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Wolfsberg. Die Arbeiterkammer (AK) hat im zweiten Stock des Lavanthauses eine neue Heimat gefunden (siehe Artikel S. 11). Bleibt die Frage, wie es mit dem »Palais Gutsche« Am Weiher 7 in Wolfsberg, in dem die Arbeitnehmervertretung rund 70 Jahre lang angesiedelt war, weiter geht. Und was wird mit dem früheren Kika-Gebäude in der Paul-Hackhofer-Straße geschehen, das sich wie das Palais im Besitz der bekannten Wolfsberger Unternehmerfamilie Gutsche befindet?
Johann Gutsche, Oberhaupt der Firmengruppe, der auch die beiden genannten Immobilien gehören, wollte sich auf Anfrage der Unterkärntner Nachrichten nicht zu eventuellen Plänen äußern.
Informationen liefert dagegen die Internetplattform »willhaben.at«, auf der in der Vorwoche drei Flächen im Gebäude Am Weiher im Zentrum der Bezirkshauptstadt angeboten wurden: neben Büroräumen auch zwei Geschäftsflächen. Sie werden von zwei unterschiedlichen Maklern betreut.
Die Büroräume liegen im dritten Stock und umfassen laut der Anzeige sieben Zimmer mit einer Größe von insgesamt 664 Quadratmeter. Die Miete beträgt zwölf Euro pro Quadratmeter inklusive Betriebs- und Heizkosten, die Kaution beträgt 24.000 Euro. Die Fläche kann nach eigenen »Wünschen gestaltet und/oder nach Bedarf der gewünschten Größe unterteilt werden«, heißt es in der Annonce.
Inseriert ist weiters eine Geschäftsfläche mit 126 Quadratmeter Nutzfläche im Erdgeschoss, ebenfalls Am Weiher 7. Möglich seien »vielfältige Nutzungsmöglichkeiten«, etwa für den Verkauf, als Schauraum, Studio, Praxis oder Dienstleistungsbetrieb. Die Miete wird mit 1.134,05 Euro beziffert.
Schließlich ist eine weitere Geschäftsfläche mit 337 Quadratmeter Nutzfläche im »Palais Gutsche« zu haben, gleichfalls »vielseitig nutzbar«. Sie liegt ebenfalls im Erdgeschoss, die Gesamtmiete beläuft sich auf 3.038 Euro.
Das Gutsche-Haus Am Weiher hat zuletzt nicht nur die AK als Mieter verloren. Der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB), der Pensionistenverband Wolfsberg und die Volkshochschule (VHS) zogen ebenfalls aus und wechselten ins Lavanthaus. 2024 beendete auch das Berufsförderungsinstitut bfi den Mietvertrag und ließ sich im Ausbildungszentrum in St. Stefan nieder.
Das Kika-Gebäude
2024 kaufte die zur Firmengruppe gehörende Gutsche Technik GmbH das ehemalige Kika-Gebäude gegenüber dem LKH Wolfsberg. Die Filiale der Möbelkette wurde 2018 geschlossen, 2022 übernahm die »Paul-Hackhofer-Str. 20 Immobilien GmbH« des Unterkärntner Unternehmers Franz Peter Orasch das Haus. Das »großes Potenzial«, das der Immobilie zugeschrieben wurde, ließ der frühere Eigentümer des Klagenfurter Flughafens ungenutzt, er veräußerte sie an das Wolfsberger Unternehmen.
Danach war zu hören, die Gut-sche-Gruppe plane im Kika die Errichtung des Primärversorgungszentrums (PVE) Lavanttal. Wenn es so war, wurde das Vorhaben nicht verwirklicht: Wie berichtet wird das PVE in der St. Johanner Straße 2, dem früheren Adeg-Markt, eingerichtet und voraussichtlich im Oktober 2026 eröffnet.
Aktuelle Pläne der Kika-Eigentümer sind nicht bekannt.

Von Horst Kakl
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