Erster Sieg in Salzburg: WAC besiegt den MeisterAusgabe 52 | Mittwoch, 23. Dezember 2020

Tore von Scherzer, Joveljic und Peretz sicherten dem WAC am vergangenen Sonntag den ersten Bundesligasieg in Salzburg. Der 3:2-Sieg bringt die Wölfe zum Jahreswechsel auf den sechsten Tabellenplatz. Weiter geht es am 17. Jänner im Nachtrag gegen Sturm Graz.

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Unterkärntner Nachrichten Redakteur Philipp Tripolt Von Philipp Tripolt tripoltno@spamunterkaerntner.at
Dejan Joveljic (Bild oben, r.) leistete die Vorarbeit zum 1:0, bevor er nur 68 Sekunden später auf 2:0 stellte. Trainer Ferdinand Feldhofer (Bild unten) sprach nach dem Spiel über ein »Jahr der Superlativen«: Aufstieg in das Europa-League-Sechzehntelfinale, Viertelfinale im ÖFB-Cup und sechster Tabellenrang zum Jahreswechsel. Foto: Pulsinger

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Wolfsberg. Dank eines verwandelten Elfmeters in der Schlussminute siegte der WAC in der vorigen Runde, im letzten Heimspiel des Jahres, gegen Austria Wien mit 3:2. Das gleiche Ergebnis gab es am vergangenen Sonntag, als die Wölfe bei Meister Red Bull Salzburg gastierten.

WAC-Trainer Ferdinand Feldhofer schickte folgende Startelf gegen den Tabellenführer auf das Feld: Kofler; Novak, Baumgartner, Lochoshvili, Scherzer; Taferner, Liendl, Leitgeb, Sprangler; Vizinger und Joveljic. Beide Teams zeigten in der ersten Halbzeit ein Spiel auf Augenhöhe, dem es aber an Großchancen mangelte. Salzburg kam durch Daka zweimal gefährlich vor das Tor (14. und 38. Minute), vergab aber jeweils. Der WAC stand defensiv solide und tauchte ebenfalls zweimal gefährlich vor dem gegnerischen Gehäuse auf. Zuerst hatte Vizinger, nach weitem Zuspiel von Kofler, die Möglichkeit zur Führung auf dem Fuß (18.), aber scheiterte an Salzburg-Schlussmann Stankovic. Nur 14 Minuten später belohnte Taferner ein schönes Solo fast mit einem Tor, doch auch er scheiterte am Salzburg-Keeper.

Fünf Tore im zweiten Durchgang
Nach dem Seitenwechsel startete Salzburg besser. Der Meister vergab allerdings seine Chancen. Innerhalb von nur 68 Sekunden traf der WAC dann doppelt. Zuerst war Scherzer nach Vorarbeit von Joveljic erfolgreich, bevor Joveljic selbst, nach Vorlage von Vizinger auf 2:0 für die Wölfe stellte (51. und 52. Minute).

Nach einer guten Stunde war dann auch Salzburg erfolgreich. Eine Kristensen-Hereingabe konnte Kofler nicht ganz entschärfen, Berisha stand für den Abstauber bereit (64.). Nur fünf Minuten später leitete Szoboszlai einen Konter ein, den Daka zum 2:2-Ausgleich abschloss.

»Wir haben heute wieder Geschichte geschrieben für den Verein«
Ferdinand Feldhofer, WAC-Trainer

In der 74. Minute drehte Salzburg das Spiel beinahe – Berisha traf die Stange. Weitere fünf Minuten später die erneute Führung für die Wölfe. Peretz schloss, nach Vorarbeit von Liendl, ins lange Eck zur 3:2-Führung ab. Kofler hielt in der Nachspielzeit mit einer Parade gegen Berisha noch den Sieg fest.

»Wir haben heute wieder Geschichte geschrieben für den Verein, weil wir da noch nie gewonnen haben. In diesem Jahr an Superlativen war das heute der i-Punkt. Hätte uns das jemand gesagt, dass wir als Dritter fix an der EL teilnehmen, die Gruppenphase souverän meistern, wieder im Cup-Viertelfinale stehen und in den Top Sechs überwintern – viel mehr geht nicht meiner Meinung nach. Ich ziehe den Hut vor den Spielern und dem Staff«, war WAC-Trainer Feldhofer zufrieden.

Spirituelle Verstärkung
Bereits vor dem Spiel gab der WAC den ersten »Neuzugang« des Winters bekannt. Mit Wirksamkeit vom 1. Jänner 2021 wurde der Wolfsberger Stadtpfarrer Christoph Kranitzki von Bischof Josef Marketz zum Geistlichen Begleiter des Vereins ernannt. Kranitzki zeigt sich über seine zusätzliche neue Funktion »dankbar und erfreut«. Geistliche Begleitung des WAC sei für ihn auch »eine Plattform für konkrete Seelsorge vor Ort, bei denen er den Menschen nahe sein kann, nicht nur dem Team, sondern vor allem auch den Fans«.

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