Naturerlebnis Hohe TauernAusgabe | Mittwoch, 19. Dezember 2018

Die fast unberührte Natur in den Hohen Tauern wird auf vielen Wegen mit lehrreichen Aktivitäten verbunden. Neben den vielen Freiluftaktivitäten wird Natur- und Kulturraum durch die Besucherzentren verbunden.

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Hohe Tauern. Mit einer Gesamtfläche von 1.856 km2 (Kärnten: 440 km2, Salzburg: 805 km2 und Tirol: 611 km2) ist der Nationalpark Hohe Tauern der größte Nationalpark des gesamten Alpenraumes und zugleich eines der größten Schutzgebiete in Mitteleuropa.

Unterschieden wird zwischen Außen-  (638 km2) und Kernzone (1.198 km2). Die Außenzone dient durch gezielte Förderungen almwirtschaftlicher Maßnahmen dazu, die charakteristische Landschaft zu erhalten. In der Kernzone herrscht strenger Schutz. Drei Viertel der Fläche der Kernzone sind ausgeschlossen von wirtschaftlicher Nutzung. Der Nationalpark erstreckt sich von Ost nach West auf einer Länge von rund 100 Kilometern und von Süd nach West auf rund 40 Kilometern. Insgesamt gibt es hier über 300 Berggipfel mit einer Seehöhe über 3.000 Meter – darunter mit dem Großglockner auch den höchsten Punk Österreichs (3.798 Meter). Ganz wie vom Nationalpark-Konzept beabsichtigt, ist der Nationalpark Hohe Tauern für jeden zugänglich. Auf Verbotstafeln wird bewusst verzichtet. Es wird darauf vertraut, dass das Verantwortungsbewusstsein jedes Besuchers hinsichtlich Natur und deren Schutz ausreicht.

Für Pflanzen und Tiere bietet der Nationalpark einen gesicherten ökonomischen Lebensraum. Von den in Österreich nachgewiesenen Pflanzenarten sind mehr als ein Drittel hier vertreten. Ähnlich sieht es in der Tierwelt aus: Hier sind es rund 50 Prozent. Unter ihnen auch Tierarten, die bereits vom Aussterben bedroht waren und im Nationalpark einen sicheren Lebensraum haben. Grund dafür sind neben den vielfältigen Anpassungsstrategien der Tiere und Pflanzen auch die vielschichtigen Bedingungen im Hochgebirge.

Auf Besuch eingestellt
Naturinteressierte dürfen hier aus einem breiten Freizeitangebot wählen. Neben den Themenwegen, auf denen die Besucher die Natur auf eigene Faust erkunden können, gibt es insgesamt vier Besucherzentren mit verschiedenen Schwerpunkten. In den Nationalparkwelten in Mittersill erhalten die Besucher ganzjährig einen ersten Eindruck über den Nationalpark.

Die Kaiser-Franz-Josefs-Höhe bietet nicht nur ein Besucherzentrum mit Kino, sondern auch einen eindrucksvollen Blick auf den Glockner, Wanderwege, Aussichtswarte und den Zustieg zur Gletscherbahn in der näheren Umgebung.Das Besucherzentrum Mallnitz dient als Bildungseinrichtung. Besonders Schulklassen freuen sich über die Erlebnisstationen und gehen der Natur des Nationalparks auf den Grund.

Das vierte Besucherzentrum im Nationalpark ist das Nationalparkhaus in Matrei. Unter dem Titel »Momente des Staunens« werden bei einer Ausstellung verschiedene Lebensräume des Parks vorgestellt. Der Besuch ist gratis.

Im Nationalpark Hohe Tauern gibt es für die Besucher viel zu erleben und noch mehr zu sehen. Die unzähligen Wasserfälle, die Bergseen, die Gletscher, die Wanderwege und Klettersteige mit einer Gesamtlänge von 4.300 Kilometern – alles im Einklang mit der Tier- und Pflanzenwelt.

ThemenReise, Hohe Tauern, Nationalpark, Natur
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