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Innenverteidiger Raphael Schifferl (22) möchte in der Bundesliga durchstartenAusgabe 8 | Mittwoch, 23. Februar 2022

Im vergangenen Sommer schloss sich Raphael Schifferl den »Young Violets« in Wien Favoriten an. Sein Ziel ist die Bundesliga. Neben seinem fußballerischen Leben studiert der Wolfsberger in Klagenfurt.

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Unterkärntner Nachrichten Redakteur Philipp Tripolt Von Philipp Tripolt tripoltno@spamunterkaerntner.at
Auf Leihbasis wechselte Raphael Schifferl im Sommer des Vorjahrs zu den »Young Violets«, der zweiten Mannschaft des Bundesligavereins Austria Wien. In der Innenverteidigung zählt der 1,95 Meter große Wolfsberger zum Stammpersonal. Fotos: FK Austria Wien / Köhler

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Wolfsberg, Wien. Schon seit Kindestagen spielt der Fußball eine große Rolle im Leben von Raphael Schifferl. Der 22-jährige Wolfsberger begann seine Karriere im Nachwuchs des ATSV Wolfsberg. »Das hat sich so ergeben, weil ich unbedingt Fußball spielen wollte. Mein älterer Bruder Sandro hat mit mir gemeinsam beim ATSV und beim WAC gespielt. Vielleicht hat er den Ausschlag gegeben«, erzählt Schifferl. 

Nach seiner Zeit beim ATSV wechselte der heute 1,95 Meter große Innenverteidiger zum WAC. Dort durchlief er die Nachwuchsabteilungen, bis er zur Akademie von Sturm Graz wechselte, um später in die WAC-Akademie zurückzukehren und schließlich einen Platz im Kader der WAC Amateure zu erhalten. Schifferl, der vor vier Jahren am BORG Klagenfurt maturierte, absolvierte neben seiner Zeit bei den Amateuren auch den Zivildienst beim Roten Kreuz in Wolfsberg, wo sein Vater, Martin Schifferl, Bezirksstellenleiter ist. »Ich bin dann für drei weitere Jahre beim Roten Kreuz aktiv gewesen, nur seit Sommer habe ich dafür leider keine Zeit mehr«, erklärt Schifferl.

»Ich wurde sofort gut aufgenommen und habe Wertschätzung gespürt«
Raphael Schifferl über seinen Wechsel nach Wien

Denn im Sommer folgte eine Leihe vom WAC zu den »Young Violets«, der zweiten Mannschaft des Bundesligavereins Austria Wien, die in der zweiten Liga aktuell auf dem 13. Rang steht. »Ich wurde sofort gut aufgenommen und habe Wertschätzung gespürt. Die Professionalität hier in Wien ist schon sehr beeindruckend«, so Schifferl, der in der Innenverteidigung zum Stammpersonal zählt und mit seiner ersten Saisonhälfte in Wien durchaus zufrieden ist: »Ich hatte zwar beim WAC schon die Möglichkeit, mit den Profis mitzutrainieren, aber es war mir wichtig, Spielzeit auf einem höhen Level zu bekommen. Es ist genau so, wie ich es mir vorgestellt habe. Ich wollte Einsätze bekommen und Erfahrung sammeln, und meine Leistungen waren in der Hinrunde auf einem guten Niveau. Ich habe in der Vorbereitung im Sommer schon gemerkt, dass ich mit dem Tempo mithalten kann.« Mit den WAC Amateuren war Schifferl in der Regionalliga aktiv, nun spielt er eine Spielklasse höher. Über den Leistungsunterschied sagt er: »Es ist schwierig, die Liga als Ganzes zu sehen. Aber generell kann man sagen, dass die Qualität einfach viel höher ist. Man kann sich keine Fehler erlauben.«

Aktuell wohnt er in einer vom  Verein zur Verfügung gestellten Wohnung, die sich in unmittelbarer Nähe des Stadions befindet. »Ich bin sehr gerne in Wolfsberg, aber auch gerne in Wien. Es ist eine tolle Stadt, aber ich fahre regelmäßig nach Hause«, so Schifferl, der aktuell an der Alpe Adria Universität in Klagenfurt Medien- und Kommunikationswissenschaft studiert. »Seit ich ihn Wien bin, ist es etwas schwieriger, deshalb kann ich aktuell nur Online-Lehrveranstaltungen besuchen. Beruflich würde mich später etwas im Bereich Fernsehen, etwa Moderation, interessieren. Aktuell ist das Studium zweitrangig, aber beenden möchte ich es auf jeden Fall«, erklärt Schifferl. 

Kurzfristig ist sein Ziel, »so viele Einsätze wie möglich zu erhalten und auf mich aufmerksam zu machen«. Wie es im Sommer weitergeht, ob er in Wien bleibt, zum WAC zurückkehrt oder bei einem neuen Verein unterschreibt, weiß er aktuell noch nicht. Langfristig ist sein Ziel, in der Bundesliga zu spielen. Der große Traum des Chelsea-Fans, dessen Vorbild der englische Profi Gary Cahill ist, lautet England: »Von meiner Spielanlage her sehe ich mich dort.«

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