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Wolfsberg. Nicht nur in Bleiburg geht der Umbau des künftigen Primärversorgungszentrums (PVZ) im Zentrum der Stadt am 10.-Oktober-Platz 40 in der ehemaligen »KIK«-Filiale« zügig voran. Auch in Wolfsberg wird bereits an der neuen medizinischen Einrichtung gebaut. Die Arbeiten sollen heuer abgeschlossen sein, Mitarbeiter werden noch gesucht.
Wie berichtet wurde der Kärntner Krankenanstaltenerhalter Kabeg als Betreiber des Wolfsberger Primärversorgungszentrums ausgewählt. Angesiedelt wird es in der St. Johanner Straße 2, dem früheren Adeg- bzw. Nah&Frisch-Markt. Laut Kabeg begannen die Umbauarbeiten im gemieteten Gebäude im April 2026.
»Die Bauarbeiten und die medizinische Ausstattung werden im vierten Quartal abgeschlossen sein«
Kabeg über den geplanten Ablauf
Ein Lokalaugenschein der Unterkärntner Nachrichten zeigte, dass der frühere Supermarkt bereits entkernt ist. Die Glasfassade zur Straße wurde entfernt und wird durch Mauerwerk ersetzt. Vor und im Gebäude stapeln sich die Baumaterialien.
Die Kabeg schreibt: »Die Bauweise entspricht den Kriterien des ›Klima Aktiv Gold Standard‹, eine Photovoltaikanlage und eine Lademöglichkeit für Pkw und Elektrofahrräder sind in Planung. Parkmöglichkeiten sind zum Teil am grundstückeigenen Parkplatz sowie straßenseitig verfügbar.« Die Erreichbarkeit sei über öffentliche Verkehrsmittel durch die Haltestelle der S-Bahnlinie S1 am Bahnhof Reding sowie die Bushaltestellen beim nahegelegenen Bundesschulzentrum und der Buslinien 5461 und 5472 in kurzer Entfernung zum PVZ gewährleistet.
Drei Ordinationen
»Insgesamt verfügt das Primärversorgungszentrum über 500 Quadratmeter Fläche, barrierefrei auf einer Ebene. Drei Arztordinationen, ein kleines Diagnostikzimmer, ein invasiver Behandlungsraum für kleine Eingriffe, zwei Therapieräume für Infusionen, Schmerztherapie und Wundversorgung sowie sieben weitere Beratungs- und Therapieräume ermöglichen ein interdisziplinäres Zusammenarbeiten und effizientes wie wirksames Leistungsangebot aus einer Hand«, informiert die Kabeg. Dafür werden rund 3,3 Millionen Euro investiert.
Nicht alle Positionen sind bereits besetzt, die Kabeg sucht für das Wolfsberger PVZ noch Mitarbeiter. Benötigt werden laut dem Unternehmen »Ärzt:in für Allgemeinmedizin, Diätolog:in, diplomierte Gesundheit- & Krankenpfleger:in, Ergotherapeut:in, klinische Psycholog:in, Logopäd:in, Ordinationsassistent:in, Physiotherapeut:in sowie Primärversorgung-Manager:in«.
»Wir starten in Kürze mit dem Recruiting, sollten sich im Vorfeld Personen für die interessante und sinnstiftende Arbeit in unserem Primärversorgungszentrum interessieren, können sich diese gerne bereits jetzt unter human.resources@kabeg.at melden«, so die Kabeg.
Ordinieren werden ein Kernteam, bestehend aus drei Allgemeinmedizinern, 2,5 diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegern und vier Ordinationsassistenten. Das erweiterte Team wird sich mit Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie, Diätologie, Sozialarbeit, sowie Psychotherapie bzw. klinische Psychologie beschäftigen. Auch die Öffnungszeiten sind bereits fixiert: Montag bis Freitag von 7 bis 19 Uhr, an Samstagen von 7 bis 12 Uhr.
Die Eröffnung des PVZ in der St. Johanner Straße wurde im Jänner vom Land Kärnten mit Ende des Jahres angekündigt. Auf die Frage nach dem Starttermin, antwortet die Kabeg: »Die Bauarbeiten und die medizinische Ausstattung werden im vierten Quartal 2026 abgeschlossen sein. Die Inbetriebnahme erfolgt nach der sanitätsrechtlichen Betriebsbewilligung.«
PVZ sind wohnortnahe, multiprofessionelle Gesundheitszentren mit erweiterten Öffnungszeiten und einem breiten Leistungsspektrum, die die vollen Krankenhaus-Ambulanzen entlasten sollen. Derzeit werden in Kärnten mehrere Zentren errichtet, neben Wolfsberg auch in Villach, Spittal und Bleiburg. Der laufende Betrieb wird von den Sozialversicherungsträgern, dem Kärntner Gesundheitsfonds (KGF) und dem Land Kärnten finanziert. In Bleiburg fand in der Vorwoche ein Besichtigungstermin statt, das dortige Zentrum wird im Oktober eröffnen.

Von Horst Kakl
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