Bgm. Vallant fordert Lösung bis SommerAusgabe | Mittwoch, 16. Januar 2019

Der Durchzugsverkehr in Frantschach soll eingeschränkt werden, Lösungsvorschläge dafür liegen vor, behandelt wurden diese in der Kärntner Landesregierung aber noch nicht. Bürgermeister Vallant ist verärgert und fordert eine Lösung noch vor dem Sommer.

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Frantschach. Seit etlichen Jahren ärgern sich die Bewohner von Frantschach-St. Gertraud über den Durchzugsverkehr durch den Ort. Seit Jahren gibt es Vorschläge, wie man dem Problem Herr werden könnte, Verkehrszählungen wurden durchgeführt und verschiedene Konzepte vorgelegt. Getan hat sich bis heute allerdings nichts. Aktuell existiert zwar ein Fahrverbot für Lkw. Allerdings: Ausgenommen Ziel- und Quellverkehr für das Lavanttal und die Bezirke Völkermarkt, Klagenfurt und Klagenfurt Land, was natürlich nicht sonderlich hilfreich ist.

Bezirkshauptmann Georg Fejan erklärt auf Anfrage der Unterkärntner Nachrichten: »Schon seit 15 Jahren gibt es immer wieder Diskussionen zu dem Thema. Immer wieder wurden Politiker aktiv. Nun kommt wieder einmal Bewegung in die Sache: 2018 wurden Verkehrsmessungen durchgeführt und es gab Gespräche mit dem zuständigen Landesrat Zafoschnig.  Der hat nun einen entsprechenden Regierungsakt, den er nur noch in der Landesregierung einbringen muss.« 

Doch das ist bislang noch nicht passiert, obwohl der Akt laut Insidern bereits seit Sommer/Herbst des Vorjahres fertig ist. »Mir ist jedes Argument bekannt, warum es nicht geht, Frantschach für den Durchzugsverkehr zu sperren. Seit Jahren werden Gespräche geführt, jetzt ist mein Geduldsfaden gerissen«, ärgert sich Bürgermeister Günther Vallant, der nun ein Ultimatum setzt: »Wenn sich bis Mitte des Jahres nichts tut, dann werden wir die Gemeinderatssitzung im Sommer auf der Straße abhalten und damit alles sperren. Ich will das Thema 2019 endlich erledigt haben.«

Bereits im Sommer 2018 wurde dem zuständigen Landesrat, Ulrich Zafoschnig (ÖVP) der Fall geschildert und von Bezirkshauptmann Georg Fejan wurden Ergebnisse einer Arbeitsgruppe zu diesem Thema vorgelegt.   Warum LR Zafoschnig den Akt noch nicht bei der Landesregierung eingebracht hat, ist nicht bekannt, eine Anfrage per E-Mail der Unterkärntner Nachrichten an LR Zafoschnig blieb unbeantwortet.

Autobahnauffahrt St. Leonhard

Eines der gängigen Argumente gegen eine Sperre für den Durchzugsverkehr ist die Autobahnauffahrt in Bad St. Leonhard. Diese sei zu steil und im Winter für Lkws oftmals nicht befahrbar. 

Außerdem würde sich der Schwerverkehr im Falle einer Sperre des Ortsgebiets von Frantschach lediglich auf das Murtal oder den Bezirk St. Veit verlagern, da dann Ausweichrouten gewählt werden würden. 

Doch diese Argumente lässt Bürgermeister Vallant nicht gelten: »Wenn bei der Auffahrt in Bad St. Leonhard einmal wirklich zu viel Schnee liegt und Fahrzeuge die Auffahrt nicht benutzen können, dann können wir das Ortsgebiet ja wohl auch wieder für ein, zwei Tage öffnen. Wir sind ja kompromissbereit.«

Sperre Twimberger Graben

Ein wenig zuwarten möchte die BH Wolfsberg noch. »Wenn es einen Beschluss gibt, dann wird die Bezirkshauptmannschaft die entsprechenden Verordnungen erlassen«, sagt Fejan. Dies könnte die Sperre des Twimberger Grabens vorsehen, ausgenommen Ziel- und Quellverkehr für das Lavanttal. Auch wenn Fejan eine ganzheitliche Lösung mit den angrenzenden Bezirken bevorzugt, meint er abschließend: »Wenn sich die ganze Sache weiter in die Länge zieht, dann könnte die Bezirkshauptmannschaft die Verordnungen auch ohne das Land durchsetzen.«

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