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Wolfsberg. Es ist schon wieder eine Weile her: Am 23. April beschloss der Wolfsberger Gemeinderat, bei der Bezirkshauptmannschaft Wolfsberg ein Ab-
biegeverbot vom Hohen Platz in Richtung Rathausplatz und von der Bamberger Straße in die Burgergasse zu beantragen. Der Zweck: Der Hohe Platz soll entlastet und der Abkürzungsverkehr unterbunden werden.
Um festzustellen, wie viele Fahrzeuge täglich die Strecke über den Hohen Platz wählen, wurden bereits vor Monaten Kameras und Zählgeräte angebracht. Doch der Test wird jetzt laut dem Wolfsberger Bezirkshauptmann Georg Fejan wiederholt: Es werden abermals Systeme installiert, die die Fahrzeuge zählen sollen. Fejan: »Ein Sachverständiger des Landes Kärnten wurde beauftragt, die Verkehrsströme zu messen. Es wurden damals Kameras installiert, das soll jetzt neuerlich gemacht werden, um optimale Erkenntnisse zu erzielen.« Die Ursachen der Wiederholung sind dem Bezirkshauptmann nicht bekannt.
»Ich sehe es positiv, wenn der Hohe Platz nicht mehr als Pendlerstrecke benutzbar wäre«
Georg Fejan, Bezirkshauptmann
Liegen die Ergebnisse vor, erhält die Bezirkshauptmannschaft ein Gutachten, das in die Entscheidung über die Abbiegeverbote einfließen wird. Einen Zeitpunkt, wann die Expertise fertig sein wird, kann Fejan nicht nennen: »Ich hoffe, es kommt bald.«
Befragt nach seiner Meinung zu den geplanten Abbiegeverboten, sagt der Bezirkshauptmann: »Ich bin grundsätzlich immer neutral. Aber ich denke, es wäre wert, diese Variante zu erproben, denn sie würde erst als Test durchgeführt. Am Hohen Platz herrscht starker Verkehr. Mit diesen Maßnahmen wäre der Platz weiter erreichbar, zugleich könnte der Durchzugsverkehr verhindert werden. Ich sehe es positiv, wenn der Hohe Platz nicht mehr als Pendlerstrecke benutzbar wäre, die Situation könnte sich spürbar verbessern.«
Schlagholz wird widersprochen
Der frühere Wolfsberger Bürgermeister Hans-Peter Schlagholz sagte jetzt im Interview (siehe UN31/2026) zu den beantragten Abbiegeverboten: »Das ist ja nichts Neues. Wir wollten früher schon einmal ein solches Abbiegeverbot einführen, aber die Bezirkshauptmannschaft hat es damals abgelehnt.« Dem widerspricht Fejan: »Es gab seinerzeit verschiedene Ideen, in der jetzigen Form lag der Vorschlag aber nicht auf dem Tisch.«
Das unterstreicht auch die Stadt Wolfsberg. In einer Stellungnahme heißt es: »Der eingereichte Antrag unterscheidet sich wesentlich von jenem Modell, das in der Vergangenheit diskutiert wurde. Anpassungen wurden insbesondere im Bereich der Burgergasse vorgenommen. Der nun bei der Bezirkshauptmannschaft Wolfsberg anhängige Antrag sieht eine gegenüber den früheren Überlegungen geänderte Verkehrsregelung vor.«
»Der Antrag unterscheidet sich wesentlich vom Modell, das in der Vergangenheit diskutiert wurde«
Die Stadt Wolfsberg zur Aussage Schlagholz´
Über die neue Verkehrszählung scheint die Stadt nicht informiert zu sein. Generell teilt sie zum Antrag mit: »Das Verfahren ist derzeit bei der Bezirkshauptmannschaft Wolfsberg anhängig. Der Stadtgemeinde Wolfsberg liegt bislang keine Entscheidung der Behörde vor. Informationen zu einem möglichen Zeitpunkt des Inkrafttretens sowie zu den Ergebnissen der durchgeführten Verkehrszählungen sind der Stadtgemeinde derzeit nicht bekannt.« Die Stadt blicke dem Abschluss des Verfahrens zuversichtlich entgegen und hoffe auf eine positive Entscheidung, um den Durchzugsverkehr eindämmen zu können.

Von Horst Kakl
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