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Wolfsberg. Wie sehr sich Orte im Laufe der Zeit verändern, fällt oft erst auf den zweiten Blick auf. Genau diesen Blick ermöglicht nun ein neues Kalenderprojekt aus dem Lavanttal. Der hochwertige A3-Kalender »Das Lavanttal – damals & heute« verbindet historische Aufnahmen mit neueren Fotografien derselben Orte und macht so den Wandel der Region auf anschauliche Weise sichtbar.
Initiiert wurde das Projekt von Daniel G. Strassnig, der vielen bereits als Administrator der Facebookgruppe »Das Lavanttal in alten Ansichten« bekannt ist. Die Online-Community zählt mehr als 11.000 Mitglieder und hat sich in den vergangenen Jahren zu einer wichtigen Plattform für historische Fotografien aus dem gesamten Tal entwickelt. Dort werden regelmäßig alte Postkarten, Fotografien und Erinnerungen geteilt – oft mit lebhaften Diskussionen über Orte, Gebäude und Geschichten aus vergangenen Zeiten.
Eine spontane Idee
Aus dieser Leidenschaft für historische Bilder entstand schließlich die Idee, ein größeres Projekt zu realisieren. »Ich wollte schon lange mit der großen Anzahl von historischen Bildern ein Projekt machen. Die Damals-und-Heute-Idee entstand spontan, da ich wusste, dass lokale Fotografen, in diesem Fall Christian Drobny und Marco Staubmann, entsprechende Aufnahmen der Orte gemacht haben. Ihnen gilt auch ein großer Dank, dass sie die Bilder für das Projekt zur Verfügung gestellt haben«, erklärt Strassnig.
Die neueren Fotografien entstanden ursprünglich im Rahmen eines Ausstellungsprojekts und zeigen bekannte Plätze und Landschaften aus einer zeitgemäßen Perspektive. Durch den Kalender werden diese Aufnahmen nun dauerhaft zugänglich gemacht und über den ursprünglichen Ausstellungsrahmen hinaus einer breiten Öffentlichkeit präsentiert.
»Jeder, der den Kalender bisher gesehen hat, fängt sofort an zu vergleichen«
Daniel G. Strassnig, Projekt-Initiator
Der Kalender umfasst 14 ausgewählte Bildpaare, die jeweils historische Ansichten mit einer neueren fotografischen Interpretation desselben Standorts kombinieren. Vertreten sind alle neun Gemeinden des Lavanttals – von Reichenfels bis Lavamünd.
Gerade diese direkte Gegenüberstellung von alten und neuen Ansichten macht den besonderen Reiz des Kalenders aus. »Jeder, der den Kalender bisher gesehen hat, fängt sofort an zu vergleichen«, erzählt Strassnig. »Man entdeckt plötzlich Details, die man im Alltag kaum wahrnimmt – Gebäude, Straßenverläufe oder Landschaften, die sich im Laufe der Jahrzehnte stark verändert haben.«
So wird der Kalender nicht nur zu einem dekorativen Begleiter durchs Jahr, sondern auch zu einer kleinen Zeitreise durch das Lavanttal. Viele Motive wecken Erinnerungen und laden dazu ein, die eigene Heimat aus einer neuen Perspektive zu betrachten.
Bewusst wurde der Kalender zeitlos gestaltet und ist nicht an ein bestimmtes Jahr gebunden. Dadurch kann er auch in Zukunft immer wieder verwendet werden.
Interessierte können den Kalender noch bis 15. März zum Vorbestellpreis von 15 Euro direkt bei Daniel Strassnig reservieren. Bestellungen sind per E-Mail an daniel@strassnig.net möglich. Ab Anfang April wird der Kalender zum regulären Preis von 19,90 Euro auch im regionalen Handel erhältlich sein, unter anderem im Museum im Lavanthaus, der Kärntner Buchhandlung, der Buchhandlung San Damiano, im Haus der Region und im Genussladen St. Paul.
Mit der ersten Auflage soll auch getestet werden, wie groß das Interesse an solchen regionalen Bildprojekten ist. Für Strassnig steht dabei vor allem eines im Mittelpunkt: die Geschichte des Lavanttals sichtbar zu machen und für kommende Generationen festzuhalten.

Von Unterkärntner Nachrichten Redaktion
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