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Frantschach-St. Gertraud. Der Bau des Windparks Bärofen auf der Koralpe schreitet voran. Derzeit werden die Flügel der Windräder über die Steiermark angeliefert.
Franz Dorner, Initiator und Mitbesitzer des Windparks, sagt: »Der mehr als 60 Meter lange Flügel kann bei normalen Forststraßen transportiert werden.« Durch die neue Transporttechnologie, bei der der Flügel an Kurven und Engstellen aufgerichtet werden kann, müssen keine breiten Straßen gebaut werden. »Es reichen gut ausgebaute Forstwege«, so Dorner.
Gebaut werden die acht Windräder am Bärofen, die mehr als 20.000 Haushalte mit Strom versorgen werden, von der im Burgenland ansässigen Firma Püspök, dem größten privaten Windparkbetreiber Österreichs. Der Windpark ist der erste in Kärnten, der über eine vom Land genehmigte und gerichtlich bestätigte die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) verfügt. Dorner: »2010 habe ich das Projekt erstmals dem Gemeinderat in Frantschach-St. Gertraud vorgestellt. Die Standortgemeinde hat das ökologische Projekt von Anfang an positiv unterstützt.«
Die gesamte Region profitiere vom Projekt, die Gemeinde erhalte jährlich einen finanziellen Beitrag für die zur Verfügung gestellte Infrastruktur. Derzeit werden auch die Stromleitungen, über die die von den Anlagen erzeugte Energie abgeleitet wird, unter die Erde verlegt (wir berichteten). Dafür werden alle Freileitungen demontiert. Dazu erneuert Kärnten Netz das Leitungssystem vom Umspannwerk Wolfsberg bis zum Skigebiet Weinebene, die künftig »ausreichend mit elektrischer Energie versorgt werden kann«, so Dorner. Durch Wind- und Schneebruch gab es bei der Freileitung immer wieder Ausfälle, durch die Verlegung unter die Erde steige die Versorgungssicherheit. Außerdem wird schnelles Internet mitverlegt.
Beim Bau der Windräder sind laut Dorner mehr als 100 Auflagen zu erfüllen, die für die Umwelt von Bedeutung sind und von der ökologischen Bauaufsicht der Landesregierung täglich kontrolliert werden. Der Mitbesitzer bringt auch Kritik vor: »Das Windparkprojekt Handalm auf steirischer Seite wurde 2013 begonnen und ist seit 2017, also seit neun Jahren in Betrieb. Beim Bärofen dauerte die Genehmigungsphase durch alle Instanzen 14,5 Jahre, die Bauzeit nimmt eineinhalb Jahre in Anspruch.«
Der Windpark Bärofen soll im Herbst dieses Jahres in Betrieb gehen. Durch das neue Erneuerbaren-Ausbau-Beschleunigungsgesetz (EABG) sollte eine Genehmigungsdauer für Windparks maximal drei Jahre betragen, um die Energiewende zu schaffen und Kärnten unabhängig von fossilen Energieimporten zu machen, so Dorner.

Von Unbekannt
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