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Bad St. Leonhard, Linz. Nach einer Saison zwischen Hoffnung, Rückschlägen und einem versöhnlichen Abschluss zieht Skirennläufer Felix Hacker aus Bad St. Leonhard eine ehrliche Bilanz. Für den 26-Jährigen begann der Winter eigentlich nach Maß: Nach überstandener Verletzung – im Abfahrtstraining in Kitzbühel erlitt der Lavanttaler im Jänner 2025 ohne Sturz einen Riss des Kreuzbandes und einen Meniskusriss im linken Knie – feierte er beim seinem Comeback einen perfekten Einstand und sicherte sich gleich den Sieg im Europacup-Super-G von Santa Caterina. Es war ein Auftakt, der Erwartungen schürte, doch die Euphorie hielt nicht lange an. Aufgrund der Europacup-Erfolge aus der Saison 2024/25 hatte Hacker ein Fixticket für die Weltcupabfahrten in der abgelaufenen Saison. Im Training für die Abfahrt in Gröden folgte aber der nächste Rückschlag: eine Meniskusverletzung zwang den Bad St. Leonharder, der in Linz lebt, erneut zur Pause. »Es war eine schwierige Saison. In Gröden war ich noch nicht ganz bereit für den Weltcup. Ich hätte starten können, war aber körperlich und auch mental nicht so weit«, sagt Hacker rückblickend. Rund einen Monat fiel er aus. Zwar kehrte er danach ins Training zurück, unter anderem in Wengen, doch für einen Weltcup-Start reichte es nicht – trotz Fixticket.
So wurde die Saison zu einer zähen Angelegenheit. Im Europacup sammelte Hacker dennoch solide Ergebnisse, belegte Rang 13 in der Gesamtwertung, war zweitbester ÖSV-Athlet, bester Abfahrer und zweitstärkster Super-G-Läufer im Team. Nach der starken Vorsaison und mit einem Fixticket für den Weltcup ausgestattet, hatte er sich aber deutlich mehr erhofft. »Wenn man es nüchtern betrachtet, dann hört sich die Saison gar nicht so schlecht an. Aber wenn man von der Vorsaison etwas erfolgsverwöhnt ist, und ein Fixticket für den Weltcup hat, dann möchte man auch den nächsten Schritt machen. Ich konnte das Ticket heuer überhaupt nicht nutzen, das ist natürlich sehr schade«, sagt Hacker. Besonders schmerzlich: Die Chance, sich auch für die kommende Saison wieder ein fixes Weltcup-Ticket zu sichern, blieb ungenutzt. Am Ende fehlten nur wenige Punkte – auch, weil er in zwei Super-G-Rennen ausschied. »Das wäre schon wichtig gewesen, am Ende war es eine zähe Saison für mich«, so der 26-Jährige.
Versöhnlicher Abschluss
Immerhin gelang zum Saisonabschluss noch ein kleines Ausrufezeichen. Bei den kürzlich stattgefundenen österreichischen Meisterschaften auf der Reiteralm fuhr Hacker in der Abfahrt auf Platz zwei und sicherte sich damit den Vizemeistertitel. »Für mich persönlich war es ein versöhnlicher Abschluss«, sagt Hacker, auch wenn er bedauert, dass aufgrund fehlender Starterpflicht nicht alle ÖSV-Weltcup-Läufer dabei waren.
Zum Abschluss stehen noch einige Skitage und Materialtests auf dem Programm, unter anderem am Mölltaler Gletscher. »Dann will ich den Kopf frei bekommen, etwas Urlaub machen und mich auf die neue Saison fokussieren«, sagt der Lavanttaler. Die bevorstehende Saisonvorbereitung soll für den Lavanttaler erstmals seit längerer Zeit ohne Einschränkungen in Angriff genommen werden. Hacker: »Keine Krücken, keine Rücksicht auf Hüfte oder Knie, ich kann alles trainieren. Ich freue mich darauf, Gas zu geben.«
Sportlich bleibt die Marschrichtung für den 26-Jährigen klar: Über starke Leistungen im Europacup soll es zurück in den Weltcup gehen, dort will er Fuß fassen und sich etablieren. Doch über allem steht für Hacker: »Mein größtes Ziel ist es, dass ich verletzungsfrei durch den kommenden Winter komme. Wenn die Gesundheit mitspielt, bin ich schnell und dann stimmen auch die Ergebnisse.«

Von Philipp Tripolt
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