathaus nachgereicht wird.

 Die städtische EDV-Abteilung unterstützt die Bürger dabei aktiv: Seit Oktober wurden rund 1.500 ID-Austria-Neuanträge betreut bzw. eingerichtet. Diese Unterstützung gehört aktuell zu den wichtigsten und gefragtesten Serviceleistungen.

Meldebestätigungen, Gebührenvorschreibungen, Online‑Formulare für Bau‑ und Gewerbeanträge, ein Online‑Veranstaltungskalender sowie Terminvereinbarungen mit Ämtern sind über die städtische Website und verlinkte Dienste mittlerweile abrufbar. Analog bleibt die persönliche Beratung bei komplexen Verfahren, die Abholung bestimmter Dokumente oder Fälle, die eine Identitätsprüfung vor Ort erfordern.  

Gemeinde‑App und Facebook

Wolfsberg bietet seit Jahren die »Cities-App« an. Sie ist ein zentrales Instrument, über das Bürger bereits zahlreiche Services eigenständig nutzen können – insbesondere in Kombination mit der ID Austria. Die App bietet zum Beispiel die digitale Amtstafel, den Müllkalender, den Eventkalender, die Möglichkeit zur Übermittlung von Anliegen oder auch Services wie Handyparken und die Bonuswelt. Vereine und Unternehmen können sich über die Cities-App auch präsentieren und Angebote, Informationen und Veranstaltungen teilen. Die App soll Verwaltung und Bürger enger vernetzen.   

Ein zentraler Schwerpunkt der Stadt liegt auf der digitalen Bürgerinformation. Die Bevölkerung hat heute eine Vielzahl an Möglichkeiten, sich aktuell zu informieren – etwa über die »Cities App«, die Website, Facebook, Instagram oder den neuen WhatsApp-Kanal. »Diese Angebote werden sehr gut angenommen, was sich in kontinuierlich steigenden Nutzerzahlen widerspiegelt«, heißt es von Seiten der Presseabteilung.

Live-Übertragung war Flop

Die Stadtgemeinde wollte den Bürgern auch die Lokalpolitik näher bringen. Daher begann man am 5. Oktober 2023 mit der Live-Übertragung der Gemeinderatssitzungen im Internet. Die jährlichen Kosten beliefen auf rund 17.000 Euro. Die Zuschauerzahlen hielten sich aber in Grenzen, durchschnittlich gab es nur 43 Gäste pro Übertragung. Daher wurde dieses Service wieder abgedreht. Am 25. Feber 2026 war das letzte Mal eine Gemeinderatssitzung im Internet live zu sehen.

Glasfaser als Rückgrat  

Das zentrale Infrastrukturprojekt bei der Digitalisierung ist der Glasfaserausbau. Die Österreichische Glasfaser-Infrastrukturgesellschaft (öGIG) hat in der Stadtgemeinde Wolfsberg rund neun Millionen Euro in die Errichtung eines neuen, offenen Glasfasernetzes investiert. Dieses Projekt umfasst ein Trassen- und Kabelnetz von knapp 50 Kilometern. Auch die Kelag treibt den Glasfaserausbau in Wolfsberg massiv voran und hat in Zusammenarbeit mit der Breitbandinitiative Kärnten (BIK) die ersten Anschlüsse aktiviert. Das Projekt hat ein Investitionsvolumen von rund 15,3 Millionen Euro und umfasst eine Trassenlänge von etwa 72 Kilometern.

Versorgung in Stadt und Umland  

Im Stadtgebiet verbessert der Ausbau die Bandbreiten deutlich, in den umliegenden Orten läuft der Ausbau gestaffelt: Priorität haben Gewerbegebiete, Schulen und dicht besiedelte Ortsteile, Randlagen werden sukzessive erschlossen. Die Projekte sind offen‑netzbasiert, sodass Nutzer zwischen Anbietern für den Internetzugang selbst wählen können. Die genauen Zeitpläne variieren je nach Ausbauabschnitt. 

Unterstützung der Gemeinde

Großen Wert legt die Stadt Wolfsberg auf digitale Teilhabe der Bürger. »So bieten unsere ehrenamtlichen Mitarbeiter kostenlose Technik-Sprechstunden an. Diese finden jeden ersten Freitag im Monat von 9 bis 11.30 Uhr statt. Bürger erhalten dort unkompliziert Unterstützung – etwa im Umgang mit Smartphone oder Computer, bei digitalen Behördenwegen, FinanzOnline, der ID Austria oder auch beim Kauf von ÖBB-Tickets«, schreibt die Presseabteilung der Stadt.

Ziel sei es, Digitalisierung als echten Mehrwert im Alltag der Menschen erlebbar zu machen.

Klassische »Wolfsberg News«

Neben den Online-Auftritten bedient sich die Stadtgemeinde Wolfsberg natürlich nach wie vor klassischer Kommunikationskanäle. Die offizielle Stadtzeitung »Wolfsberg News« erscheint viermal im Jahr und bietet den Bürgern Informationen über aktuelle Entwicklungen aus der Stadtgemeinde Wolfsberg.

Zusätzlich gibt es in den regionalen Medien auch immer wieder Anzeigenschaltungen, um über bevorstehende Veranstaltungen zu informieren.

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