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Festhalle in Eitweg wird abgerissen: Über Ursache und Folgen gehen die Meinungen auseinander Ausgabe 24 | Mittwoch, 10. Juni 2026

Der ÖKB Eitweg trauert um das Gebäude und spricht von nicht verlängerter Pacht. Besitzerin Petra Lingitz hält dagegen und sagt: »Die Halle wurde nicht mehr benötigt.« Man habe sich gemeinsam auf die Nichtverlängerung geeinigt. Die Bürgermeisterin gibt ihr recht.

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St. Andrä. Von der Festhalle in Eitweg ist nicht mehr viel übrig: Das Gebäude wird derzeit eingerissen. Bleibt die Frage, was die Ursache für den Abbruch war  – und welche Folgen er für die betroffenen Vereine mit sich bringt. Die einen trauern um das Gebäude, andere begründen das Aus damit, es werde nicht mehr benötigt. 

Für die Ortsgruppe Eitweg des Österreichischen Kameradschaftsbunds (ÖKB) war die Festhalle »enorm wichtig«. So heißt es in einem Text, der der Einladung zum ÖKB-Fronleichnam-Frühschoppen, der am Donnerstag, 4. Juni, stattfand, angefügt war. Darin stand zu lesen: »Da der Besitzer des Grundes, auf dem unsere Festhalle steht, die Pacht nicht mehr verlängert, müssen wir die Festhalle abreißen.« Laut dem Eitweger Kameradschaftsbund verliere damit nicht nur dieser Verein, sondern auch die Eitweger Feuerwehr und der Sportverein Eitweg einen Ort »für die Durchführung der jeweiligen Frühschoppen«.

Johann Steinbauer, Obmann des ÖKB Eitweg: »Im vergangenen Jahr hatten wir dort die letzte Veranstaltung. Ja, für uns ist der Verlust schlimm, aber die Grundbesitzerin will uns nicht mehr.« Da der Verein die lange Tradition des Frühschoppens nach dem Fronleichnam-Gottesdienst und dem Umgang aufrechterhalten will, ist er mit der Veranstaltung nun in den Pfarrhof in St. Ulrich ausgewichen. »Wir haben ein Zelt für 300 Leute«, sagt der Obmann. Gefragt nach der Zukunft, meint Steinbauer: »Wir werden schauen. Vielleicht bekommen wir von der Stadtgemeinde etwas. Abwarten.«

Besitzerin widerspricht

Die St. Andräer ÖVP-Gemeinderätin Petra Lingitz ist die Besitzerin der Halle. Sie sagt: »Nein, es ist nicht so, dass ich den Eitweger ÖKB nicht mehr will. Es besteht einfach kein Bedarf mehr für die Halle.« Früher gab es die Festhallen-Gemeinschaft, in der mehrere Vereine vertreten waren, die sie auch nutzten. »Jetzt sind es nur mehr der ÖKB, die Feuerwehr und der Sportverein. Die Feuerwehr hat aber ein neues Rüsthaus, der Sportverein stellt bei Veranstaltungen ein Zelt am Sportplatz auf. Die Halle wird nicht mehr gebraucht.« Das sei auch in einer gemeinsamen Sitzung so festgelegt worden. »Und deshalb haben wir auch keinen Pachtvertrag mehr gemacht«, sagt Lingitz, die betont: »Wir sind im Guten auseinander gegangen.« 

Sie verweist auch darauf, dass die Halle in die Jahre gekommen ist und erhalten werden muss – eine Last, die der ÖKB laut ihr alleine nicht bewältigen könne. Auf die Frage, wer das Gebäude entfernt, sagt die Besitzerin: »Eine Firma trägt die Halle derzeit ab und verwendet das brauchbare Material weiter.« Das wäre bereits früher geschehen, allerdings hatte das Gebäude ein Dach aus Faserzement. Lingitz: »Das muss extra abgetragen werden. Es war eine lange Prozedur, bis das Unternehmen das machen durfte.« 

Das sagt die Bürgermeisterin

Die St. Andräer Bürgermeisterin Maria Knauder (SPÖ) sagt: »Die Festhalle wurde früher von mehreren Vereinen gut genutzt. Geblieben sind der ÖKB und die Feuerwehr, die Veranstaltungen bei ihrem neuen Rüsthaus macht. Und der ÖKB wurde im Pfarrsaal untergebracht. Natürlich ist es schade um die Halle, aber die Situation hat sich verändert. Wenn die Vereine weg sind, ist das ein Problem.« Doch es gebe auch in Zukunft  Möglichkeiten, Veranstaltungen in Eitweg durchzuführen, sagt Knauder: »Das Miteinander wird weiter unterstützt.«

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