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Bad St. Leonhard. Nach rund neun Monaten Bauzeit ist es geschafft: Die Freiwillige Feuerwehr Kliening hat ihr Rüsthaus umfassend umgebaut und erweitert. Gefeiert wird das gelungene Projekt im Rahmen des Feuerwehrfests am 25. und 26. Juli am Sportplatz in Bad St. Leonhard. Für Kommandant Martin Oswald ist der Abschluss des Bauvorhabens ein Meilenstein für die Wehr. »Unser Ziel war es, bis zum Feuerwehrfest mit dem Um- und Zubau fertig zu sein. Das haben wir geschafft. Kleinere Arbeiten wie die Büroausstattung werden noch bis Jahresende erledigt, aber das Gebäude ist jetzt für die Zukunft gerüstet«, freut sich Oswald.
Der offizielle Festakt findet am Samstag, dem 26. Juli, statt. Um 9 Uhr werden die Ehrengäste empfangen, um 10 Uhr folgt die Feldmesse mit Pfarrer Walter Oberguggenberger. Anschließend stehen die Festansprachen auf dem Programm. In Vertretung von Landeshauptmann Daniel Fellner wird Landtagsabgeordneter Armin Geißler erwartet. Eingeladen sind neben der Kommunalpolitik außerdem die am Bau beteiligten Firmen sowie die Anrainer. Um 13 Uhr folgt die große Verlosung, bei der als Hauptpreis ein Škoda Fabia wartet.
Zukunftsorientierte Bauweise
Das Bauprojekt umfasste die Sanierung von rund 100 Quadratmetern sowie einen ebenso großen Zubau. Zwei Garagen schaffen Platz für ein künftiges zweites Einsatzfahrzeug. Neu entstanden sind außerdem getrennte Umkleiden und Sanitäranlagen für Frauen und Männer, ein Atemschutzraum sowie Büro- und Funkräume. »Das Gebäude war einfach nicht mehr zeitgemäß. Neben den fehlenden Räumen kam dazu, dass unser Kleinlöschfahrzeug fast an der Decke angestanden ist. Jetzt haben wir nicht nur genügend Platz, sondern auch bereits für ein zweites Fahrzeug vorgesorgt«, erklärt der Kommandant.
»Ohne diesen Einsatz wäre so ein Projekt für unsere Feuerwehr kaum möglich gewesen«
Martin Oswald, Kommandant
Ein großes Problem stellte über viele Jahre das Wasser dar. Ein Bach verlief unter dem Rüsthaus und sorgte immer wieder für Feuchtigkeitsschäden. Im Zuge des Umbaus wurde eine Stützmauer errichtet. Gleichzeitig wurde das darüberliegende Wohnhaus trockengelegt und thermisch saniert, wodurch künftig auch Heizkosten eingespart werden sollen.
320.000 Euro Gesamtkosten
Insgesamt wurden nur knapp 320.000 Euro investiert. Rund 150.000 Euro kamen aus einer Landesförderung, weitere 150.000 Euro stellte die Stadtgemeinde Bad St. Leonhard für Rüsthaus und Wohnhaus zur Verfügung. 20.000 Euro wurden aus der Kameradschaftskassa finanziert.
Wesentlichen Anteil am Gelingen des Projekts hatten jedoch die Feuerwehrkameraden selbst. »Wir haben rund 1.700 Stunden Eigenleistung erbracht. Ohne diesen Einsatz wäre ein Projekt in dieser Größenordnung für eine kleine Feuerwehr wie unsere kaum möglich gewesen. Jeder hat mitangepackt, und genau dieser Zusammenhalt zeichnet unsere Feuerwehr aus«, betont Oswald.
Seit dem Vorjahr ist die FF Kliening außerdem Drohnenstützpunkt für den Abschnitt Oberes Lavanttal. Die Drohne kommt rund zehn Mal pro Jahr zum Einsatz – etwa bei Personensuchen, zur Kontrolle von Glutnestern nach Bränden oder bei Katastropheneinsätzen. »Die Technik hat sich enorm weiterentwickelt. Unsere Drohne arbeitet mittlerweile mit künstlicher Intelligenz. Ich kann ihr den Auftrag geben, ein 40 Hektar großes Gebiet nach Personen, Hunden oder Rehen abzusuchen. Nach dem Flug liefert sie automatisch alle relevanten Bilder. Das spart wertvolle Zeit und unterstützt die Einsatzkräfte enorm«, schildert Oswald. Zehn Mitglieder der Feuerwehr wurden eigens für den Drohneneinsatz ausgebildet. Die Anschaffungskosten beliefen sich auf rund 17.000 Euro.
Die FF Kliening zählt derzeit 39 Mitglieder, davon 32 Aktive. Für das kommende Jahr haben sich bereits neue Anwärter angekündigt. Langfristig möchte die Wehr zusätzlich zum bestehenden Kleinlöschfahrzeug ein kleineres Einsatzfahrzeug anschaffen. »Für viele Kleineinsätze wäre ein Pick-up oder ein Quad ideal. Mit dem Kleinlöschfahrzeug braucht man einen Lkw-Führerschein. Wenn auf der Klippitzstraße ein Baum über die Fahrbahn gestürzt ist, könnten wir mit einem kleineren Fahrzeug viel schneller vor Ort sein«, erklärt der Kommandant. Im Jahr 2030 feiert die Wehr ihr 100-Jahr-Jubiläum. Dann soll nach Möglichkeit auch das zweite Fahrzeug in Dienst gestellt werden.
Das Feuerwehrfest Ende Juli soll auch dazu beitragen, die noch ausstehenden Investitionen zu finanzieren. Rund 15.000 Euro werden noch für die Einrichtung des modernisierten Rüsthauses benötigt.
»Wir brauchen die Einnahmen, um die letzten Einrichtungsgegenstände finanzieren zu können. Wir müssen um jeden Cent kämpfen und hoffen natürlich, dass am Ende ein Plus übrig bleibt. Jeder Besucher unterstützt direkt die FF Kliening «, sagt Oswald.

Von Philipp Tripolt
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