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Frantschach-St. Gertraud hat neuen Gemeindevorstand, Ehrung für DornerAusgabe 29 | Mittwoch, 15. Juli 2026

Der Wechsel ist vollzogen. Gerald Walzl (34) ist neuer Gemeindevorstand der Liste FSGA in Frantschach-St. Gertraud.

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Frantschach-St. Gertraud. Der Wechsel ist vollzogen. Gerald Walzl (34) ist neuer Gemeindevorstand der Liste FSGA in Frantschach-St. Gertraud. Er wurde in der Gemeinderatssitzung am 8. Juli von Bürgermeister Günther Vallant (SPÖ) angelobt.

Walzl folgt Ernst Vallant nach, der (wie berichtet) zuletzt seinen Rückzug mit den Worten ankündigte, man werde die Liste Frantschach-St. Gertraud Aktiv »breiter aufzustellen und die Verantwortung auf mehrere Schultern verteilen, um noch besser auf die bestehenden Probleme reagieren zu können«. Vallant zieht sich aber nicht völlig zurück, der frühere Vizebürgermeister bleibt Gemeinderat und Fraktionssprecher.

»Wir haben viel für die Gemeinde bewegt, auch wenn wir nicht immer einer Meinung waren«
Bürgermeister Günther Vallant, zu Ex-Gemeindevorstand Vallant

Bürgermeister Günther Vallant (SPÖ) sagte in Richtung Ernst Vallant, »wir haben viel für die Gemeinde bewegt, auch wenn wir nicht immer einer Meinung waren«. Damit spielte er auf die stete Kritik des FSGA-Chefs am Veranstaltungszentrum »Artbox« an. Für Ernst Vallant sei das Wohlergehen der Gemeinde aber stets im Vordergrund gestanden, so der Bürgermeister weiter. Dann: »Und weil dir die Arbeit mit mir so viele Kräfte raubte, gebe ich dir jetzt etwas zurück« – worauf er dem scheidenden Gemeindevorstand einen Korb mit Lebensmitteln überreichte. 

Mehr Verantwortung

Walzl wurde von Günther Vallant daran erinnert, dass auf ihn mehr Verantwortung und mehr Zeitaufwand zukommen. Er lobte den neuen Gemeindevorstand als einen, der die Aufgaben nicht auf die leichte Schulter nehme, und sagte: »Ich strecke meine Hand aus, auf gute Zusammenarbeit.« Danach gab es für Walzl einen Weinkühler samt Gemeindewappen.

Ernst Vallant sagte, Walzl und Renate Knauder, die wie bisher Ersatzmitglied des Gemeindevorstands bleibt, werden nun Verantwortung »in der ersten Reihe« übernehmen. Die Gemeinde stehe vor »massiven finanziellen Herausforderungen«, Walzl und Knauder werden aber zur positiven Entwicklung beitragen. Walzl selbst kündigte an, die FSGA werde weiter die »Kontrollfunktion« übernehmen. 

Danach wurde zur Tagesordnung übergegangen. Einstimmig beschloss der Gemeinderat, dem Kamper Energielandwirt Franz Dorner und Josef Lichtenegger die Ehrennadel in Gold zu verleihen. Beide haben sich um die Umwandlung der früheren Volksschule Kamp in das heutige Vereinshaus verdient gemacht, in dem auch die Kindergruppe »Kamper Käferlein« untergebracht ist. Die Gruppe feiert heuer ihr 20-jähriges Jubiläum. Aus diesem Anlass wurde eine Erinnerungstafel einstimmig beschlossen, die bei der Feier enthüllt werden soll.

Jugendfeuerwehr kommt

Auch die Feuerwehr kam zur Sprache: So will die FF Frantschach-St. Gertraud eine Jugendfeuerwehr gründen. Dafür ist ein Antrag an den Landesfeuerwehrverband nötig, den der Gemeinderat absegnen musste. Alle Fraktion waren dafür. Der Bürgermeister: »Wir mussten erst die Räume für eine Jugendfeuerwehr schaffen«, was mit dem neuen Rüsthaus erledigt ist. Zwei Kameraden werden zu Jugendbeauftragten ausgebildet.

Gut verlaufen ist das mit den Wolfsberger Stadtwerken vor sechs Monaten gestartete Pilotprojekt »Restmüll- und Kunststoffsackabholung Untergösel-Obergösel«, bei dem Restmüll und gelbe Säcke vor Ort abgeholt werden. Die Akzeptanz ist so gut, dass es nicht nur mit 1. Jänner 2027 in den Regelbetrieb übergehen wird, es soll auch ausgeweitet werden.

Aufgestockt wurden die Mittel für Straßen- und Brückensanierungen. Waren erst 235.000 Euro vorgesehen, verteuerten sich die Arbeiten, da mehr Material benötigt wurde. Außerdem stellte ein Gutachter fest, dass die Brücke zur Franz-Müller-Siedlung sowie fünf Brücken im Prackengraben repariert werden müssen. Die Kosten betragen jetzt 282.000 Euro.

Die Mitarbeiter des Gemeindebauhofs werden die ersten im Tal sein, die ein elektrisches Pritschenfahrzeug pilotieren. Der alte Diesel-Opel wurde um 9.600 Euro verkauft, jetzt wird ein E-Sprinter von Mercedes angeschafft. Die Tests verliefen gut, Mercedes gewährt ordentlichen Rabatt, außerdem gibt es 7.500 Euro Landesförderung. Das Fahrzeug wird um 55.000 Euro gekauft.

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