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Reichenfels. In der Vorwoche ging – erneut – eine Bauverhandlung in Reichenfels für den geplanten Um- und Zubau des Bildungscampus über die Bühne. Die Bauverhandlung wurde notwendig, da es kleinere Änderungen am bestehenden Plan gab, wie Bürgermeister Manfred Führer (ÖVP) erklärt: »Wir erhalten im unteren Bereich mehr geschlossene Fläche. Es handelt sich um rund 16 Quadratmeter. Es ging um keine Großbaustelle, sondern nur um eine kleine Abänderung des bestehenden Plans.« Der betroffene Bereich betraf eine Freiklasse. Hier kam es aufgrund von Platzmangel zu Diskussionsbedarf. Durch die Änderung soll dieses Problem nun behoben sein.
Spatenstich folgt demnächst
Nachdem nun die Bauverhandlung erfolgt ist, nähert man sich mit großen Schritten dem Spatenstich. Einen konkreten Termin nennt Führer noch nicht, aber: »Wir gehen von Ende Mai oder Anfang Juni aus.« Aktuell sind die einzelnen Arbeiten ausgeschrieben. Die Angebote der Firmen sollten laut Führer im April eingehen, dann wird auch ein Zeitplan erstellt. »Gebaut wird sicher im heurigen Jahr«, so der Bürgermeister, der auch sagt: »Schule, Kindergarten und Kindertagesstätte sollten im Herbst vor Schulbeginn fertig sein. Im Laufe des Jahres sollte der Rest fertig werden. Wenn gewisse Dinge dann erst im Jänner oder Feber 2027 fertiggestellt werden, wird das sicher nicht zum Problem.«
Der Schulcampus ist derzeit mit rund drei Millionen Euro Investitionsvolumen projektiert. Eine genaue Summe kann erst genannt werden, wenn alle Angebote der Firmen eingeholt bzw. im Gemeinderat beschlossen wurden. Der Förderanteil des Landes beträgt zwei Millionen Euro. »Durch weitere Förderungen, die noch dazukommen, liegt der gesamte Förderanteil bei rund 80 Prozent«, informiert Bürgermeister Führer über das Projekt, das im Jahr 2024 auf Eis gelegt wurde, da das Land den Sparstift ansetzen musste.
»Wir haben dann eine Bildungswelt, die alle nötigen Bereiche abdeckt«
Manfred Führer, Bürgermeister
Im Dezember 2025 konnte in der Sitzung des Reichenfelser Gemeinderats ein neuer Finanzierungsplan einstimmig beschlossen werden. Nach seiner Fertigstellung soll der Bildungscampus Platz bieten für die vier Klassen der Volksschule, die schulische Tagesbetreuung, die dann, mit dem erweiterten Platzangebot, zwei Gruppen umfassen wird, den Kindergarten mit zwei Gruppen und die Kindertagesstätte mit einer Gruppe. Zusätzlich wird es einen Speiseraum für den Kindergarten und die Ganztagsschule geben, einen Bewegungsraum und einen Musikschulbereich, der drei Unterrichtsräume und einen Ensembleraum für Proben und Vorführungen umfassen wird. »Wir haben dann eine Bildungswelt, die alle nötigen Bereiche abdeckt«, freut sich Bürgermeister Führer.

Von Philipp Tripolt
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