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Drei Großbaustellen zwischen Wolfsberg und Twimberg: Autofahrer schäumenAusgabe 24 | Mittwoch, 10. Juni 2026

Wer auf der B70 in Wolfsberg startet, steht bereits kurz vor Frantschach-St. Gertraud vor der ersten Baustelle. Bis Twimberg folgen zwei weitere, was die Fahrzeit verdoppelt und Autofahrer wütend macht. Die Kelag, die für zwei Baulose zuständig ist, bittet um Verständnis.

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Wer hinter einem Lkw fährt, wird dazu in eine große Staubwolke gehüllt. Am Montag sah das aus dem nachfolgenden Fahrzeug so aus.

Wolfsberg, Frantschach-St. Gertraud. Wer derzeit von Wolfsberg nach Twimberg fahren will, sollte Geduld mitbringen. Ist die Strecke normalerweise in etwa 15 Minuten zu schaffen, muss jetzt die doppelte Fahrzeit eingerechnet werden – mindestens.  Und das wird auch noch bis Oktober, bzw. bis zum Jahresende so bleiben. Denn mehrere Baustellen samt einspurigen Bereichen erschweren das Fortkommen erheblich. Wütende Autofahrer berichten von langen Wartezeiten.

Die Unterkärntner Nachrichten machten am Montag, 8. Juni, den Selbstversuch und fuhren Richtung Twimberg. Der erste Stopp kam auf der B70 bei der Einmündung der Buchhofstraße vor Frantschach-St. Gertraud: Ein Kontrollorgan regelte den Verkehr mit einer Kelle. Die Packer Straße ist hier derzeit nur einspurig befahrbar, auf der rechten Fahrbahnseite Richtung Frantschach klafft ein Graben bis zur Papierfabrik Mondi. Die Ursache ist – indirekt – der Windpark Bärofen, für den eine Ableitung gebaut wird. Dabei werden auch die Hochspannungsleitungen zwischen Wolfsberg und Frantschach–St. Gertraud durch die Kärnten Netz erneuert. Dadurch kommt es bis Oktober zu Einschränkungen zwischen der Autobahnauffahrt und Mondi.

Und wieder Stillstand

Nachdem diese Hürde überwunden war, ging es weiter durch Frantschach-St. Gertraud Richtung Twimberg. Doch wenig später stand der Verkehr erneut. Hier baut die Kelag das neue Kraftwerk Hammer an der Lavant. Das Krafthaus wird mit einer 2.495 Meter langen Druckrohrleitung an den bestehenden Unterwasserkanal des Kraftwerks Twimberg angeschlossen. Diese Leitung, deren Durchmesser 1,8 Meter beträgt, wird in die Packer Straße eingebaut. Die Arbeiten sollen laut Kelag noch bis Ende des Jahres dauern. 

Eine Fahrspur ist hier bis kurz nach der Autowerkstatt Moitzi gesperrt, der Verkehr wird mit einer Ampel geregelt. Es dauerte einige Minuten, bis sie auf Grün sprang. Danach ging es über eine holprige Piste auf der B70 weiter. Je nach Bauart der Autos wurde schneller oder langsamer gefahren. Tiefergelegte haben hier kein leichtes Leben – und sind vorsichtig und bedächtig unterwegs. Schließlich endete der mit Schlaglöchern gepflasterte Bereich, der Verkehr beschleunigte wieder.

Allerdings nicht lange. Vor dem »Entenschnabel« und der Abzweigung nach Theißenegg stand er abermals still: Wieder eine Ampel, wieder rot, wieder baut die Kelag. Nach einer gefühlten Ewigkeit konnten die Autos weiterfahren, nach etwa 30 Minuten war Twimberg erreicht.

Auf der Rückfahrt das gleiche Spiel. Wer dabei – wie die Unterkärntner Nachrichten – das Pech hat, hinter einem Lkw zu fahren, wird dazu in den Bauabschnitten in eine gewaltige Staubwolke gehüllt. Nach knapp einer Stunde endete der Test. Wer diese Strecke täglich befahren muss, dem steht ein harter Sommer bevor. Denn beim Versuch am Montag herrschte sehr wenig Verkehr.

Zur Wartezeit an den beiden ampelgeregelten Baustellen nach Frantschach-St. Gertraud sagt die dort tätige Kelag: »Die Wartezeiten sind so abgestimmt, dass der Verkehr möglichst reibungslos gesteuert werden kann und gleichzeitig ein zügiger Ablauf der Bauarbeiten gewährleistet ist.«

Baufirma muss kontrollieren

Die Straße weise »punktuelle Verschlechterungen auf«, insbesondere nach den Starkregenereignissen der vergangenen Wochen sowie durch die Belastung des Schwerverkehrs. »Die zuständige Baufirma wurde bereits beauftragt, diesen Abschnitt der Bundesstraße laufend zu kontrollieren und für einen gut befahrbaren Zustand der Straße zu sorgen«, so das Energieunternehmen. Und: »Die Arbeiten an der Druckrohrleitung, die größtenteils in der Straße verlegt wird, werden voraussichtlich bis Jahresende andauern, also rund sieben Monate. Die Bauarbeiten sind so organisiert, dass die Bauzeit möglichst kurzgehalten wird, um die Auswirkungen auf Anrainer sowie Autofahrer so gering wie möglich zu halten.«

Auch die Einrichtung von zwei Wanderbaustellen beim Projekt Kraftwerk Hammer diene dazu, die Umsetzung zu beschleunigen. Die Kelag bittet alle Verkehrsteilnehmer um Geduld und bedankt sich für ihr Verständnis.

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