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Lavanttal. Bei der Initiative »Haltestellen im Fahrgast-Check« des Verkehrsclubs Österreich (VCÖ) haben Fahrgäste in Kärnten bereits 190 Bushaltestellen mit Mängeln gemeldet. Am häufigsten wurde als Problem ein fehlender Witterungsschutz angegeben. Bei fast jeder zweiten gemeldeten Bushaltestelle wird die Querung der Straße zur Haltestelle von den Fahrgästen als nicht sicher erlebt. Auch fehlende Beleuchtung, mangelhafte Beschattung, fehlende Sitzmöglichkeiten und fehlende Radabstellmöglichkeiten wurden häufig genannt.
»Die zahlreichen Meldungen zeigen, wie wichtig sichere und gute Haltestellen für die Fahrgäste sind. Die Bus-Fahrgäste leisten einen wichtigen Beitrag, um Staus und andere Verkehrsprobleme zu verringern. Umso wichtiger ist es, dass die Haltestellen nicht vernachlässigt werden«, stellt VCÖ-Expertin Klara Maria Schenk fest. Der VCÖ hat die Initiative »Haltestellen im Fahrgast-Check« gestartet, um notwendige Verbesserungen bei Bushaltestellen aufzuzeigen.
Erste Zwischenbilanz
Nach drei Wochen zieht der VCÖ eine erste Zwischenbilanz: In Kärnten wurden bereits in 44 Gemeinden insgesamt 190 Haltestellen gemeldet und auf Mängel hingewiesen. Dabei konnten mehrere Mängel genannt werden. Am häufigsten, nämlich bei 61 Prozent, wurde fehlender Witterungsschutz als Problem genannt. Bei 49 Prozent der gemeldeten Haltestellen gibt es laut Fahrgästen keine Beleuchtung und bei 47 Prozent gibt es keine Beschattung, was angesichts der zunehmenden Anzahl an Hitzetagen im Sommer ein wachsendes Problem ist.
Bei 42 Prozent der gemeldeten Haltestellen fehlt eine Sitzmöglichkeit, bei ebenfalls 42 Prozent fehlen Radabstellmöglichkeiten, bei 26 Prozent ist die Fahrgastinformation mangelhaft und 21 Prozent der gemeldeten Haltestellen sind laut Fahrgästen nicht barrierefrei gestaltet.
Einen Schwerpunkt setzt der VCÖ beim Haltestellen-Check auch auf die Verkehrssicherheit im Umfeld von Haltestellen. 24 Prozent der gemeldeten Haltestellen sind laut Fahrgästen nicht über einen Gehsteig oder Gehweg erreichbar, bei sogar 45 Prozent wird der Straßenübergang zur Haltestelle von den Fahrgästen als nicht sicher erlebt. »Mit Bussen sind viele Schülerinnen und Schüler sowie ältere Menschen unterwegs. Umso wichtiger ist es, dass es sichere Straßenübergänge zur Haltestelle gibt«, betont Schenk. Gerade bei Haltestellen an Freilandstraßen ist es laut VCÖ für die Sicherheit der Fahrgäste wichtig, dass hier ein niedrigeres Tempolimit für den Kfz-Verkehr gilt und es zudem Querungshilfen, wie beispielsweise eine Mittelinsel, gibt.
Noch bis Ende April
Auch im Lavanttal wurden bereits einige Mängel an Haltestellen eingetragen. Noch bis zum 30. April können Fahrgäste online unter map.vcoe.at Mängel bekanntgeben und sich an der Initiative beteiligen. Der VCÖ sammelt die Einträge und leitet sie dann an die jeweils zuständigen Stellen weiter. Die erhalten dadurch wertvolle Rückmeldungen und Hinweise von der Bevölkerung und können so gezielt Verbesserungen umsetzen, wo immer sie möglich sind.

Von Unterkärntner Nachrichten Redaktion
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