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»Technologiepark Lavanttal«: Die Architekten sind gefunden, bis 2060 entstehen 3.500 Arbeitsplätze Ausgabe 27 | Mittwoch, 1. Juli 2026

Der Architekturbewerb für das Projekt ist beendet, drei Wiener und ein Salzburger haben das Rennen für sich entschieden. Ihr Projekt wurde am Montag in St. Paul präsentiert. Es sieht einen Wald vor, in dem nach und nach immer mehr Gebäude in die Höhe wachsen.

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Unterkärntner Nachrichten Redaktion Von Unterkärntner Nachrichten Redaktion officeno@spamunterkaerntner.at
2030 soll das erste Gebäude im »Technologiepark Lavanttal« stehen, das »Pionierquartier«. Der umgebende Wald, der erst gepflanzt werden muss, soll auch als Forschungsobjekt und Baumaterial dienen. Bild oben: Die letzte Phase des Parks, wie sie sich die siegreichen Architekten in ihren Visualisierungen vorstellen, etwa um 2060. Foto: OSNAP ZT GmbH

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St. Paul. 55 Teilnehmer waren beim EU-weit ausgeschriebenen Architektenwettbewerb für den geplanten »Technologiepark Lavanttal« in St. Paul dabei. Am Montag, 29. Juni, wurde das Siegerprojekt im Gemeindeamt St. Paul präsentiert, das beim neuen Bahnhof entstehen wird. Laut Angaben des Landes stehen  30 Millionen Euro bereit, der Baustart ist im Frühjahr 2028 vorgesehen. Zwei Jahre später soll das erste Gebäude, das »Pionierquartier«, fertig sein.

Nach Prüfung aller Einreichungen kürte die siebenköpfige Jury das Projekt der Arbeitsgemeinschaft OSNAP Open South North Architecture Practice ZT GmbH, Stoiser Wallmüller Architekten ZT GmbH und Studio LandForm zum Sieger. Dahinter stehen die drei Wiener Architekten Ulrich Hagen, Christoph Hinterreiter und Fabian Wallmüller sowie der Salzburger Landschaftsplaner Florian Absmanner. Sie waren nach St. Paul gekommen, um über ihr Vorhaben zu informieren.

Viele Bäume
Laut einer Aussendung des Landes sollen verschiedene Pflanzen, vor allem Bäume, gesetzt werden, die auch als Baumaterial und in ihrer schattenspendenden Wirkung beforscht werden. Geschaffen werden soll stadträumliche Qualität, der Park wird zum Treffpunkt für die Öffentlichkeit. Geparkt wird in dezentralen Hochgaragen, die leicht demontierbar sind, falls sich das Mobilitätsverhalten ändern sollte. Die als Holzbauten konzipierten Gebäude werden auf einem modularen System beruhen, das man an verschiedene Nutzungen anpassen kann und das leicht erweiterbar ist. Das Grundstück ist 90.755 Quadratmeter groß, mehr als die Hälfte wird nicht versiegelte Fläche sein.

Die vegetative wie bauliche Entwicklung des Areals ist in sieben Baustreifen gegliedert. Die Streifen in Ost-West-Richtung bieten Möglichkeiten für unterschiedlichste Nutzungen, Bautypologien und Anforderungen. Geplant ist eine diagonale Abfolge von Plätzen, die den Bahnhof im Norden mit der Busstation im Süden des Areals verbindet. Vorgesehen sind auch überdachte Gastgärten und Freiluft-Workshops.

Die Bebauung wird in eine zwei- bis dreigeschoßige »urbane Sockelzone« für Werkstätten und Labore unterteilt, sowie in darüber liegende Hochpunkte mit bis zu sechs Geschoßen für Büros.

Laut der Homepage »technologiepark-lavanttal.com« sind bis 2060 90.000 Quadratmeter Fläche für Büros, Laborflächen und Service geplant. 3.500 neue Arbeitsplätze werden geschaffen, deren Zielrichtung Innovationen und Forschungsdurchbrüche sind. Dazu wird es Bildungsangebote für die nächste Generation geben.

Forschung an neuen Materialien
Landeshauptmann Daniel Fellner (SPÖ) sagte, in St. Paul werde es »eine Verknüpfung aus Forschung, Wissenschaft, Wirtschaft und Bildung« geben. Man werde erforschen, wie neue Materialien zum Beispiel widerstandsfähiger oder besser recyclebar gemacht werden können.

Zuständig für den »Technologiepark Lavanttal« ist die Betriebsansiedlungsgesellschaft Babeg. Deren Geschäftsführer Markus Hornböck berichtete bei der Präsentation, das während der Entwicklung des Parks mit 20 Unternehmen aus der Region gesprochen wurde, denen man im Park Kooperationsraum bieten wolle. Er werde breit aufgestellt sein, vom Metallbau bis zum Material Holz.

Laut Bernhard Lamprecht, Geschäftsführer des Technologieparks Lavanttal, soll das multifunktionale Projekt flexibel wachsen können, weil man nicht wisse, wo die Forschung in fünf oder zehn Jahren stehen werde.  

Der St. Pauler Bürgermeister Stefan Salzmann (SPÖ), sprach von einem Meilenstein für die Gemeinde, Johann Steiner vom Grundeigentümer Stift St. Paul sagte, dass man die Chancen durch die Koralmbahn für Gemeinde und Bevölkerung nutzen wolle.

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