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St. Pauler Beachvolleyball-Talent Jakob Lorenz (14) holt in Portorož Bronzemedaille für Österreich Ausgabe 30 | Mittwoch, 22. Juli 2026

Großer Erfolg für den Volleyball-Nachwuchs aus dem Lavanttal: Jakob Lorenz aus St. Paul zählt als Nachwuchshoffnung. Er gewann gemeinsam mit seinem Partner Jonathan Galler bei den U16 MEVZA Championships im slowenischen Portorož die Bronzemedaille.

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Unterkärntner Nachrichten Redakteur Philipp Tripolt Von Philipp Tripolt tripoltno@spamunterkaerntner.at
Links: Jakob Lorenz ging kürzlich in Slowenien bei einem internationalen Beachvolleyball-Turnier an den Start. Rechts: Lorenz (Mitte) mit Österreich-Coach Daniel Brandstetter (l.) und seinem Doppelpartner Jonathan Galler (r.) nach dem Gewinn der Bronzenen. Fotos: KK

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St. Paul, Portorož. Einen großen Erfolg feierte der St. Pauler Nachwuchs-Volleyballer Jakob Lorenz. Der 14-Jährige gewann gemeinsam mit seinem Partner Jonathan Galler bei den U16 MEVZA Championships im slowenischen Portorož die Bronzemedaille. Bei den internationalen Titelkämpfen der besten Nachwuchsteams Mitteleuropas überzeugte das Duo mit starken Leistungen. Auch Österreichs Nachwuchs-Headcoach Robert Nowotny zeigte sich von den Leistungen begeistert: »Unsere U16-Burschen haben eine enorm energiegeladene Leistung gezeigt. Jonathan Galler und Jakob Lorenz haben nach der knappen Halbfinalniederlage mit Platz drei bewiesen, dass sie technisch und taktisch bereits sehr weit sind und über große Kämpferqualitäten verfügen.«

Für den erst 14-jährigen Jakob Lorenz ist die Bronzemedaille ein Meilenstein auf seinem sportlichen Weg. Seine Volleyballkarriere begann beim SK Aich/Dob. Mittlerweile lebt der Lavanttaler unter der Woche in Graz, trainiert an der Volleyball-Akademie und besucht den Ballsportzweig des Oeversee-Gymnasiums. »Ich wohne unter der Woche in Graz im Internat, weil wir sehr viele Früh- und Abendtrainings absolvieren. Ohne diese Möglichkeiten wäre es schwierig, Schule und Leistungssport unter einen Hut zu bringen«, erzählt Lorenz.

Dabei war Volleyball nicht seine erste sportliche Leidenschaft, wie er erzählt: »Ich war eigentlich immer sportbegeistert. Schon mit drei Jahren habe ich Eishockey bei den Graz 99ers gespielt. Dazu kamen Fußball, Turnen, Schwimmen und auch Klettern. Ich bin sehr dankbar, dass ich so viele Sportarten ausprobieren durfte. Mit sieben Jahren war ich dann erstmals beim Volleyballtraining des SK Aich/Dob – Dort habe ich mich ins Volleyballspielen verliebt. Für den Verein spiele ich heute noch.«

Seinen heutigen Beachvolleyball-Partner Jonathan Galler lernte Lorenz erst vor rund einem Jahr kennen. »Eine Woche vor den U15-Staatsmeisterschaften war Jonathan auf der Suche nach einem Partner in seiner Altersklasse. Ein gemeinsamer Freund hat uns zusammengebracht. Spontan haben wir ein Beachvolleyball-Team gegründet, sind angetreten und haben unsere erste Medaille gewonnen. Von da an waren wir unzertrennlich«, blickt Lorenz zurück.

»Ehre, dabei sein zu dürfen«
Für die U16 MEVZA Championships wurden Lorenz und Galler vom österreichischen Volleyballverband nominiert. Schon die Teilnahme bezeichnet der Lavanttaler als besondere Auszeichnung: »Ehrlich gesagt war es schon eine riesige Ehre, überhaupt dabei sein zu dürfen. Dort treffen die besten Nachwuchsteams aus den mitteleuropäischen Ländern aufeinander. Die Atmosphäre war unglaublich und die Kulisse in Portorož einfach traumhaft.«

Sportlich lief es zunächst nahezu perfekt. Ohne Satzverlust marschierte das Duo durch die Gruppenphase und zählte plötzlich selbst zu den Medaillenanwärtern. »Nach der Gruppenphase haben wir natürlich begonnen zu träumen. Wir haben unglaublich stark gespielt und auch unsere Trainer waren begeistert«, sagt Lorenz.

Im Halbfinale wartete schließlich der spätere Turniersieger. Nach einem dramatischen Drei-Satz-Match musste sich das österreichische Duo hauchdünn geschlagen geben. »Diese Niederlage war richtig bitter. Aber genau in solchen Momenten hilft es enorm, wenn man sich gegenseitig aufbauen kann«, weiß der St. Pauler.

Diese mentale Stärke bewiesen die beiden im Spiel um Platz drei eindrucksvoll. Dort zeigten Lorenz und Galler noch einmal ihr ganzes Können und sicherten Österreich die Bronzemedaille. »Wir waren das beste österreichische Team des Turniers. Nach dem Sieg sind alle aufs Feld gelaufen und haben mit uns gefeiert. Das war ein unglaublich schönes Gefühl«, sagt der 14-Jährige.

Lange Zeit zum Feiern bleibt allerdings nicht, wie Lorenz sagt, denn: »Unser nächstes Ziel sind die U17-Staatsmeisterschaften in Innsbruck. Obwohl wir beide erst 14 Jahre alt sind, spielen wir regelmäßig U17- und U19-Turniere. Gegen ältere Gegner sammelt man unglaublich viel Erfahrung.«

Auch seine langfristigen Ziele formuliert der junge Lavanttaler selbstbewusst: »Mein großer Traum ist es, Profi-Beachvolleyballer zu werden und Österreich bei den Olympischen Spielen 2032 zu vertreten.«

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