10 Jahre Lavanthaus: Vom Stallgebäude zum BusinesszentrumAusgabe | Montag, 25. Juni 2018

Zehn Jahre nach der Eröffnung sind die Büros des Lavanthauses der Wolfsberger Stadtwerke voll ausgelastet: 15 Unternehmen mit 65 Mitarbeitern finden dort Platz. Vorigen Freitag wurde das Jubiläum gefeiert und auf die Geschichte des Gebäudes zu- rückgeblickt.

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WOLFSBERG. Beim Lavanthaus handelte es sich ursprünglich um ein Gebäude aus dem 19. Jahrhundert, das als Rossstall zum Schloss Bayerhofen gehörte.

Im Jahr 1955 kaufte die Familie Theiss das Gebäude und baute es zur Druckerei um. Nachdem diese den Betrieb nach St. Stefan verlegt hatte, stand das Gebäude leer. Die Wolfsberger Stadtwerke erwarben es im Jahr 2004 um einen Kauf- preis von rund 1,1 Millionen Euro, um dort das „Lavanthaus“ zu errichten, das 2008 eröffnet wurde. „Wir hatten damals einen Mangel an Fläche, aber viele innovative Gründer“, so Stadtwerke-Geschäftsführer Dieter Rabensteiner, der sich im Rahmen der Jubiläumsfeier bei allen Mietern für die Treue und das gute Miteinander bedankte.

 

„Schwierige Baustelle“

Das Lavanthaus war das erste Projekt des Stadtwerke-Geschäftsberei- ches Immobilienentwicklung. Später folgte noch der Friedpark Wolfsberg sowie das Haus der Region.

„Mein Dank gilt auch dem damaligen Projektleiter Michael Verdnik, der auf dieser schwierigen Baustelle auf Kosten- und Zeitrahmen geachtet hat“, meint Rabensteiner. Das Projekt wurde während der Bauzeit von vielen Seiten mit Skepsis betrachtet. Dazu trugen Probleme mit der Bausubstanz bei, die erst während des Umbaus bemerkt wurden. Auch das Verwerfen des ursprünglichen Architektenentwurfs und die dadurch entstehenden Mehrkosten wurden kritisiert.

 

Wertsteigerung und voll Auslastung

„Das Konzept aus Kultur, Gastronomie und Wirtschaft geht auf. Wir haben in der Planungsrechnung mit einer Auslastung von 90 Prozent gerechnet, das haben wir deutlich übertroffen“, so Rabensteiner. Bei 95 Prozent liegt die Auslastung im Durchschnitt, gegenwärtig sind alle Büroflächen vermietet: 15 Unternehmen mit 65 Mitarbeitern beherbergt das Lavanthaus, wobei der größte Mieter die Stadtgemeinde mit dem „Museum im Lavanthaus“ (946 Qua- dratmeter) ist. „Wir haben die Büroflächen bewusst so gestaltet, dass sie für Start-Ups und innovative Dienstleistungsunternehmen ansprechend sind“, erzählt Rabensteiner. Gesamt stehen 1.464 Quadratmeter für Unternehmen zur Verfügung.

 

Energieeffizientes Gebäude

5,2 Millionen Euro wurden in den Grundstückskauf und den Bau investiert. Dabei wurde immer betont, dass das Lavanthaus als Ertragsobjekt angelegt sei. Rechnet sich das auch? „Wir haben eine Rendite durch die Mieterlöse von 5,7 Prozent“, so Rabensteiner, der die Wertsteigerung des Gebäudes betont: „Ein Gutachten im Jahr 2015 hat uns bestätigt, dass der Wert des Gebäudes bereits bei 6,9 Millionen Euro liegt.“ Daneben wurden mit der Photovoltaikanlage nochmals 30.000 Euro im Jahr 2012 investiert, wobei 15.000 Euro durch Förderungen von Land und Stadtgemeinde gedeckt wurden. „Zehn bis zwölf Jahre wird es dauern, bis wir diese Investition amortisiert haben“, so Rabensteiner. Die Anlage wurde von Voll- auf Überschusseinspeiser umgestellt. „Da wir selbst im Haus einen Eigenver- brauch haben, verkaufen wir nur das weiter, was wir nicht selbst verbrauchen“, führt Rabensteiner aus. Aufgrund der Photovoltaikanlage und der Verwendung von Erdwärme ist das Lavanthaus gesamt auf Energieklasse B eingestuft. „Für ein Bürogebäude ist das sehr gut“, so Rabensteiner.

 

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