Seit 1887 | Das unabhängige Wochenblatt für Unterkärnten

St. Pauler Delegation besichtigte autonomen Bus – Testbetrieb ab 2028Ausgabe 17 | Donnerstag, 23. April 2026

In zwei Jahren soll Testbetrieb mit einem autonomen Bus in St. Paul gestartet werden. Auch in St. Andrä könnte später eine Haltestelle für den Bus entstehen.

E-Mail

0 Kommentare

Meist gelesen

Artikel

St. Paul, Graz.  Ein Blick in die mobile Zukunft führte kürzlich Vertreter des St. Pauler Gemeinderats nach Graz. Die Delegation reiste mit der Bahn an, um die ALP.Lab GmbH, die auf dem Gelände der TU Graz eines der spannendsten Mobilitätsprojekte Österreichs betreibt, zu besichtigen. Abgeholt wurden die Lavanttaler Mandate vom selbstfahrenden Torus-Bus. Allerdings noch mit Chauffeur, da autonome Fahrzeuge in Österreich nur auf genehmigten Strecken zugelassen sind. 

Empfangen wurden die Besucher von Geschäftsführer Christoph Knauder, einem gebürtigen Lavanttaler, der die Technologie nicht nur präsentierte, sondern auch die rechtlichen Rahmenbedingungen des bereits angelaufenen Projekts erklärte. 

Der Gemeinderat von St. Paul hat die Umsetzung des autonomen Verkehrssystems bereits im Vorjahr einstimmig beschlossen – ein klares Signal für Innovationsbereitschaft.

Ab dem Jahr 2028 soll ein selbstfahrender Bus erstmals auf den Straßen von St. Paul unterwegs sein. »Ziel ist es, ein voll automatisiertes Zubringersystem vom Ortskern zum Koralmbahnhof zu testen – ein entscheidender Schritt, um die sogenannte ›Letzte Meile‹ effizienter und klimafreundlicher zu gestalten«, erzählt der St. Pauler Bürgermeister Stefan Salzmann. 

In einer ersten Phase soll die Teststrecke vom Ortszentrum St. Paul zum Bahnhof führen. In einer späteren Ausbaustufe soll der autonome Bus sogar bis St. Andrä fahren. Damit könnte das Lavanttal zu einer Modellregion für autonome Mobilität im ländlichen Raum werden.

Bei der Besichtigung in Graz bekamen die Vertreter der Marktgemeinde St. Paul einen Eindruck davon, wie sich ein automatisierter Bus im realen Straßenverkehr orientiert: Sensoren, Kameras, Radar, künstliche Intelligenz – ein Zusammenspiel, das den Verkehr der Zukunft sicherer und effizienter machen soll. Knauder zeigte den Besuchern aus dem Lavanttal auch, wie das Fahrzeug Hindernisse erkennt, Entscheidungen trifft und sich autonom durch komplexe Situationen bewegt.

Für St. Paul ist das Zukunftsprojekt mehr als ein technisches Experiment. Es ist ein Bekenntnis zur Weiterentwicklung der Region, zur besseren Anbindung an die Koralmbahn und zu moderner Mobilität im ländlichen Raum.

0 Kommentare Kommentieren

Keine Kommentare gefunden!

Liebe Leserinnen und Leser, in diesem Kommentarbereich prüfen wir alle Beiträge, bevor sie veröffentlicht werden. Ihr Kommentar erscheint, sobald er gesichtet wurde.

Bitte melden Sie sich an, um die Beiträge zu lesen oder zu kommentieren.AnmeldenHier Registrieren