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Verkehrsfreigabe Hoher Platz: Viele Anrainer können sich nun eine Fußgängerzone vorstellen Ausgabe 35 | Mittwoch, 31. August 2022

Die Bauarbeiten für Fernwärmeleitungen am Hohen Platz sind abgeschlossen, der Durchzugsverkehr fließt wieder. Anrainern und einigen Gewerbetreibenden gefiel die Ruhe. Sie könnten sich künftig eine Fußgängerzone oder eine Umkehr der Einbahn vorstellen.

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Wolfsberg. Bis voraussichtlich 4. September war die Sperre am Hohen Platz angedacht, nun ist es doch schneller gegangen. Bereits am Samstag, 27. August, waren die Bauarbeiten abgeschlossen und die Straße wieder für den Verkehr freigegeben. Bürgermeister Hannes Primus (SPÖ) zeigt sich erfreut: »Die Baufirmen haben richtig Gas gegeben. Sie haben gewusst, dass die Arbeiten schnell über die Bühne gehen müssen.«

Grund für die Bauarbeiten war die Verlegung von Fernwärmeleitungen für das Haus des Russen Iwan Lobikow (ehem. Kudrinka-Haus) und das Schratter-Haus.  Der Hohe Platz war dafür auf Höhe des Bardel-Ecks gesperrt, die Einbahn am Hohen Platz wurde während dieser Zeit aufgehoben, sodass eine Zufahrt vom Rathaus bis zur Mariensäule möglich war.

Ursprünglich war von vielen befürchtet worden, dass dadurch das völlige Verkehrschaos ausgelöst würde. Doch das blieb aus.

Fußgängerzone, neue Einbahn
Eine Anrainerin meint: »Jetzt, wo der Durchzugsverkehr weg ist, ist es so schön ruhig. Es spazieren wesentlich mehr Menschen, vor allem Familien mit Kindern, über den Hohen Platz. Eine Fußgängerzone würde hier sehr gut passen. Schön wäre auch, wenn der Platz endlich begrünt werden würde.«

Auch Gewerbetreibenden gefiel die Ruhe. Ulrike Zippusch vom Altstadtmarkt erzählt: »Das ständige Verkehrschaos vor unserer Tür war plötzlich weg. Es waren wieder vermehrt Fußgänger unterwegs. Auf das Geschäft hat sich die Sperre nicht ausgewirkt, die Umsatzzahlen sind gleich wie vor der Sperre. Ich würde mir überhaupt eine Fußgängerzone am Hohen Platz wünschen. Dann wären auch dort wieder mehr Menschen unterwegs.«

»Wenn die Preise passen, soll mit den Arbeiten am Getreidemarkt im Herbst begonnen werden«
Hannes Primus, Bürgermeister

Anders sieht es der Teppichhändler Ali Reza Sufi: »Mein Geschäft war während der Bauarbeiten tot. Ich hatte keine Kunden. Man muss aber sagen, dass zu mir die Kunden meist mit dem Auto zufahren müssen. Dass der Durchzugsverkehr weg war, war natürlich sehr schön. Dafür gebe es auch künftig eine Lösung. Man müsste die Einbahn über den Hohen Platz einfach nur umkehren. Dann wären wir den Durchzugsverkehr los.« (siehe auch Kommentar Seite 1).

Bürgermeister Primus sagt dazu: »Jede Änderung hat Auswirkungen auf einen anderen Bereich. Daher muss ein Verkehrskonzept für die ganze Stadt erstellt werden und das im Einklang zwischen Bevölkerung und Wirtschaft.«

Getreidemarkt noch heuer
Noch in diesem Jahr soll der Getreidemarkt saniert werden. Ursprünglich waren für die Sanierung inklusive Sicherung des Schossbaches rund 1,2 Millionen Euro vorgesehen. Doch daraus wird nichts. Schon alleine die Arbeiten am Schoßbach, die noch vor der Platzgestaltung durchgeführt werden müssen, belaufen sich auf rund vier Millionen Euro. Und wohl auch die Kosten für die Platzgestaltung werden steigen, herrschen aktuell doch sehr hohe Rohstoffpreise. Ein weiteres Problem könnte werden, Baufirmen zu finden, die noch Aufträge annehmen können. Bürgermeister Primus meint: »Wenn die Preise passen und wir Baufirmen bekommen, soll mit den Arbeiten am Getreidemarkt noch im Herbst begonnen werden.«

Wann dann die letzte Etappe, die Sanierung der Johann-Offner-Straße erfolgen soll, ist derzeit noch ungewiss.

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