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Wolfsberg. In der unteren Stadt und am Hohen Platz in Wolfsberg, einst die heimische Lokalmeile, stehen Gastwirtschaften – manche schon seit Jahren – leer und warten auf neue Betreiber.
Stadtcafé: Im Herzen der Stadt
Mitten im Herzen der Stadt, in der Burgergasse, wartet das »Stadtcafé« auf frischen Wind. Das bekannte Gasthaus mit hoher Frequenz bietet eine attraktive Gelegenheit für Neugründer oder erfahrene Gastronomen. Die Miete liegt bei lediglich 500 Euro netto, dazu kommen Betriebskosten inklusive Heizkosten von 239 Euro. Insgesamt ergibt sich ein monatlicher Nettobetrag von 886,80 Euro.
Das Lokal punktet mit seiner zentralen Lage in der unteren Stadt und einem treuen Kundenstamm. Wer hier einsteigt, bekommt nicht nur ein Café, sondern eine Bühne für neue Ideen. Ob Frühstücksbar, Kulturtreff oder klassisches Kaffeehaus – die Möglichkeiten sind vielfältig.
Wutscha: Lokal mit Geschichte
Die Geschichte des »Wutscha« in der Kollnitzergasse reicht bis ins Jahr 1960 zurück. Damals eröffnet, wurde es ab 1996 unter Viktor »Viko« Schratter zum Szenetreff der Bezirkshauptstadt. Nach Schratters überraschendem Tod im Jahr 2007 wechselten die Pächter mehrfach, bis das Lokal 2021 pandemiebedingt schließen musste.
Doch das Comeback ließ nicht lange auf sich warten: Harald Perkonig, bekannt für seine musikalischen Talente und legendären Backhendl, eröffnete das Lokal 2022 unter dem Namen »Harrys Bar« neu. Bis zu seiner Pensionierung im Feber 2025 führte er das Lokal, das über Jahrzehnte ein beliebter Treffpunkt für Jung und Alt war. Das rund 121 Quadratmeter große Erdgeschoss samt 50 Quadratmeter Keller wartet nach wie vor auf einen neuen Gastgeber.
Die Mietkosten sind überschaubar: 465,26 Euro netto, dazu Betriebskosten von 256,50 Euro und Heizkosten von 192,20 Euro. Die Gesamtmiete beträgt 721,76 Euro netto.
Modernes Flair im Stones
Das »Stones« in der Kirchgasse war ein Versuch, modernes Flair in die Wolfsberger Gastro-Szene zu bringen. Mit einer Nutzfläche von 107,36 Quadratmetern, einem Extrazimmer für private Feiern und einem Gastgarten bot es alles, was das Herz begehrt. Mit 31. Dezember 2023 verabschiedeten sich die Pächter – seither steht das Lokal leer. Die Bruttomiete inklusive Betriebskosten und Heizkosten liegt bei stolzen 2.165 Euro. Ein Preis, der ambitionierte Betreiber nicht abschrecken sollte, denn das Lokal ist vollständig ausgestattet und bereit für den Neustart. Wer hier einsteigt, bekommt ein modernes Ambiente und viel Platz für kreative Konzepte.
Sixties: Feiern im Partykeller
Seit mittlerweile eineinhalb Jahren im Dornröschenschlaf wartet das »Sixties« in der Johann-Offner-Straße auf einen neuen Pächter. 1998 von Harald Ruzicka eröffnet, wurde es schnell zu einem Treffpunkt für Nachtschwärmer, Musikliebhaber und jene, die ein gutes Gespräch suchten.
2016 übernahm Nico Grilz das bei Jugendlichen beliebte Lokal – und brachte frischen Schwung hinein, bis er sich 2024 aus der Nachtgastronomie zurückzog. Innen ist alles bereit: Im Erdgeschoss eine voll ausgestattete Bar auf 70 Quadratmetern, im Keller weitere 90 Quadratmeter – ein Raum, der Geschichten erzählen könnte.
Zu haben ist das Lokal für 900 Euro Nettomiete plus 250 Euro Betriebskosten.

Von Michael Swersina
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