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Kulturverein will Teutonia-»Bude« übernehmen Ausgabe 33 | Mittwoch, 12. August 2026

»ReLavant« ist seit Jänner aktiv und im »Bücherladen« neben dem »Kost-Nix-Laden« am Hohen Platz in Wolfsberg angesiedelt. Obfrau Melitta Moser hat jetzt aber die Räume am Rathausplatz im Auge, die sie von der Stadt übernehmen will. Die bietet ein Gespräch an.

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Unterkärntner Nachrichten Redakteur Horst Kakl Von Horst Kakl kaklno@spamunterkaerntner.at
Bild links: Gabriele Furian (l.) und Obfrau Melitta Moser haben den Verein »ReLavant« ins Leben gerufen, der seine Veranstaltungen jetzt am Hohen Platz anbietet. Doch Moser ist dort nicht glücklich, sie hat ein Auge auf das frühere Vereinslokal der Burschenschaft »Teutonia« am Rathausplatz (Bild rechts) geworfen. Stadtgemeinde Wolfsberg, UN

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Wolfsberg. Seit Beginn des Jahres gibt es in der Bezirkshauptstadt einen neuen Kulturverein. Er nennt sich »ReLavant« und ist im »Bücherladen« neben dem »Kost-Nix-Laden« am Hohen Platz aktiv. Die Initiatorinnen sind Melitta Moser als Obfrau – sie bietet »Yoga auf dem Stuhl« an – sowie die Maltherapeutin und Kreativtrainerin Gabriele Furian, die ebenfalls Veranstaltungen leitet. Mit dabei ist auch der Künstler und Musiker Armin Bardel als Stellvertreter Mosers.

Doch die Obfrau ist am Hohen Platz nicht glücklich. Sie sagt: »Bei meinen Yogastunden können jetzt Passanten durch das Fenster zuschauen. Wir machen das in der Auslage, das ist nicht ideal.« Dazu gab es auch Rückmeldungen, die die verlangten Gebühren ansprachen, obwohl »ReLavant« die Räume, die der Stadt Wolfsberg gehören, bisher kostenlos nutzte.

»Bei meinen Yogastunden können Passanten durch das Fenster zuschauen. Das ist nicht ideal«
Melitta Moser, Obfrau »ReLavant«

Letzteres gehört jetzt der Vergangenheit an: Der Gemeinderat hat zuletzt beschlossen, 15 Euro pro Stunde zu verlangen. Moser: »Es war fein, als wir die Räume umsonst haben konnten, und ich sehe auch ein, dass die Stadt jetzt etwas haben will. Aber wenn ich bei ›Yoga auf dem Stuhl‹ für 90 Minuten zehn Euro verlange und zwei Teilnehmerinnen habe, komme ich auf 20 Euro – und muss 30 Euro zahlen.« Auch nicht ideal.

Jetzt hat Moser eine Idee: Das frühere Vereinslokal der »Pennalen Burschenschaft Teutonia zu Wolfsberg«, genannt »Bude«, sticht ihr ins Auge. Das kleine Häuschen am Rathausplatz 3 wäre laut der Obfrau bestens für die Aktivitäten von »ReLavant« geeignet.

Wie berichtet verließ die Burschenschaft die Räume, weil es Unstimmigkeiten mit der Stadt wegen der hohen Betriebskosten gab, die die öffentliche Hand tragen musste. Letztlich wurde die einvernehmliche Auflösung des Mietvertrags vereinbart, Ende Juni 2025 zog die »Teutonia« aus.

Moser: »Wenn wir das haben könnten – das wäre cool.« Sie schlägt keinen Mietvertrag, sondern einen Kauf vor – »um einen symbolischen Betrag«, sagt die Obfrau. Der Verein würde das Objekt herrichten und kulturell beleben. »Wir würden für eine Toilette sorgen, die es jetzt nicht gibt. Wir könnten unsere Veranstaltungen geschützter durchführen, es gibt Parkplätze vor der Türe, viel mehr wäre möglich. Der Rahmen wäre einfach besser«, schwärmt Moser. Und selbstverständlich könnten auch andere Initiativen und Vereine die Räume nutzen. 

Angebot zum Gespräch

Der Wolfsberger Bürgermeister Alexander Radl (SPÖ) meint dazu: »Ich habe bis dato von so einem Angebot nichts gehört, aber ich bin gerne bereit, mich mit Melitta Moser und Gabriele Furian zusammenzusetzen, um etwaige Konzepte und Ideen zu besprechen. Bisher hat sich bei mir aber noch niemand gemeldet.«

Auf die Frage, ob Mosers Angebot realistisch sei, sagt der Bürgermeister: »Ideen zur zusätzlichen Belebung der Stadt sind mir immer willkommen. Aber in Verbindung mit dem angesprochenen Objekt habe ich bisher keine Kenntnis davon, in welche Richtung die Bespielung dieser Liegenschaft gehen soll.« Er könne auch nicht über einen eventuellen Preis für die Räume sprechen, »ohne zu wissen, was in Zukunft hier passieren soll«.

Die frühere »Bude« wurde laut Angaben der Stadt nach dem Auszug der Studentenverbindung außen von Pflanzenbewuchs gesäubert, innen leergeräumt. Eine Nutzung findet derzeit nicht statt, denn: »Um die Liegenschaft wieder auf Vordermann zu bekommen, müssten wir auch Geld in die Hand nehmen, das aktuell im Budget nicht vorgesehen ist.«

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